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Di, 14:27 Uhr
06.07.2004

180.000 Euro

Nordhausen (nnz). Die nnz hatte sich bereits gestern mit der Nordhäuser Kulturamtschefin Dr. Cornelia Klose über das „noiseGarden“-Festival unterhalten. Jetzt reicht die Stadtverwaltung noch ein offizielles Statement hinterher.


»„noiseGarden“ war ein attraktives Angebot, das professionell vorbereitet und organisiert war. Es war richtig, das Festival stattfinden zu lassen. Trotz der mit rund 200 Gästen viel zu geringen Besucherzahl«, sagte Nordhausens Kulturamtsleiterin Dr. Cornelia Klose. „Es war richtig, sowohl aus finanziellen Gründen –denn eine Komplett-Absage hätte ebenfalls erhebliche Kosten verursacht– als auch aus grundsätzlichen Gründen, denn trotz des verringerten Band-Angebots war es ein gutes Festival. Es haben die regional besten Rockgruppen gespielt und darüber hinaus noch die Gewinner eines deutschlandweiten Band-Wettbewerbes.

Mit „noah sow“ stand am Sonnabend zudem eine tolle Moderatorin auf der Bühne, die deutschlandweit bekannt ist, nicht zuletzt durch die RTL-Sendung „Pop Stars“. Und mit „zinoba“ hat man eine Band erlebt, die wenige Stunden vor dem Nordhäuser Auftritt in Würzburg noch vor 8000 Zuschauern gespielt hat. Wer nicht da war, hat also wirklich was verpasst, auch wenn das Band-Aufgebot verringert war.“

„Wir haben uns gegenüber den jungen Menschen in Stadt und Region verpflichtet gefühlt – ein Kultursommer ohne größeres und qualitativ hochwertiges Jugend-Angebot schien uns nicht gerechtfertig“, sagte Nordhausens Kulturamtsleiterin Dr. Klose. Das Konzert sollte auch eine Investition in die Zukunft sein, „wir wollten Nordhausens wichtige Rolle auch in kultureller Hinsicht unterstreichen.“

Angesichts des geringen Zuspruchs werde man allerdings ein solches Projekt nicht mehr in Angriff nehmen können. Man habe noch am Veranstaltungstag mit vielen hundert Besuchern gerechnet – „das Wetter hat uns dann sicher noch den letzten Strich durch die Rechnung gemacht.“ Klose bezifferte die entstandenen Kosten auf rund 180.000 Euro, die würden bei der verbleibenden Veranstaltungsplanung für dieses Jahr eingespart. „Die endgültige Summe steht aber noch nicht fest, da wir mit der ausrichtenden Agentur noch nachverhandeln werden.“

Der geringe Zuspruch sei nicht von vornherein absehbar gewesen – als die ersten Zahlen über den schleppenden Vorverkauf eingegangen seien, habe man sofort und auf Empfehlung der Künstleragenturen das Band-Angebot verringert. Deshalb sei die Absage an „Headliner“-Bands wie „Mia“ oder „Die Happy“ richtig gewesen – „wir mussten mit Blick auf die Finanzen die Bremse treten“, so Frau Dr. Klose.

Als Ursachen für die geringe Resonanz zieht das Kulturamt die „Konkurrenz“ unzähliger anderer regionaler „kostenloser“ Feste zumindest in Betracht; auf keinen Fall habe es an den Bands gelegen. Da die beauftragte Agentur „dezibel“ schon vor mehr als einem Jahr mit Planung und Organisation des Festivals begonnen habe, sei die kurzfristige Verschiebung des Veranstaltungstages ausgeschlossen gewesen.

Nach bisheriger Kenntnis sei auch die Werbung durch „dezibel“ ausreichend gewesen: „Es wurden deutschlandweit zigtausende Flyer verteilt und unzählige Plakate gehängt.“ Und besonders in Nordhausen dürfte man an „noiseGarden“ nicht vorbei gekommen sein – „trotzdem sind auch von hier nur wenig Besucher gekommen, was wir eigentlich, vor allem mit Blick auf die letzte deutliche Preisreduzierung, nicht nachvollziehen können“, so Frau Dr. Klose.
Autor: nnz

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