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Mi, 18:42 Uhr
21.07.2004

Kirche hat gewonnen

Nordhausen (nnz). Kein Lotto gespielt, und trotzdem gewonnen. 4.500 Euro bekommt die Frauenbergkirche für neue Fenster. Wie es dazu kam, erfahren Sie hier.

Kirche hat gewonnen (Foto: nnz) Kirche hat gewonnen (Foto: nnz) Die Frauenbergkirche steht dieses Jahr im Mittelpunkt, denn als Kirche der Landesgartenschau ist sie die am meisten besuchte in Nordhausen. Die Gäste suchen ein wenig Ruhe, ein Gespräch oder wollen beten, so Gudrun Tischer vom Gemeinderat.

Durch die Zusammenarbeit mit der LGS GmbH und der Lesserstiftung wurde der Kirchengemeinde vieles möglich. So konnte unter anderem das Kirchenschiff aus Stahlträgern konstruiert werden.
Was noch fehlt, ist eine Restauration der Fenster. Mit den 4.500 Euro aus Lottomitteln, die von der Thüringer Landesregierung überbracht wurden, rückt die Realisation des Vorhabens in greifbare Nähe. Sozialminister Klaus Zeh, der mit dem Zuwendungsbescheid in die Kirche kam, konnten die Entwürfe bereits gezeigt werden.

Der Minister äußerte sich positiv über die Präsenz der Kirche auf der Landesgartenschau. Die romanische Basilika aus dem Jahr 1200 ist für ihn etwas besonderes, da sie ein Zeichen der langen Geschichte der Stadt Nordhausen darstellt und somit auch für nicht christliche Menschen eine wichtige Bedeutung hat. Er begrüßte die vielfältigen Aktivitäten der Gemeinde und ihrer Kooperationspartne raus anderen evangelischen Gemeinden, den Freikirchen und der katholischen Kirche.

Pfarrer Joachim Kruse bedankte sich mit einem kleinen Geschenk bei seinem Gast. Er sieht die Landesgartenschau als Glücksfall für die Frauenbergkirche. Hier könne den Menschen eine Begegnung mit der Geschichte ermöglicht werden, ohne den Bezug zur Moderne außer Acht zu lassen. In seiner kurzen Ansprache betonte er außerdem, daß eine offene Kirche noch lange nicht selbstverständlich sei. Hier könne diese Öffnung für neues dank zahlreicher ehrenamtlicher Helfer ermöglicht werden.

Eine ganz besondere Premiere wartet schon. Zum 250. Todestag des ehemaligen Pfarrers Friedrich Christian Lesser werden dessen Nachfahren ein Festwochenende am 18. Und 19. September veranstalten. Dabei werden die Sonnensegel zum ersten Mal als Medienflächen genutzt. Studenten wollen einen Film über das Wirken der Familie Lesser als Videoprojektion zeigen.

Wer die Frauenbergkirche mit dem neu angelegten Klostergarten noch nicht besucht hat, kann das auch nach der Landesgartenschau noch tun. Die Kirche will auch im nächsten Jahr ein Forum für die Bürger bieten, egal ob christlich oder nicht.
Autor: wf

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