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Mo, 08:25 Uhr
09.05.2016
Soziales Engagement:

SWG vermittelt Flüchtlinge

Die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) will ihre positiven Erfahrungen bei der Integration von Flüchtlingen mit anderen Unternehmen teilen und weiteren Asylbewerbern zu Jobs verhelfen. SWG-Chefin Inge Klaan hat deshalb kürzlich ein Treffen mit den Chefs von regionalen Hausmeisterdiensten und acht Eritreern organisiert...

Beratung in der SWG (Foto: SWG) Beratung in der SWG (Foto: SWG)
Die Firmen Rudi GmbH, Anlagen- und Gebäudeservice Machlitt sowie die Firma Niebelschütz erklärten sich im Ergebnis des Erfahrungsaustausches bereit, jeweils einen Asylbewerber aus Eritrea für eine sechswöchige Maßnahme zu beschäftigen.

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„Wir haben mit unseren beiden Praktikanten aus Eritrea nur positive Erfahrungen gemacht“, berichtete Klaan. Sie ermutigte die Unternehmer Frank Apitius, Mercedes Schalke und Gerd Machlitt, es der SWG nachzumachen. In einem Pilotprojekt hatte das Wohnungsunternehmen im vergangenen Jahr als erstes im Landkreis Flüchtlinge in Arbeit gebracht.

Klaan spricht mittlerweile von einer Erfolgsgeschichte. Seit gut vier Monaten arbeiten Mehari Jacob und Teesfalem Kifle im Hausmeisterdienst des Wohnungsunternehmens. „Bei uns ist es so viel besser gelaufen, als wir es am Anfang gedacht hätten“, berichtete Klaan.

Im Kontakt mit ihren deutschen Hausmeisterkollegen hätten Mehari und Teesfalem die deutsche Sprache recht gut und schnell gelernt. Sie seien zuverlässig und könnten mittlerweile schon eigenverantwortlich arbeiten. Anders als geplant, werden die beiden Männer zum Jahresende deshalb keine Ausbildung absolvieren, sondern gleich eine Festanstellung mit berufsbegleitender Qualifikation erhalten, erläuterte Klaan.

Die SWG-Chefin machte den Unternehmern gegenüber deutlich, dass sie in den Flüchtlingen eine Chance sehe, dem Fachkräftemangel im Bereich des Hausmeisterdienstes entscheidend begegnen zu können. Auch wenn der Aufwand in diesem Fall für den Arbeitgeber durchaus groß sei. Dieser Meinung schloss sich Bernd Herbote an, der als Teamleiter bei der Nordhäuser Arbeitsagentur unter anderem für die Vermittlung von Flüchtlingen verantwortlich ist. „Die sechswöchige Maßnahme soll deshalb dazu dienen, sich gegenseitig erst einmal kennenzulernen und zu schauen, ob alles passt“, verdeutlichte Herbote den Zweck des Praktikums.

An die Maßnahme könnte dann eine so genannte Einstiegsqualifikation von maximal einem Jahr Dauer anschließen, ehe die Afrikaner bei den Hausmeisterdiensten eine Ausbildung beginnen könnten. Momentan befinden sich in Nordhausen laut Herbote 21 Asylbewerber in einer so genannten Einstiegsqualifikation bei verschiedenen Unternehmen. „Mit allen haben wir wirklich nur gute Erfahrungen gemacht. Bis auf einen Teilnehmer sind noch alle dabei“, berichtete Herbote. Der Mann musste die Arbeit aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig beenden, sagte der Teamleiter und trat damit Gerüchten entgegen, wonach keiner der vermittelten Flüchtlinge noch in Arbeit sei.
Autor: red

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Kommentare
Treuhänder
09.05.2016, 08:46 Uhr
Vorzeigetaktik
Hier wird schon wieder der Versuch der Manipulation unternommen.
1. Die Männer aus Eritrea sind bereit länger als ein Jahr in Deutschland.

2. Sie sind keine Muslime, sondern Christen

3. Plötzlich bedarf es keiner Ausbildung mehr, sondern einer berufsbegleitenden Qualifikation.

Wie erfolgt dann die Eingruppierung in das Lohngefüge? Zum Beispiel zu ihren deutschen Kollegen, die vermutlich eine handwerkliche Ausbildung haben? Die einen Schulabschluss haben und eine Zeugnis der Handwerkskammer?

4. Können die Männer aus Eritrea, die sehr gut Deutsch sprechen können, auch deutsch schreiben? Ich glaube nicht nur, dass dies nicht der Fall ist, sondern ich weiß das.

Warum also immer die euphorischen Wasserstandsmeldungen mit Vorzeige-Kandidaten. Das ist ja wie bei Margot Honecker.
urbach44
09.05.2016, 19:34 Uhr
Gretchen 80/Manipulation
Offenbar legen es manche Kommentatoren immer darauf an, irgendetwas Negatives herauszupicken, insbesondere, wenn es sich um Flüchtlinge handelt. Wo wird denn in der Veröffentlichung der Versuch einer Manipulation gesehen ?

Die SWG war die erste Firma in Nordhausen, die versucht hat, Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich andere Firmen, die heute auch öfter in den Medien genannt werden, noch vornehm zurückgehalten.Die Schritte, die hier auch gemeinsam mit dem Jobcenter gegangen werden kann, man nur begrüßen.

Neben den genannten Hausmeisterdiensten haben sich mittlerweile eine ganze Reihe Nordhäuser und regionaler Unternehmen bereit erklärt, den eritreischen Flüchtlingen Möglichkeiten für Praktika zu geben. Ich kenne viele dieser Flüchtlinge persönlich und weiß, wie wichtig diese Tätigkeit für das Selbstwertgefühl dieser Menschen ist.

Dieser eingeschlagene Weg ist richtig und sollte auch zielstrebig weitergegangen werden, ungeachtet negativer Kommentare.
Zukunft
09.05.2016, 20:48 Uhr
Ausbildung
Flüchtlinge sollten gegenüber anderen nicht bevorzugt werden. Wer keinen Schulabschluss hat, kann doch keine Ausbildung beginnen oder gar eine berufsbegleitende Qualifikation machen. Das müssten ja alle "Schulabbrecher" derartige Möglichkeiten für einen Berufseinstieg bekommen.

In unserem Bildungssystem scheint nichts unmöglich zu sein. Ich frage mich, wäre das auch in einem anderen Land möglich, ohne irgendwelche Zeugnisse eine Ausbildung oder andere Qualifikation zu erlangen? Es muss der Gleichbehandlungsgrundsatz für alle gelten.
aradmer
09.05.2016, 22:12 Uhr
Suche auch ein feste Stelle als Hausmeister
Ich bin kein Flüchtling und bereits 54 Jahre alt und somit habe ich kaum eine Chance auf dem Arbeitsmarkt. Ich kenne nur Maßnahmen und Weiterbildungen durch ARGE mehr gab es nicht bei mir. Eine Maßnahme nach der anderen damit alle Träger was dran haben.Aber hier gab es Gelder für die Maßnahmeträger was gängige Prak. ist oder war.Über eine Festeinstellung als Hausmeister hätte ich mich auch gefreut !
kein
10.05.2016, 05:52 Uhr
Warum ...
veröffentlicht man nicht in der nnz oder beim Amt offene Stellen mit Lebensfähigem Einkommen ? Es gibt bestimmt genug Leute von hier die sich melden würden und froh wären endlich einen Job zu haben.
altmeister
10.05.2016, 08:09 Uhr
Da ist was dran...
Bei genauer und objektiver Betrachtung sind die Kommentare nicht unberechtigt, welche eine Bevorzugung und privilegierte Behandlung der Migranten benennen. Nicht im Ansatz werden gerade Menschen über 50 so intensiv gefördert und unterstützt, um sie in vernünftige Arbeit zu bringen!

Es ist berechtigt, dass die Frage gestellt wird, warum nicht solche Stellen, wie z.B. bei der SWG, einem einheimischen Arbeitssuchenden angeboten wurden und werden! Aber, da könnte man sich ja nicht in den Medien präsentieren und sich feiern lassen, das wäre ja nur etwas ganz Normales, nicht so wichtig. Schade, dass auf das Potential dieser Menschen verzichtet wird!
petra6758
10.05.2016, 15:31 Uhr
Aushebelung geltender Rechtsvorschriften
Meiner Meinung nach verstößt die SWG mit dieser Praxis gegen geltendes Recht,nämlich gegen das Gleichbehandlungsgesetz!!!
Es gibt auch viele deutsche junge Menschen ohne Schulabschluss.
Wer bitte gibt denen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt?
Das interessiert die SWG nicht, da wird 100%-ig auf einen entsprechenden Schulabschluß für eine Ausbildung bestanden!
Das geht so nicht, liebe SWG!!!!
Es kann nicht sein, dass für Flüchtlinge hier Sonderregelungen gelten!
Das ist falsche Toleranz und verstößt zum anderen gegen geltendes Recht!
Ich hoffe,dass bald jemand gegen diese nicht korrekte Praxis klagt.
Und da wundert man sich ,dass der Unwille bei der einheimischen Bevölkerung immer grösser wird?
snatchie
11.05.2016, 13:04 Uhr
@petra6758 - Chancen gibt es für alle, Einsatz ist gefragt!
Es gibt jede Menge Angebote für (deutsche) junge Erwachsene ohne Schulabschluss: Schulabschluss nachholen, eine EQ (Einstiegsqualifizierung), überbetriebliche Ausbildung, ABH (ausbildungsbegleitende Hilfen) und und und

All dies steht auch Deutschen offen, die es unter besseren Rahmenbedingungen (deutsche Muttersprache, soziales Netz, kein Krieg im Land...) nicht zu einem Abschluss gebracht haben.

Dagegen ist es KEINE Voraussetzung einen formalen Schulabschluss zu haben, um eine Ausbildung zu beginnen. Es macht natürlich Sinn, eine gewisse Vorbildung zu haben, damit man die Berufsschule schafft. Wenn man aber einzelnen Leuten zutraut, innerhalb kurzer Zeit in einer fremden Sprache in der Berufsschule mitzuhalten, dann sollte diese Chance nicht vertan werden.

Das Genöle und das Ausspielen von Flüchtlingen gegen Deutsche geht mir auf den Geist. Mir ist es lieber, vermittelbare Flüchtlinge bekommen eine vernünftige Berufsperspektive, statt jahrelang über auch meine Steuern finanziert zu werden.
aradmer
11.05.2016, 23:51 Uhr
Betreff : Steuerverschwendung !
Betreff : vermittelbare Flüchtlinge bekommen eine vernünftige Berufsperspektive, statt jahrelang über auch meine Steuern finanziert zu werden.......
,,Das mag ja sein aber es gibt da ganz andere Steuerverschwendung und das regelmäßig und in ganz anderen Außmaßen dann sollte man da mal nachschauen,,
Sonntagsradler 2
12.05.2016, 11:21 Uhr
Hier
werden die deutschen Arbeitssuchenden so richtig ver... und über den Tisch gezogen. Wenn ein Deutscher sich um die Stelle beworben hat wurde er abgelehnt
Das alles ist Deutschland und noch viel mehr!
Günther Hetzer
12.05.2016, 17:44 Uhr
Ach da sind sie ja wieder....
Kann es sein, dass für Fotoshootings dieser Art immer die selben Kameraden "gecastet" werden, um dann völlig lust- und freudlos (sitzend oder stehend) für den "guten Zweck" zu posieren? Ob Sport, Spiel oder so etwas.....
henyklein
13.05.2016, 10:33 Uhr
Lernfrage
Lernfragen und völlig provokationsfrei:

1. Wieso gibt es bei der SWG überhaupt freie Stellen bei 10.000 Erwerbslosen im Landkreis? Es ist schwer nachzuvollziehen, dass es da einen "Fachkräftemangel im Bereich des Hausmeisterdienstes" gegeben haben soll. Wenn nun Leute auf diesen Job quaiifiziert werden, ist das ja prima, aber warum wurde diesem dramatischen Engpaß nicht schon eher entgegen gewirkt?

2. Erfolgt die Entlohnung der Immigranten auf Basis der geltenden Tarife?

3. Welchen rechtlichen Status haben die genannten Einwanderer?

Danke schon jetzt für eine Aufklärung.

Henry Klein
Taiko
13.05.2016, 16:30 Uhr
Ähnlich wie @henyklein würde ich auch fragen.
Wie viele Stellenausschreibungen der SWG gab es, bevor die Fachkräfte aus Afrika eintrafen ? Ist das jetzt nur eine Realsatire oder will die SWG den Arbeitssuchenden aus NDH subtil mitteilen, daß sie fachlich mit den neuen Bürgern ohnehin nicht mithalten können ? Denn Arbeitssuchende gab es hier auch vorher genug.
GN24
14.05.2016, 14:30 Uhr
Erfogsgeschichte ?
Frau Klaan spricht von einer Erfolgsgeschichte !
Da frage ich mich doch worin der Erfolg liegt.
Jeder normale Arbeitnehmer geht auf Arbeit , und das nicht nur für einige Zeit , sondern ein Leben lang wenn er darf.
Eine Erfogsgeschichte wäre es , wenn es in Nordhausen keine Arbeitsuchenden gäbe. Ich denke mal, diesen Job hätten viele Langzeitarbeitslose mit Kusshand genommen.
Wieviele Bewerbungen gab es dann? Oder wurde es garnicht ausgeschrieben?
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