So, 15:24 Uhr
17.04.2016
Ergebnisdienst Handball
Mit unbändigem Willen und Kampfgeist zum Sieg
Es gibt so Tage, da gelingt dir fast alles. Die B-Jugend-Handballerinnen des Nordhäuser SV (NSV) hatten am Samstag so einen Sahnetag. Das Team von Anna Melina Gröne und Olaf Krieß setzte sich eindrucksvoll gegen den Landesliga-Spitzenreiter und Thüringenmeister Schlotheimer SV mit 27:20 (13:6) durch. Beste NSV-Werferin war Ella Krieß mit 13 Treffern...
Landesliga B-Jugend Handball NSV – Schlotheim
Man muss es nur wollen. Dieses Gefühl verstärkte sich in den vergangenen Monaten und Wochen immer mehr. Viermal trafen die Nordhäuserinnen in dieser Saison schon auf Schlotheim. Dreimal in der Thüringenliga, einmal in der Landesliga. Und immer siegte Schlotheim.
Nein, ein fünftes Mal sollte dies nicht passieren. Das hatten sich die NSV-Spielerinnen geschworen, das sah man in ihren Augen, das wurden in ihren Worten deutlich. Wir wollten heute unbedingt gewinnen, sagte Kreisspielerin Laura Krüger nach dem Schlusspfiff.
Man muss es nur wollen. Und wie das funktionierte, das demonstrierten die Gastgeberinnen im Spitzenspiel eindrucksvoll auf dem Parkett. Der erste Angriff saß: Clara Fiedler setzte über Rechtsaußen den ersten zählbaren Akzent – 1:0 (1.). Das zweite Element, die Abwehr, stand hervorragend. Ella Krieß agierte in der 5-1-Deckung als vorgezogene Spitze. Wie immer quirlig, ein ständiger Unruheherd, so dass Schlotheim phasenweise gezwungen wurde, aus der zweiten Reihe zu werfen. Der Ball verfehlte so oftmals das Ziel. Mal war die Latte, mal der Pfosten im Weg.
Noch dazu war es Emelie Heise, die mit Glanzparaden ihr Team auf Kurs hielt. Aus den gelungenen Aktionen schlug der NSV im Angriff gehörig Kapital. So war es dann Larissa Förster, die innerhalb von drei Minuten zum 3:1 erhöhte (4.). Die Anfangsphase sah sich richtig gut an. Vor allem in der Abwehr präsentierte sich der NSV in einer starken Verfassung. Früh wurde auf den ballführenden Gegenspieler herausgetreten, es wurde beherzt zugepackt und gegenseitig ausgeholfen. Die intensive Arbeit zahlte sich aus. Dem Gastgeber gelang es seinen Zwei-Tore-Vorsprung kontinuierlich über die Stationen 5:2 (9.) und 8:3 (15.) zum 10:4 (19.) auszubauen.
Die Gäste agierten zunehmend nervöser, was Ballverluste durch Abspiel- und Fangfehler zur Folge hatte. Der NSV reagierte – mit Toren. Bis zum Halbzeitpfiff enteilte er zum 13:6 und schaffte sich so eine ausgezeichnete Ausgangsposition für den zweiten Durchgang. Ein Schwächephase, Tore in doppelter Unterzahl und eine Humba: Die zweite Hälfte bot eine gute Mischung aus Spannung und Erleichterung. Zunächst setzte der Gastgeber weiterhin die Akzente. Allen voran durch Ella Krieß, die sich von der Siebenmeter-Linie gewohnt sicher präsentierte – 14:6 (26.). Insgesamt verwandelte sie sieben Strafwürfe. Anschließend erhöhte Clara Fiedler über Außen zum 15:6 (26.). Das nächste Achtungszeichen setzte Emelie Heise, die einen Siebenmeter parierte.
Selbst als der NSV in der Mitte der zweiten Hälfte in doppelter Unterzahl agierte, trumpfte er auf. Clara Fiedler netzte zum vielumjubelten 19:13 ein (37.). Die Art und Weise, wie der Gastgeber spielte, kostete Kraft. Die Gäste nutzten die Schwächephase und verkürzten zum 20:17. Nach zwei kurz aufeinander folgenden Auszeiten fand der NSV wieder in die Erfolgsspur zurück. Innerhalb weniger Minuten wuchs der Vorsprung auf acht Tore zum 25:17 an. Schlotheim haderte etwas mit sich, es fehlte das nötige Quäntchen Glück im Abschluss, so dass der NSV bis zum Schlusspfiff die Oberhand behielt und seinen ersten Saisonsieg gegen den Schlotheimer SV einfuhr. Dementsprechend groß war die Freude: Die NSV-Mädels stimmten die Humba an, während sie ausgelassen im Jubelkreis auf- und absprangen.
Man muss es nur wollen. Doch der Wille allein reichte nicht. Was der NSV noch bieten konnte, war unbändiger Kampf. Ich freue mich riesig über die Leistung der Mannschaft. Sie waren unheimlich motiviert und haben richtig gekämpft, hatte Anna Melina Gröne beobachtet. Doch nicht nur die Spielerinnen auf dem Parkett gaben Vollgas. Ich habe in einem Spiel noch nie so viel geschrien, erklärte sie mit heiserer Stimme. Die lautstarken Anweisungen von der Bank galten sicherlich auch dem Angriff. Wir haben uns dort zu wenig bewegt und zu wenig Spielzüge gezeigt. In diesem Element fehlt es also noch ein wenig an der Feinjustierung. Möglichkeiten zur Anwendung gibt es noch in der Thüringenliga und in der Landesliga. Man darf gespannt sein, ob es dann weitere Sahnetage werden.
Nordhäuser SV: Emelie Heise – Ella Krieß (13), Clara Fiedler (5), Nelly Frank, Sophie Schröder, Emma Langner (1), Larissa Förster (4), Jenny Galonska (4), Laura Krüger
Sandra Arm
Autor: redLandesliga B-Jugend Handball NSV – Schlotheim
Man muss es nur wollen. Dieses Gefühl verstärkte sich in den vergangenen Monaten und Wochen immer mehr. Viermal trafen die Nordhäuserinnen in dieser Saison schon auf Schlotheim. Dreimal in der Thüringenliga, einmal in der Landesliga. Und immer siegte Schlotheim.
Nein, ein fünftes Mal sollte dies nicht passieren. Das hatten sich die NSV-Spielerinnen geschworen, das sah man in ihren Augen, das wurden in ihren Worten deutlich. Wir wollten heute unbedingt gewinnen, sagte Kreisspielerin Laura Krüger nach dem Schlusspfiff.
Man muss es nur wollen. Und wie das funktionierte, das demonstrierten die Gastgeberinnen im Spitzenspiel eindrucksvoll auf dem Parkett. Der erste Angriff saß: Clara Fiedler setzte über Rechtsaußen den ersten zählbaren Akzent – 1:0 (1.). Das zweite Element, die Abwehr, stand hervorragend. Ella Krieß agierte in der 5-1-Deckung als vorgezogene Spitze. Wie immer quirlig, ein ständiger Unruheherd, so dass Schlotheim phasenweise gezwungen wurde, aus der zweiten Reihe zu werfen. Der Ball verfehlte so oftmals das Ziel. Mal war die Latte, mal der Pfosten im Weg.
Noch dazu war es Emelie Heise, die mit Glanzparaden ihr Team auf Kurs hielt. Aus den gelungenen Aktionen schlug der NSV im Angriff gehörig Kapital. So war es dann Larissa Förster, die innerhalb von drei Minuten zum 3:1 erhöhte (4.). Die Anfangsphase sah sich richtig gut an. Vor allem in der Abwehr präsentierte sich der NSV in einer starken Verfassung. Früh wurde auf den ballführenden Gegenspieler herausgetreten, es wurde beherzt zugepackt und gegenseitig ausgeholfen. Die intensive Arbeit zahlte sich aus. Dem Gastgeber gelang es seinen Zwei-Tore-Vorsprung kontinuierlich über die Stationen 5:2 (9.) und 8:3 (15.) zum 10:4 (19.) auszubauen.
Die Gäste agierten zunehmend nervöser, was Ballverluste durch Abspiel- und Fangfehler zur Folge hatte. Der NSV reagierte – mit Toren. Bis zum Halbzeitpfiff enteilte er zum 13:6 und schaffte sich so eine ausgezeichnete Ausgangsposition für den zweiten Durchgang. Ein Schwächephase, Tore in doppelter Unterzahl und eine Humba: Die zweite Hälfte bot eine gute Mischung aus Spannung und Erleichterung. Zunächst setzte der Gastgeber weiterhin die Akzente. Allen voran durch Ella Krieß, die sich von der Siebenmeter-Linie gewohnt sicher präsentierte – 14:6 (26.). Insgesamt verwandelte sie sieben Strafwürfe. Anschließend erhöhte Clara Fiedler über Außen zum 15:6 (26.). Das nächste Achtungszeichen setzte Emelie Heise, die einen Siebenmeter parierte.
Selbst als der NSV in der Mitte der zweiten Hälfte in doppelter Unterzahl agierte, trumpfte er auf. Clara Fiedler netzte zum vielumjubelten 19:13 ein (37.). Die Art und Weise, wie der Gastgeber spielte, kostete Kraft. Die Gäste nutzten die Schwächephase und verkürzten zum 20:17. Nach zwei kurz aufeinander folgenden Auszeiten fand der NSV wieder in die Erfolgsspur zurück. Innerhalb weniger Minuten wuchs der Vorsprung auf acht Tore zum 25:17 an. Schlotheim haderte etwas mit sich, es fehlte das nötige Quäntchen Glück im Abschluss, so dass der NSV bis zum Schlusspfiff die Oberhand behielt und seinen ersten Saisonsieg gegen den Schlotheimer SV einfuhr. Dementsprechend groß war die Freude: Die NSV-Mädels stimmten die Humba an, während sie ausgelassen im Jubelkreis auf- und absprangen.
Man muss es nur wollen. Doch der Wille allein reichte nicht. Was der NSV noch bieten konnte, war unbändiger Kampf. Ich freue mich riesig über die Leistung der Mannschaft. Sie waren unheimlich motiviert und haben richtig gekämpft, hatte Anna Melina Gröne beobachtet. Doch nicht nur die Spielerinnen auf dem Parkett gaben Vollgas. Ich habe in einem Spiel noch nie so viel geschrien, erklärte sie mit heiserer Stimme. Die lautstarken Anweisungen von der Bank galten sicherlich auch dem Angriff. Wir haben uns dort zu wenig bewegt und zu wenig Spielzüge gezeigt. In diesem Element fehlt es also noch ein wenig an der Feinjustierung. Möglichkeiten zur Anwendung gibt es noch in der Thüringenliga und in der Landesliga. Man darf gespannt sein, ob es dann weitere Sahnetage werden.
Nordhäuser SV: Emelie Heise – Ella Krieß (13), Clara Fiedler (5), Nelly Frank, Sophie Schröder, Emma Langner (1), Larissa Förster (4), Jenny Galonska (4), Laura Krüger
Sandra Arm












