So, 08:17 Uhr
17.04.2016
Landesversammlung des BUND
Biosphärenreservat Südharz gefordert
Der BUND Thüringen fordert die Thüringer Landesregierung auf, das im Koalitionsvertrag vereinbarte Klimaschutzgesetz schnellstmöglich zu verabschieden. Darin muss sich der Freistaat verpflichten, seinen Primarenergieverbrauch bis 2030 um 50% zu reduzieren...
Für die Klimagasemissionen muss bis 2030 eine Reduktion von mindestens 60% und bis 2050 von 95% bezogen auf das internationale Basisjahr 1990 verbindlich festgeschrieben werden. Weil diese Reduktionsziele nicht vom Land alleine erbracht werden können, fordert der BUND Thüringen, den Klimaschutz als kommunale Pflichtaufgabe im Klimaschutzgesetz zu verankern. Einen entsprechenden Leitantrag hat die Landesversammlung des BUND Thüringen am Samstag in Erfurt beschlossen.
Außerdem hat die Landesversammlung Ron Hoffmann als Landesvorsitzenden mit großer Mehrheit für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. Ebenso wurden Frank Henkel und Dirk Adams als Stellvertreter und Evelyn Höhn als Schatzmeisterin wieder in ihre Ämter gewählt. Als Beisitzern im Landesvorstand wurde Dagmar Becker bestätigt. Als weiterer Beisitzer wurde Robert Bednarsky neu in den Landesvorstand gewählt.
Klimaschutz braucht Verbindlichkeit. Ohne gesetzliche Verbindlichkeit verpuffen alle Ankündigungen zur Reduktion der Treibhausgase wie heiße Luft, sagte Ron Hoffmann, der alte und neue Landesvorsitzendes des BUND Thüringen. Wir müssen den Pro-Kopf-Ausstoß bei den Treibhausgasen in Thüringen von 9 auf weniger als 2 Tonnen pro Jahr reduzieren, wenn wir erreichen wollen, dass die Erderwärmung nicht um mehr als 1,5°C ansteigt, erklärte Hoffmann weiter. Er kritisierte, dass der Rückgang der Treibhausgasemissionen in Thüringen viel zu langsam erfolge. Wenn wir beim Klimaschutz nicht endlich auf die Tube drücken, werden wir dramatische Veränderungen des Klimas nicht mehr aufhalten, sagte Hoffmann.
Die Landesversammlung des BUND Thüringen forderte außerdem einstimmig die zügige Ausweisung des Biosphärenreservates Gipskarstlandschaft Südharz. Die Landesregierung wird aufgefordert, dazu umgehend einen qualifizierten Moderationsprozess mit den Menschen in der Region zu starten. Mit der Ausweisung eines Biosphärenreservates sollen die weltweit einzigartigen Lebensräume naturschutzrechtlich gesichert und nachhaltige Wirtschafts- und Nutzungsformen in der Südharzregion etabliert werden.
Autor: redFür die Klimagasemissionen muss bis 2030 eine Reduktion von mindestens 60% und bis 2050 von 95% bezogen auf das internationale Basisjahr 1990 verbindlich festgeschrieben werden. Weil diese Reduktionsziele nicht vom Land alleine erbracht werden können, fordert der BUND Thüringen, den Klimaschutz als kommunale Pflichtaufgabe im Klimaschutzgesetz zu verankern. Einen entsprechenden Leitantrag hat die Landesversammlung des BUND Thüringen am Samstag in Erfurt beschlossen.
Außerdem hat die Landesversammlung Ron Hoffmann als Landesvorsitzenden mit großer Mehrheit für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. Ebenso wurden Frank Henkel und Dirk Adams als Stellvertreter und Evelyn Höhn als Schatzmeisterin wieder in ihre Ämter gewählt. Als Beisitzern im Landesvorstand wurde Dagmar Becker bestätigt. Als weiterer Beisitzer wurde Robert Bednarsky neu in den Landesvorstand gewählt.
Klimaschutz braucht Verbindlichkeit. Ohne gesetzliche Verbindlichkeit verpuffen alle Ankündigungen zur Reduktion der Treibhausgase wie heiße Luft, sagte Ron Hoffmann, der alte und neue Landesvorsitzendes des BUND Thüringen. Wir müssen den Pro-Kopf-Ausstoß bei den Treibhausgasen in Thüringen von 9 auf weniger als 2 Tonnen pro Jahr reduzieren, wenn wir erreichen wollen, dass die Erderwärmung nicht um mehr als 1,5°C ansteigt, erklärte Hoffmann weiter. Er kritisierte, dass der Rückgang der Treibhausgasemissionen in Thüringen viel zu langsam erfolge. Wenn wir beim Klimaschutz nicht endlich auf die Tube drücken, werden wir dramatische Veränderungen des Klimas nicht mehr aufhalten, sagte Hoffmann.
Die Landesversammlung des BUND Thüringen forderte außerdem einstimmig die zügige Ausweisung des Biosphärenreservates Gipskarstlandschaft Südharz. Die Landesregierung wird aufgefordert, dazu umgehend einen qualifizierten Moderationsprozess mit den Menschen in der Region zu starten. Mit der Ausweisung eines Biosphärenreservates sollen die weltweit einzigartigen Lebensräume naturschutzrechtlich gesichert und nachhaltige Wirtschafts- und Nutzungsformen in der Südharzregion etabliert werden.

