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Di, 07:55 Uhr
22.06.2004

nnz-Forum: FDP – Die brüllende Maus

Nordhausen (nnz). Wie viele nnz-Leser so verfolgt auch Marcus Golle-Hermann aus Bielen nun schon seit Wochen den Wahlkampf der FDP und studiert auch deren Pressemitteilungen. Doch immer öfter stellt sich nnz-Leser Golle-Hermann eine Frage...


Was wollen die eigentlich? Als erstes verwundern mich die FDP-Kandidaten für den Stadtrat und den Kreistag. Hier ist in meinen Augen eher ein Konvolut an ungewollten Persönlichkeiten. Da ist als bestes Beispiel ein Mann namens Martin Höfer. Dieser Herr war in der Zeit von 1990 bis 1994 bereits Mitglied der Nordhäuser Stadtverordnetenversammlung und hat sich dort nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Anfangs CDU-Mitglied, dann parteilos, dann wieder in der CDU und letztendlich in der FDP. Was soll man von einem solchen „Parteispringer“ halten? Kann ein solcher Mensch auch Politik im Interesse des Bürgers gestalten? Ich denke nicht, denn meiner Meinung nach geht er einzig und allein seinen Privatinteressen bzw. Privatkriegen nach.

Dies kann man sehr gut belegen, indem man in der unrühmlichen Vergangenheit des Herrn Höfer nachgrast. Seine persönliche Abneigung gegen Frau Klaan, Herrn Beyse und andere ist kein Geheimnis in Nordhausen. Das hat er in seinen Kolumnen als Stadtstreicher immer wieder zum Ausdruck gebracht. Die Krönung war aber im letzten Jahr, als er auf dem Rücken der Kinder vom Leimbacher Kindergarten Politik machen wollte. Das ist die unterste Schublade des politischen Denkens. Ich persönlich sehe nicht ein, warum jemand von mir ein Mandat erhalten soll, um seine privaten Dinge in den kommunalen Parlamenten zu erledigen. Die CDU hat Konsequenz bewiesen, indem sie Herrn Höfer nicht auf ihre Listen setzte. Das Ergebnis war halt sein Wechsel zur FDP, aber die CDU ist in meinen Augen damit glaubwürdiger geworden. Was ist nun, wenn Herr Höfer nicht in den Stadtrat und/oder Kreistag einzieht? Wechselt er dann zur SPD, PDS oder den Grünen? Oder versucht er mal wieder eine eigene Partei zu gründen? Lassen wir uns überraschen!

Der nächste unglaubwürdige Kandidat ist der gescheiterte Landtagskandidat Marcel Hardrath. Was will ein 22jähriger Student in der Politik ausrichten? Ihm fehlen einfach die Erfahrung und der politische Verstand der hierfür nötig ist. Für die Kommunalpolitik benötigt man auch viel Zeit, die ein Student eigentlich nicht haben sollte. In meinen Augen ist er auch nicht wählbar, wie die gesamte FDP. Diese Partei hat keinerlei Konzepte und hat sich in den letzten Jahren eher mit unsachlicher Kritik als mit konstruktiven Vorschlägen hervorgetan.

Ebenso unsachlich ist die Kritik an dem CDU-Flyer „Das Bild zur Wahl“. Was den Herrschaften der FDP scheinbar entgeht ist, dass die vergleichbare Boulevard-Zeitung keineswegs so unsachlich ist, wie sie hingestellt wird. Viele andere große Tageszeitungen kaufen ihre Nachrichten bei eben dieser Zeitung. Sie werden halt nur anders aufgemacht. Was aber die Seriosität angeht, da sollte die Nordhäuser FDP einmal Nachhilfe nehmen. Vor der Landtagswahl flatterte mir der „FDP-Kurier für Nordhausen“ in den Briefkasten. Hier wurden eher andere Parteien niedergemacht, als mit eigenen Konzepten aufzuwarten. Dieses Blatt hatte wirklichen Boulevard-Charakter. Was mich in diesem Zusammenhang auch interessiert, das ist die Finanzierung dieses Blattes.

Aber auch die CDU und die SPD sind für mich nicht wählbar. So sind die Flyer der CDU in einer Art und Weise verfasst, die man schon als unangenehme Anbiederung sehen muss. Auch die Kandidaten der CDU überzeugen mich nicht wirklich. Und bei der SPD ist meinem Erachten nach der Altersdurchschnitt schon wieder etwas zu hoch.

Alles in allem ist keine Partei für mich zur Kommunalwahl wählbar. Und ich hoffe für unsere Stadt und unseren Landkreis, dass die Mehrheit der anderen Bürger auch so denkt.
Marcus Golle-Hermann, Bielen

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnz

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