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Do, 14:15 Uhr
26.05.2016
DGB Aktion auf dem Rathausplatz

Steuerlast fair teilen

Die Reichen werden reicher und die weniger Wohlhabenden müssen die Mehrheit der Steuerlast tragen - das ist Realität in Deutschland, meint der Deutsche Gewerkschaftsbund und das muss sich ändern. Auf dem Rathausplatz warb man heute um Unterstützung...

Susann Weber steht vor der "Reichtumsuhr" des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). 8.196.975.259.084 Euro Netto-Vermögen zeigt die Uhr für die deutschen Privathaushalte an, also ohne Firmenvermögen. Kleiner Hinweis: das sind Billionen. Rund zwei Drittel dieser doch recht beachtlichen Summe befindet sich im Besitz des reichsten Zehntels der Bevölkerung, sagt DGB-Gewerkschaftssekretärin Weber.

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Das ärmste Zehntel hingegen steht mit 21,75 Milliarden in der Kreide, blickt man auf die digitale Uhr am Rathausplatz. Die Ungleichbehandlung bei der Verteilung der Vermögen und der Besteuerung müsse sich ändern sagt Weber, die mit ihren Kollegen in Nordhausen heute die Aktion "Fairteiler" startete und Unterschriften sammelte. Vor der politischen Sommerpause will die Gewerkschaft die gesammelten Unterschriften an die Landesregierung übergeben und sie dazu bewegen sich in Berlin für eine Bundesratsinitiative stark zu machen, die das Besteuerungsproblem endlich in Angriff nimmt.

DGB Aktion auf dem Rathausplatz - wir brauchen die Gleichbesteuerung für alle (Foto: Angelo Glashagel) DGB Aktion auf dem Rathausplatz - wir brauchen die Gleichbesteuerung für alle (Foto: Angelo Glashagel)

"Wer 100.000 Euro aus Zinsen verdient, der zahlt darauf 25% Steuern, wer die gleiche Summe mit Arbeit zusammenbringt 45%", erklärte Weber, die mittleren und unteren Einkommensschichten würden 2/3 der gesamten Steuerlast tragen, während sich der Reichtum anderswo konzentriere. "Wir brauchen eine echte Erbschaftssteuer, endlich eine Finanztransaktionssteuer und eine Gleichbesteuerung für alle", so Weber.

Damit könne man auch der Unterfinanzierung der Kommunen und dem Rückzug der öffentlichen Hand aus den freiwilligen Leistungen entgegenwirkungen. Bis zum Nachmittag waren die Gewerkschafter auf dem Rathausplatz präsent, mit dem Ergebniss sei man im Vergleich zu anderen Orten zufrieden, sagte Weber.
Angelo Glashagel
Autor: red

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Kommentare
Sonntagsradler 2
26.05.2016, 14:30 Uhr
Ja die Reichen werden reicher und
Wie Ihr es unter Schrödis Führung beschlossen habt.
Ist doch gut so! Oder??
Leser1
26.05.2016, 21:58 Uhr
Märchen gibt es immer wieder? Goldmarie lässt grüßen
Wer bekommt denn schon 100000.- Euro Zinsen das ist doch unreal. Die soviel Geld auf der Bank haben das sie theoretisch darauf kommen würden bezahlen schon teilweise Strafzinsen auf ihr Geld und wenn es so wäre sollen dann die bestraft werden die ihr Geld in Deutschland ordentlich versteuern und nicht abhauen? Die Reichsten tragen oft die Wirtschaft und zahlen viel Steuern für zigtausende Arbeitsplätze. Warum muss man immer in funktionierende Systeme eingreifen.

Die DDR hat den Kommunismus angestrebt. Es war dann viel Geld da und kaum Ware. Wollt ihr wieder Bückware einführen und das Geld aus dem Land jagen? Warum macht die Gewerkschaft nicht selber Firmen auf und bezahlt die Leute anständig wenn sie alles besser können? Damit meine ich aber nicht die Funktionärsgehälter. Ihr hattet doch schon mal die Macht mit geteilt. Hab ich nix gemerkt vom Wohlstand für den Arbeiter. Soll ich wieder 15 Jahre auf ein Auto warten??????
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