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Do, 13:22 Uhr
11.08.2016
Wie sicher schwimmen die Kinder des Landkreises Nordhausen?

Alarmierende Zahlen

Die Zahlen sind alarmierend. Im Sommer 2016 ertranken in Deutschland 500 Menschen, ein Negativrekord. Ein Grund für diese traurige Bilanz sind die unzureichenden schwimmerischen Fertigkeiten in allen Altersgruppen der Bevölkerung. In Thüringen ist der Schwimmunterricht Bestandteil des Sportunterrichts der Grundschule und für alle Kinder verbindlich...

Schwimmunterricht im Landkreis Nordhausen (Foto: privat) Schwimmunterricht im Landkreis Nordhausen (Foto: privat)
734 Mädchen und Jungen der 3. Klassen des Landkreises Nordhausen nahmen im Schuljahr 2015/2016 am Schwimmunterricht der 3. Klassen teil. Das Ziel des Unterrichts ist es, dass am Ende des Schuljahres alle Kinder zwei Schwimmarten beherrschen und sich sicher im Wasser bewegen können.

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Der Schwimmunterricht bietet neben der Möglichkeit zum Erlernen einer lebensrettenden Grundtechnik ein enormes gesundheitsförderndes und freudbetonten Potential. Nach dem Abschluss der Ausbildung in der Thüringer Grundschule gelten Kinder erst dann als sichere Schwimmer, wenn sie mindestens 15 Minuten ausdauernd schwimmen können.

Das schafften 78 % aller Schüler des Landkreises. 11 % der Kinder schafften es nicht, 25 Meter zu schwimmen und gelten damit als Nichtschwimmer. Weitere 11 % erreichten eine Leistung zwischen 25 Metern und 15 Minuten ausdauerndem Schwimmen. Um jene Kinder mit Ausbildungsdefiziten und Ängsten vor dem Wasser zusätzlich zu fördern, bietet das Schulamt und die Schulverwaltung des Landkreises spezielle Förderangebote an.

Die Realisierung des Schwimmunterrichts und im Speziellen des obligatorischen Anfangsschwimmunterrichts der Grundschüler gehört zu den sensibelsten Bereichen des Thüringer Sportunterrichts, geht es doch um die Sicherheit der Kinder im Wasser. Deshalb verfügt das Bundesland über strenge Zugangsbedingungen für jene Lehrkräfte, die diesen Sportunterricht erteilen dürfen. Die Sportlehrer müssen ausgebildete Rettungsschwimmer sein sowie sich regelmäßigen Fortbildungen stellen. Eine Lehrkraft darf maximal 15 Kinder gleichzeitig unterrichten.

Der Landkreis Nordhausen verfügt momentan über 47 lizensierte Schwimmlehrer. Das sind ca. 50 % der Sportlehrerschaft. Die fachliche Kontrolle des Lehrereinsatzes im Schwimmunterricht obliegt dem Staatlichen Schulamt Nordthüringen. Das Ziel der Sportlehrerschaft ist es, den Unterricht möglichst auf die weiterführenden Schularten zu übertragen, was jedoch noch an den fehlenden Badkapazitäten und Haushaltsmitteln scheitert.
Werner Hütcher, Koordinator für Schulsport
Autor: nnz

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Kommentare
----1
11.08.2016, 14:35 Uhr
Alarmierend!
Das ist durchaus sehr mit Sorge zu betrachten.
Ich weiß natürlich nicht ganz Thüringen
wird den weg gehen können aber ich habe den
Ultimativen Tipp.
Es gibt ein sehr schön gelegenes Freibad in Nohra am Hühnstein.
Dieses Freibad glänzt in vielen Sachen hervorstechend ist allerdings die Bade Meisterin.
Hier hat jedes Kind in Kürze Schwimmen gelernt.
Auch halten sich die Kosten in Grenzen.

Einfach mal ausprobieren! kann ich nur Empfehlen.
Peter59
11.08.2016, 17:26 Uhr
Das ist doch.....
nur ein" Manko" einer verfehlten Bildungspolitik in Thüringen. Werners Fachgebiet ist der Sport und dafür lebt er mit Leib und Seele.....Schon mal darüber nachgedacht, dass es nicht am "Objekt-Gebäude" scheitert, sondern am Personal..... Warum wohl???? Weil die herrliche Landesregierung mit ihrer "Bildungsministerin" ein wenig kontraproduktiv ist, und eigens Mitglieder der eigenen Linken sie anzählen, es gab auch das Statement, dass sie etwas wenig für den Posten qualifiziert sein soll,. Kann ich nicht beurteilen......Ich empfehle den Einbezug von Bademeistern mit Migrationshintergrund,, gibts auch schon in anderen Bundesländern..... (Joke aus).... (Gehört zum Thema:)
MapaNDH
11.08.2016, 21:12 Uhr
Die Grundlagen
des Schwimmens sollten die Kinder schon vor der 3. Klasse lernen. Deshalb ist es lobenswert, das in Nordhäuser Kitas den Vorschulkindern die Möglichkeit geboten wird, einen Schwimmkurs mitzumachen. Meine beiden Kinder haben es genutzt und noch vor der Einschulung ihr Seepferdchen gemacht. Als Elternteil kann man dann auch beruhigter mit den Kindern im Sommer ins Freibad gehen.
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