Mo, 10:33 Uhr
14.11.2016
Mathematikum für junge Rechenkünstler
Weniger rechnen, mehr denken
Das Vermögen unsere Umwelt in Zahlen und logischen Beziehungen zueinander auszudrücken, gehört zu den grundlegendsten Errungenschaftend der Menschheit. Leicht ist das nicht und zumindest in der Schule, für viele auch alles andere als spannend. Das es auch anders geht, konnten Nordhäuser Schülerinnen und Schüler heute in der Kreissparkasse ausprobieren...
Beim "Mathematikum" konnten die jungen Rechenkünstler die Prinzipien, die hinter dem allzu oft drögen Unterrichtsstoff stehen, praktisch ausprobieren. Was ist der "Goldene Schnitt" und wo taucht die "Fibonacci Folge" in der Natur auf? Wie verhalten sich Objekte bei mehrfacher Spiegelung, oder wie oft geht jemand in Deutschland ins Kino, statistisch gesehen?
Für gewöhnlich wären derlei Fragen in Textaufgaben verpackt. In den Räumen der Kreissparkasse zeigte die Wanderausstellung "Mathematikum" mit 15 Exponaten und insgesamt 23 interaktiven Experimenten das es auch anders geht. Bei dem Logikrätsel "Der Turm von Ionah" galt es, einen (umgedrehten) Turm aus unterschiedlich großen Teilen zu bauen. Dabei dürfen kleinere Teile nicht auf größeren liegen, wer das Rätsel lösen will muss die Einzelteile also abwechselnd von einem Haufen zum anderen umschichten um sie am Ende in die richtige Reihenfolge zu bekommen.
Am verschiebbaren Spiegeltisch konnten durch Veränderung des Winkels in dem der Spiegel zu verschiedenen Objekten steht geometrische Figuren geschaffen werden und an der Statistiktafel konnten man sich vom statistischen Mittel überraschen lassen. Das funktioniert über visuelle Signale - ein Licht blinkt auf, etwa für jedes mal, wenn auf der Welt ein Kind geboren wird - wildes blinken - oder auch wie oft jemand in Deutschland ein Fahrrad kauft - eher gemächliches lang auseinander gezogenes leuchten.
Für die Schülerinnen und Schüler der dritten Klasse der Käthe-Kollwitz Grundschule war es eine willkommene Abwechslung und auch ihre Lehrer freuten sich über die Experimente. Den Unterrichtsstoff spielerisch zu vermitteln sei im Alltag oft nicht möglich, erklärten sie, dabei wäre es angebracht. "Wir rechnen zu viel und denken zu wenig", so eine der Lehrerinnen.
Die Ausstellung wurde von der Sparkassenkulturstiftung in Zusammenarbeit mit der Mathematikum Gießen erstellt und wird in Nordhausen noch bis zum 25.11 zu sehen sein. Für Gruppen steht der Matheparcour nach Anmeldung von 8:30 Uhr bis 14 Uhr offen, danach können sich Familien auch ohne vorherige Absprache an den Experimenten versuchen.
Angelo Glashagel
Autor: redBeim "Mathematikum" konnten die jungen Rechenkünstler die Prinzipien, die hinter dem allzu oft drögen Unterrichtsstoff stehen, praktisch ausprobieren. Was ist der "Goldene Schnitt" und wo taucht die "Fibonacci Folge" in der Natur auf? Wie verhalten sich Objekte bei mehrfacher Spiegelung, oder wie oft geht jemand in Deutschland ins Kino, statistisch gesehen?
Für gewöhnlich wären derlei Fragen in Textaufgaben verpackt. In den Räumen der Kreissparkasse zeigte die Wanderausstellung "Mathematikum" mit 15 Exponaten und insgesamt 23 interaktiven Experimenten das es auch anders geht. Bei dem Logikrätsel "Der Turm von Ionah" galt es, einen (umgedrehten) Turm aus unterschiedlich großen Teilen zu bauen. Dabei dürfen kleinere Teile nicht auf größeren liegen, wer das Rätsel lösen will muss die Einzelteile also abwechselnd von einem Haufen zum anderen umschichten um sie am Ende in die richtige Reihenfolge zu bekommen.
Am verschiebbaren Spiegeltisch konnten durch Veränderung des Winkels in dem der Spiegel zu verschiedenen Objekten steht geometrische Figuren geschaffen werden und an der Statistiktafel konnten man sich vom statistischen Mittel überraschen lassen. Das funktioniert über visuelle Signale - ein Licht blinkt auf, etwa für jedes mal, wenn auf der Welt ein Kind geboren wird - wildes blinken - oder auch wie oft jemand in Deutschland ein Fahrrad kauft - eher gemächliches lang auseinander gezogenes leuchten.
Für die Schülerinnen und Schüler der dritten Klasse der Käthe-Kollwitz Grundschule war es eine willkommene Abwechslung und auch ihre Lehrer freuten sich über die Experimente. Den Unterrichtsstoff spielerisch zu vermitteln sei im Alltag oft nicht möglich, erklärten sie, dabei wäre es angebracht. "Wir rechnen zu viel und denken zu wenig", so eine der Lehrerinnen.
Die Ausstellung wurde von der Sparkassenkulturstiftung in Zusammenarbeit mit der Mathematikum Gießen erstellt und wird in Nordhausen noch bis zum 25.11 zu sehen sein. Für Gruppen steht der Matheparcour nach Anmeldung von 8:30 Uhr bis 14 Uhr offen, danach können sich Familien auch ohne vorherige Absprache an den Experimenten versuchen.
Angelo Glashagel














