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Do, 09:20 Uhr
09.06.2016
Unternehmen in Deutschland

Wem vertrauen die Bürger?

Die Bundesbürger trauen vor allem familiengeführten, kleinen und mittleren Unternehmen zu, Gutes für die Gesellschaft zu bewirken. Im Vergleich zu politischen Institutionen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Medien rangiert das Vertrauen der Bevölkerung in Unternehmen im Mittelfeld. 42 Prozent der Befragten bringen ihnen im Allgemeinen großes Vertrauen entgegen...


Zwei Drittel würden Produkte oder Dienstleistungen eher von Firmen kaufen, die sich nachweislich für die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen einsetzen, wie eine Studie von Edelman.ergo im Auftrag der Bertelsmann Stiftung zeigt.

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Ob Bürger einem Unternehmen vertrauen, machen sie in erster Linie daran fest, wie gut es seine Mitarbeiter behandelt (62 Prozent), ob es sich an ethische Geschäftspraktiken hält (49 Prozent) und für Umwelt und Naturschutz einsetzt (46 Prozent). Ebenfalls wichtig ist, dass die Geschäftsmethoden transparent und offen sind. Am ehesten sehen sieben von zehn Befragten diese Kriterien bei Familienunternehmen erfüllt, ebenso bei kleinen und mittleren Unternehmen.

Bei den großen Firmen halten sich Vertrauen und fehlendes Vertrauen mit rund 38 Prozent ungefähr die Waage. Am unteren Ende der Skala rangieren börsennotierte Unternehmen, denen lediglich noch ein Drittel zutraut Gutes für die Gesellschaft zu tun, während 43 Prozent nicht davon überzeugt sind. Für die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen sieht die Öffentlichkeit deshalb vor allem Großunternehmen in der Pflicht: Sieben von zehn der Befragten sind der Meinung, diese müssten mehr zur Bewältigung der heutigen gesellschaftlichen Herausforderungen beitragen. Von kleineren und mittleren Unternehmen verlangen das deutlich weniger Bürger.

Verantwortungsvoll handelt ein Unternehmen aus Sicht der Befragten vor allem dann, wenn es Arbeitsplätze schafft (57 Prozent), auf die Belange der Mitarbeiter eingeht (50 Prozent) und Verantwortung gegenüber Umwelt (47 Prozent), Kunden und Lieferanten (44 Prozent) übernimmt. Unternehmen sollten nach Meinung der Bundesbürger vor allem bei der Bildung, der Bereitstellung von Ausbildungsplätzen und der effizienten Nutzung natürlicher Ressourcen der Gesellschaft Lösungen anbieten.

Vier von zehn Befragten erwarten ein stärkeres Engagement bei der Schaffung von Ausbildungsplätzen, 29 Prozent flexible Arbeitszeitmodelle und die Unterstützung von Fort- und Weiterbildungen. Beim Thema Arbeitslosigkeit ist ein Viertel der Auffassung, dass Unternehmen einen wichtigen Beitrag leisten sollten.

Zusatzinformationen: Die vorliegende Studie wurde im Rahmen der Recherche für den diesjährigen Reinhard Mohn Preis als repräsentative Onlineumfrage (n=999) durchgeführt. Neben der Bevölkerung insgesamt wurden Personen der Informierten Öffentlichkeit befragt. Die Datenerhebung fand im Januar 2016 in Deutschland statt. Die Bertelsmann Stiftung vergibt den diesjährigen Reinhard Mohn Preis an Professor Klaus Schwab, den Gründer und Vorsitzenden des Weltwirtschaftsforums. Damit würdigt sie dessen Engagement für verantwortungsvolles Unternehmertum. Klaus Schwab wird den mit 200.000 Euro dotierten Preis am 16. Juni in Gütersloh entgegennehmen.
Autor: nnz

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Kommentare
tuco
09.06.2016, 09:57 Uhr
Wozu...
die teuere Umfrage.
...Bertelsmann Stiftung... so so...
Wem die Menschen in diesem System vertrauen, bekommen grade die "sogenannten" Volksparteien schmerzhaft zu spüren.
Ob allerdings alternative Strömungen effektive Lösungen vorzuweisen haben, steht auf nem anderen Blatt.
So, oder so, das System ist am Ende. Aber das will natürlich niemand, der noch irgendwie mit den Krallen an der Macht haftet, wahr haben.
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