Mo, 15:26 Uhr
26.07.2004
nnz-Forum: Skandal
Nordhausen (nnz). Die Empörung über den Einsatz von Beamten aus den alten Bundesländern bei der Bearbeitung von Anträgen zum Arbeitslosengeld II ist groß. Auch Leser der nnz äußern sich zu diesem Thema.
Wer heut im Besitz eines Arbeitsplatzes ist, gehört schon zu den Privilegierten in der Gesellschaft, im Osten wie im Westen. Die Besservergütung von Westbeamten, die im Osten arbeiten ist ein Skandal. Wenn jemand in den neuen Bundesländern arbeiten will, dann zu den Bedingungen, die auch für uns angemessen sind. Wenn jemand Unterstützung anbietet, dann natürlich nicht mit erhöhten Bezügen. Aber auch ein Einsatz zu gleichen Bedingungen kann nur dann sinnvoll sein, wenn es vor Ort keine qualifizierten Arbeitssuchenden gibt.
Das Argument, dass die Einweisung der Mitarbeiter in den neuen Bundesländern schnell erfolgen muss, zählt für mich nicht. Um den geeigneten Arbeitslosen eine Chance zu geben, hätte man sie früher vorbereiten oder das Gesetz später in Kraft treten lassen müssen. Im Fernsehen, in den Zeitungen und auf der Straße reißt die Debatte um die Entsendung von Beamten aus den alten in die neuen Bundesländer mit Sondergehältern nicht ab. Es darf sie 14 Jahre nach der Wende nicht mehr geben, diese Entsendungen von so genannten Helfern mit Buschzulage.
Deutschland geht einen gefährlichen Weg. Ein Gesetz jagt das andere, aber der Boden für deren Umsetzung ist nicht bereitet. Jedes neue Gesetz und jede Aktion in unserem Land darf die Umverteilung des Reichtums von unten nach oben nicht noch verstärken. Da die Politik immer mehr reagiert als agiert, wird sich dieser Trend nicht umkehren lassen. Das dürfen die Bürger nicht zulassen!
Die Staatskassen sind leer, und doch gibt es in Deutschland so viel Geld wie nie zuvor. Aber dieser Reichtum gerät zunehmend in die Hände von Minderheiten ohne Verantwortungsbewusstsein für die Gesellschaft. In dem Bericht des Club of Budapest, in Büchern der Autoren Kofi Annan, Michael Gorbatschow oder Ervin Laszlo ist die drohende Gefahr des AUFSTANDES der BESITZLOSEN schon heute beschrieben. Wenn in unserem Land nicht in die Sicherung der Zukunft für unsere Kinder investiert wird, wird dieser Aufstand zur Notwendigkeit.
Gisela Hartmann, Nordhausen
Autor: nnzWer heut im Besitz eines Arbeitsplatzes ist, gehört schon zu den Privilegierten in der Gesellschaft, im Osten wie im Westen. Die Besservergütung von Westbeamten, die im Osten arbeiten ist ein Skandal. Wenn jemand in den neuen Bundesländern arbeiten will, dann zu den Bedingungen, die auch für uns angemessen sind. Wenn jemand Unterstützung anbietet, dann natürlich nicht mit erhöhten Bezügen. Aber auch ein Einsatz zu gleichen Bedingungen kann nur dann sinnvoll sein, wenn es vor Ort keine qualifizierten Arbeitssuchenden gibt.
Das Argument, dass die Einweisung der Mitarbeiter in den neuen Bundesländern schnell erfolgen muss, zählt für mich nicht. Um den geeigneten Arbeitslosen eine Chance zu geben, hätte man sie früher vorbereiten oder das Gesetz später in Kraft treten lassen müssen. Im Fernsehen, in den Zeitungen und auf der Straße reißt die Debatte um die Entsendung von Beamten aus den alten in die neuen Bundesländer mit Sondergehältern nicht ab. Es darf sie 14 Jahre nach der Wende nicht mehr geben, diese Entsendungen von so genannten Helfern mit Buschzulage.
Deutschland geht einen gefährlichen Weg. Ein Gesetz jagt das andere, aber der Boden für deren Umsetzung ist nicht bereitet. Jedes neue Gesetz und jede Aktion in unserem Land darf die Umverteilung des Reichtums von unten nach oben nicht noch verstärken. Da die Politik immer mehr reagiert als agiert, wird sich dieser Trend nicht umkehren lassen. Das dürfen die Bürger nicht zulassen!
Die Staatskassen sind leer, und doch gibt es in Deutschland so viel Geld wie nie zuvor. Aber dieser Reichtum gerät zunehmend in die Hände von Minderheiten ohne Verantwortungsbewusstsein für die Gesellschaft. In dem Bericht des Club of Budapest, in Büchern der Autoren Kofi Annan, Michael Gorbatschow oder Ervin Laszlo ist die drohende Gefahr des AUFSTANDES der BESITZLOSEN schon heute beschrieben. Wenn in unserem Land nicht in die Sicherung der Zukunft für unsere Kinder investiert wird, wird dieser Aufstand zur Notwendigkeit.
Gisela Hartmann, Nordhausen
| Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |
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Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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