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Di, 17:00 Uhr
08.11.2016
Nachgehakt

Service Gesellschaft in der Krise?

Die nnz hatte in der vergangenen Woche über die Sitzung des Nordhäuser Kreistages berichtet. Dabei stand auch der Beteiligungsbericht für das Jahr 2015 auf der Tagesordnung. In dessen Fokus stand die Service Gesellschaft des Landkreis Nordhausen...

Das nächste Vorhaben der Service Gesellschaft: Sanierung und Anbau am Humboldt-Gymnasium (Foto: Service GmbH) Das nächste Vorhaben der Service Gesellschaft: Sanierung und Anbau am Humboldt-Gymnasium (Foto: Service GmbH)
Einige Kommentatoren hatten in den Zahlen sogar Argumente für eine drohende Insolvenz der kreiseigenen Gesellschaft entdeckt. Dieser eventuell bedrohlichen Situation ist die nnz nachgegangen.

Ganz klar, der Erdfall Anfang diesen Jahres, beschäftigt auch die Mitarbeiter der Service Gesellschaft, die mit Zahlen arbeiten und umgehen. Und die fanden für das Loch im Erdreich am Salzagraben eine geschickte Lösung. Der Verlust des Anlagevermögens wurde - nach Einholung von Expertenmeinungen - in das Jahr 2015 verschoben. Die darauffolgende Kapitalerhöhung sowie der Verkauf des Grundstückes an den Landkreis soll im Jahr 2016 abgebildet werden.

Natürlich ist in dieser Bilanz der Verlustvortrag in Höhe von 841.000 Euro enthalten, der resultiert aus den Zeiten der Entwicklungsgesellschaft des Landkreises Nordhausen (EGN) und getätigter Grundstücksgeschäfte. Außerdem würden dem noch eine Kapitalrücklage von rund einer Million Euro gegenüberstehen. Für Geschäftsführer Gunnar Reuter steht fest, dass durch die Kapitalerhöhung und den Rückkauf des Grundstückes eine Überschuldung abgewendet werden konnte.

Karikatur (Foto: Martin Höfer) Karikatur (Foto: Martin Höfer)
So sieht das Martin Höfer

Der Blick in dieses Jahr zeigt, dass das kommunale Unternehmen mit 160 Mitarbeitern ein bilanziertes Eigenkapital in Höhe von 930.000 Euro hat und das insgesamt auch Klarheit gegenüber den Gläubigern besteht. Nach Verlusten im Jahr 2015 wird die Service Gesellschaft in diesem Jahr wahrscheinlich ein Ergebnis in Höhe von rund 90.000 Euro einfahren.

Viele interessierte Menschen, darunter auch Mitglieder des Nordhäuser Kreistages, "wundern" sie ob der Kreditgier des Unternehmens. Allein in der zurückliegenden Sitzung des Kreistages wurde die Genehmigung der Aufnahme von Krediten in Höhe von 1,1 Mio Euro beschlossen. "Unsere Kredite sind immer auf konkrete Projekte oder Objekte bezogen. Bei den meisten größeren Vorhaben finanzieren wir natürlich nur den Eigenanteil, die Fördermittel werden als Eigenkapital gegenüber den Banken betrachtet und als solches auch anerkannt", unterstreicht Betriebsleiter Michael Mohr

Grafik (Foto: Service GmbH) Grafik (Foto: Service GmbH)
So steht in diesem Jahr Krediten in Höhe von 4,7 Millionen Euro ein Anlagevermögen von 6,1 Millionen Euro gegenüber. Im nächsten Jahr werden es 8,8 Millionen Euro an Krediten sein, auf der anderen Seite wird ein Anlagevermögen in Höhe von 11,1 Millionen Euro zu finden sein. "Wir würden mit unseren Finanzpartnern nicht so erfolgreich verhandeln können, wenn es an unserem wirtschaftlichen Handeln etwas auszusetzen gebe. Die Kredite im Zusammenhang mit dem Humboldt-Gymnasium sind seitens der Bank zugesagt, die aufsichtsrechtliche Genehmigung durch das Landesverwaltungsamt läuft", sagt Geschäftsführer Gunnar Reuter abschließend.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
Waldemar Ceckorr
08.11.2016, 17:42 Uhr
wenn ich das lese,
klappt mir das messer in der tasche auf.
dieses ganze konstrukt ist doch nur reine taschenspielerei, hütchenspieler, mehr sind die akteure nicht.
ich nehme xx euro aus der linken tasche und stecke sie in die rechte tasche, so soll das ganze funktionieren, auf kosten des steuerzahlers.
natürlich kann jetzt jemand sagen, ich hätte keine ahnung von der " höheren " verwaltungs- bzw. finanzpolitik.
da kann ich nur antworten, ich kann auch keine eier legen, aber sagen ob ein's schlecht ist.
und hier stinkts gewaltig.

so sieht's der waldi
Nordhäuser Freiheit
08.11.2016, 19:13 Uhr
Die Service Gmbh verkauft dem Steuerzahler ein Erdloch...
... für 500.000 Euro. So hats der Kreistag beschlossen, als der Landkreis das (unversicherte) und wohl nie wieder bebaubare Erdfallgrundstück der VEB Service Gmbh abkaufen musste.

Ein Frage zu den Banken der Service Gmbh: Ist es die Kreissparkasse Nordhausen, deren Kontrolle ebenfalls denselben parteipolitischen Mitgliedern des Kreistages unterliegt wie die Service Gmbh?
milfhunter
08.11.2016, 20:08 Uhr
anzeige wegen untreue prüfen!
habe ich das richtig gelesen? die service gesellschaft des landkreises nordhausen hat in ihrer funktion als eigenbetrieb des landkreises das grundstück mit dem erdloch an den landkreis verkauft? wenn dem so ist, dann sollte man schnellstmöglich bei der staatsanwaltschaft mühlhausen ein ermittlungsverfahren nach § 266 stgb einleiten und den sachverhalt prüfen! bei der gelegenheit könnte man uns bürgern auch mal erklären, was der landkreis nordhausen mit einem solchen hochrisiko-grundstück anfangen will? für die beseitigung des schadens, welcher als höhere gewalt eingestuft wurde, wird doch allein der landkreis aufkommen oder sehe ich das falsch? was kostet denn so eine erdfall-sanierung? und nehmen wir mal an, das grundstück wird dann nach seiner sanierung wieder verkauft. dann bliebe doch nach abzug aller kosten ein minus, denn der geschäftswert des hochrisiko-grundstückes würde mit sicherheit gemindert sein. ich kenne kein grundstück im saarland oder ruhrgebiet, dass nach einem erdfall eine wertsteigerung erfahren hatte. so kann man natürlich auch steuergeld vernichten!.
Nordhäuser Freiheit
08.11.2016, 21:38 Uhr
@Krasser Irrtum bei der Service, milfhunter.
Ich habe einen "schweren" Irrtum begangen! Es stimmt nicht dass, der Landkreis für 500.000 den Erdfall von dee Service Gmbh gekauft hat.


Es waren "nur" 350.000 Euro.

Bitte hier schauen bei "21.17 Uhr":

http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=191343
Leser1
09.11.2016, 07:34 Uhr
Die Flüchlingskrise soll ja angeblich nix gekostet haben
Was ist denn 11,1 Millionen Anlagevermögen? Das werden sicher zum großen Teil die aus unseren Steuergeldern gekauften Immobilien und Einrichtungen sein. Hier wird sich wie es aussieht gerühmt und versucht den Eindruck zu erwecken das man einen Wert gesachaffen hätte. 11,1 Millionen Anlagevermögen gegenüber geringerer Kredite bedeutet aber das das Geld aus unserem Steuergeld kam und da anscheinend keine Einnahmen von außen erziehlt werden erfolgt die Rückzahlung der Kredite auch aus unseren Steuergeldern. Das Geld geht nur von einer in die andere Tasche und kommt eigentlich von uns Steuerzahlern. Geben da etwa das Land Thüringen und der Landrat mit seinen Helfern wie die Service GmbH usw unser Steuergeld aus. Einheimische Hotels und Vermieter hätten sich über die Mieten vom Landrat auch gefreut und man hätte heute keine leeren Massenunterkünfte die weiter sehr viel Geld in ihrer Unterhaltung und Bewachung kosten.
RaWu
09.11.2016, 09:45 Uhr
Andere Kreise sind mit einer roten Null davon gekommen.
Beim LK NDH summiert sich das Ergebnis der Flüchtlingskriese auf -5 Millionen (Stand Herbst, geht zum Ende des Jahres wohl über 6).
Das Ganze Dank krasser Fehlentscheidungen des LR persönlich, da dieser benötigte Immobilien unbedingt kaufen wollte. Dazu kommt noch ein Vertrag (ohne Ausschreibung) mit einem befreundeten Sicherheitsunternehmen und, und, und. Nun fragen sich alle, wo der Fehlbetrag herkommt? Aus den Flüchtlingszahlen resultiert eine Zahlung von 5 Mio. Dem stehen aber produzierte Kosten von mehr als 10 Mio gegenüber.

In dem Falle der Immobilien war es ganz gut, dass die rechte Seite im Kreistag (CDU+FTP) Schlimmeres verhindern konnte und einige Käufe verhindert hat.
Die linke Seite im Kreistag hat ganz offenbar ÜBERHAUPT kein Verhältnis zu Geld.

„Das Problem mit dem Sozialismus ist, dass einem irgendwann das Geld der anderen ausgeht.“
Margaret Thatcher
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