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Di, 15:46 Uhr
10.07.2001

"Neue Lesserstiege" als kurzer Weg

Nordhausen (nnz). "Ein schöner, frischer Entwurf", lobte am Montagabend beim Stadtgespräch ein Nordhäuser die Pläne für den Platz zwischen Stadtterrasse und Altenheim. Im "Sankt Jakob" wurden die Entwürfe vorgestellt.

Eine Treppe wird als "dynamisches Element" (Architekt Laszlo Nowodny) vom Primariusgraben aus diagonal in den neuen Platz hinabragen, dessen Zentrum ein symmetrischer Hain aus Säulen-Eichen sein soll. Davor (in Richtung Rautenstraße) werden Sitzblöcke stehen. Eine Stein-Umfassung mit Sitzmöglichkeiten soll den Platz begrenzen. Wer ihn betritt, steht auf einem ockerfarbenem Kies-Sandbelag. "Kein Beton, kein Pflaster!", betonte Landesgartenschau-Geschäftsführerin Inge Klaan. Der Platz werde nicht nur einfach ein öffentlicher Raum, sondern Treffpunkt sein - auch für die Bewohner des Altenheimes, die ihn per Rollstuhl erreichen können.

"Neue Lesserstiege" - diesen Namen hat ein Besucher des Gesprächs dieser geplanten Treppe gegeben und große Zustimmung gefunden. Die Bezeichnung trifft sich auch mit dem Konzept der Planer: "Die Treppe soll Alt mit Neu - also Primariusgraben und Altstadt mit modernem Altenheim und Rautenstraße - verbinden, gleichzeitig Zugang zum historischen Stadtrundgang sein", sagte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD), "und an die frühere Lesserstiege erinnern", ergänzte der Architekt.

Die neun Meter hohe Treppe hat außen eine Holzverkleidung und innen einen Kern aus Stahlbeton, ist zwei Meter breit, besteht aus drei Abschnitten mit jeweils zwanzig Stufen. Das Geländer ist ein Drahtgeflecht aus Edelstahl in einem Edelstahl-Handlauf. "Eine hölzerne Skulptur - geheimnisvoll wie das 'Trojanische Pferd' - lädt zum Begehen ein und wird die Rolle Nordhausen als `Stadt der Treppen` unterstreichen", faßte ein Planer zusammen. Die Bedenken, ob die Treppe nicht zu steil bzw. zu schmal sei, werden die Planer prüfen und - falls notwendig - berücksichtigen.

"Wir wollen die Spuren der Geschichte nicht vergessen, aber gleichzeitg nichts machen, was rückwärtsgewandt ist", so umschrieb Barbara Rinke die Grundidee der Nordhäuser Stadtplanung und damit auch des künftigen Platzes.
Autor: nnz

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