Do, 07:00 Uhr
04.08.2016
Nachwehen eines Rolandsfestes
Eingeladen und abserviert
Was hat die letzte Boxnacht der zurückliegenden Bundesliga-Saison und das Rolandsfest in diesem Jahr gemeinsam? Bei beiden Events trat der Fanfarenzug Ruhrlandbühne aus der Partnerstadt Bochum auf. In einem Fall hatte das ein unerquickliches Nachspiel. Und das kam so...
Im März zum Rolandsfest eingeladen (Foto: nnz)
Wolfgang van Egmond hat gute Verbindungen ins Ruhrgebiet und er ist ein Fan des Nordhäuser Sports. Boxen mit dem NSV und Fußball mit Wacker - hier ist er dabei. Für eine Boxnacht März dieses Jahres hatte van Egmond den Fanfarenzug "Ruhrlandbühne" engagiert und sich bei Sponsoren für eine Finanzierung des Auftritts engagiert.
Die Musiker aus Bochum wurden an diesem Samstag sogar von Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh empfangen, sie musizierten auf der Leseterrasse der Kulturbibliothek und wurden zum Rolandsfest eingeladen. Das bestätigt von Egmond der nnz. Also gab es in Vorbereitung auf das Stadtfest ein Gespräch mit Mitarbeiterinnen der kulturellen Abteilung des Rathauses. Dabei sagte der Pensionär, dass der Auftritt kostenlos erfolge, was bei den Gesprächspartnern natürlich sehr gut ankam. Allerdings ein Imbiss müsste schon gesponsert werden, sagte van Egmond, der das als Selbstverständlichkeit empfand.
Der Auftritt des Fanfarenzuges dauerte mehrere Stunden, die Spielleute waren in der Stadt unterwegs und auf allen Bühnen zu Gast. Das soll, so berichtet van Egmond, auch Bürgermeisterin Jutta Krauth sehr gefallen haben. Sie soll die Kostenübernahme eines Imbisses für die Musiker aus Bochum gegenüber van Egmond zugesagt haben. Der solle das aber selbst organisieren. Machte er auch und konnte den Besitzer der "Brandenburg" überzeugen, schnell noch für rund 35 Personen ein Essen zu organisieren.
Der Preis war ebenfalls schnell ausgehandelt und Wolfgang van Egmond soll Ulf Klemmer als Rechnungsadresse die Stadtverwaltung angegeben haben. Jetzt begannen die Probleme. Zwei Wochen nach dem Rolandsfest kam eine Mitarbeiterin des OB-Büros in die Gaststätte und übergab ein Schreiben, in dem mitgeteilt wurde, dass Herr van Egmond nicht beauftragt sei, im Namen der Stadt Nordhausen zu handeln. Für Ulf Klemmer war das wie eine Klatsche ins Gesicht. Seine schnelle Hilfe werde nun bestraft. Er stellte daraufhin eine Rechnung an Wolfgang van Egmond aus.
Der war eine längere Zeit nicht in Nordhausen, konnte also nicht reagieren. Zoff bahnte sich, eine Mahnung wurde geschrieben. Gegenüber der nnz sagte van Egmond in dieser Woche, dass Herr Klemmer auf jeden Fall sein Rechnung bezahlt bekomme. Er werde einige Firmen bitte, sich an den Kosten in Höhe von rund 500 Euro zu beteiligen. Das Rathaus wird er nicht bitten, da ist die Enttäuschung zu groß. Ehrenamtliches Engagement wird dort sehr groß geschrieben. Organisiert werden kann alles, man erfreut sich am Spiel des Fanfarenzuges, doch für die Übernahme der Kosten eines Imbisses, sieht man im Nordhäuser Rathaus keine Veranlassung. So wird gelebte Partnerschaft zwischen zwei Kommunen zelebriert. Vom Rathaus vermutlich jedoch nur dann, wenn man sich PR-technisch ablichten lassen kann. Wolfgang van Egmond ist genau um diese Erfahrung reicher.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz
Im März zum Rolandsfest eingeladen (Foto: nnz)
Wolfgang van Egmond hat gute Verbindungen ins Ruhrgebiet und er ist ein Fan des Nordhäuser Sports. Boxen mit dem NSV und Fußball mit Wacker - hier ist er dabei. Für eine Boxnacht März dieses Jahres hatte van Egmond den Fanfarenzug "Ruhrlandbühne" engagiert und sich bei Sponsoren für eine Finanzierung des Auftritts engagiert.
Die Musiker aus Bochum wurden an diesem Samstag sogar von Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh empfangen, sie musizierten auf der Leseterrasse der Kulturbibliothek und wurden zum Rolandsfest eingeladen. Das bestätigt von Egmond der nnz. Also gab es in Vorbereitung auf das Stadtfest ein Gespräch mit Mitarbeiterinnen der kulturellen Abteilung des Rathauses. Dabei sagte der Pensionär, dass der Auftritt kostenlos erfolge, was bei den Gesprächspartnern natürlich sehr gut ankam. Allerdings ein Imbiss müsste schon gesponsert werden, sagte van Egmond, der das als Selbstverständlichkeit empfand.
Der Auftritt des Fanfarenzuges dauerte mehrere Stunden, die Spielleute waren in der Stadt unterwegs und auf allen Bühnen zu Gast. Das soll, so berichtet van Egmond, auch Bürgermeisterin Jutta Krauth sehr gefallen haben. Sie soll die Kostenübernahme eines Imbisses für die Musiker aus Bochum gegenüber van Egmond zugesagt haben. Der solle das aber selbst organisieren. Machte er auch und konnte den Besitzer der "Brandenburg" überzeugen, schnell noch für rund 35 Personen ein Essen zu organisieren.
Der Preis war ebenfalls schnell ausgehandelt und Wolfgang van Egmond soll Ulf Klemmer als Rechnungsadresse die Stadtverwaltung angegeben haben. Jetzt begannen die Probleme. Zwei Wochen nach dem Rolandsfest kam eine Mitarbeiterin des OB-Büros in die Gaststätte und übergab ein Schreiben, in dem mitgeteilt wurde, dass Herr van Egmond nicht beauftragt sei, im Namen der Stadt Nordhausen zu handeln. Für Ulf Klemmer war das wie eine Klatsche ins Gesicht. Seine schnelle Hilfe werde nun bestraft. Er stellte daraufhin eine Rechnung an Wolfgang van Egmond aus.
Der war eine längere Zeit nicht in Nordhausen, konnte also nicht reagieren. Zoff bahnte sich, eine Mahnung wurde geschrieben. Gegenüber der nnz sagte van Egmond in dieser Woche, dass Herr Klemmer auf jeden Fall sein Rechnung bezahlt bekomme. Er werde einige Firmen bitte, sich an den Kosten in Höhe von rund 500 Euro zu beteiligen. Das Rathaus wird er nicht bitten, da ist die Enttäuschung zu groß. Ehrenamtliches Engagement wird dort sehr groß geschrieben. Organisiert werden kann alles, man erfreut sich am Spiel des Fanfarenzuges, doch für die Übernahme der Kosten eines Imbisses, sieht man im Nordhäuser Rathaus keine Veranlassung. So wird gelebte Partnerschaft zwischen zwei Kommunen zelebriert. Vom Rathaus vermutlich jedoch nur dann, wenn man sich PR-technisch ablichten lassen kann. Wolfgang van Egmond ist genau um diese Erfahrung reicher.
Peter-Stefan Greiner


