So, 16:38 Uhr
08.07.2001
nnz-Forum: Gemeinsames Statement
Nordhausen (nnz). Im Streit um die effektivste Variante der Schulträgerschaft in der Stadt Nordhausen hat jetzt nnz-Leser Volker Theuerkauf erneut auf ein Statement der Stadt Nordhausen reagiert, das vom städtischen Pressesprecher Patrick Grabe unterzeichnet war.
Sehr geeehrter Herr Grabe,
zunächst hätte ich von Ihnen erwartet, daß Sie mir mitteilen, wessen Auffassung bzw. Meinung Sie hier wiedergeben, nachdem meine Gesprächserwartung an die Oberbürgermeisterin gerichtet war und die eigentliche Schulverwaltung Herrn Wahlbuhl untersteht. Zur Sache selbst wäre zu sagen, daß es für mich befremdlich ist, wenn die Stadt wiederholt die Auffassung des Landkreises wiedergibt. Es wäre glaubhafter, wenn sich die Oberbürgermeisterin und der Landrat in einem gemeinsamen Statement zu diesen Fragen äußern und dabei klar auf die abgewogenen Fakten eingehen würden, so das man diese am Ende als interessierter Bürger auch nachvollziehen kann. Eine Pressemitteilung vom Landrat in dieser Hinsicht konnte ich der Tagespresse noch nicht entnehmen.
Es ist weiterhin falsch, wenn Sie darstellen, ich sei der Meinung, dass keine Einsparungen in der (Schul-)verwaltung notwendig wären. Es hieß im Zusammenhang betrachtet "zunächst nicht vordergründig" und die Auffassungen unterscheiden sich hier wohl lediglich in der Prioritätensetzung. Auch wäre von Interesse mit welchen Elternsprechern die Frage der Schulträgerschaft geklärt wurde, denn eine Abstimmung gab es an den städtischen Schulen nicht.
Was Bürgernähe und die Entwicklung von Schulprofilen betrifft, so möchte ich bemerken, daß in diesem Zusammenhang die Art und Weise der Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung wohl keiner weiteren Ausführungen bedarf. Der Skandal besteht für mich auch nach und in der Kompromißlösung mit dem Evang. Schulzentrum fort. Abschließend verweise ich auf den § 13(2) ThürSchG. Dort ist die Frage Schulträgerschaft klar geregelt. Angesichts der Finanzlage der Stadt und den gesetzlichen Vorschriften ist die Diskussion um die Schulträgerschaft bei der Stadt für mich kein Thema, sondern vielmehr ein Relikt des Traums um die Kreisfreiheit. So sieht man das offenbar auch im Thüringer Finanzministerium, andernfalls habe ich keine Erklärung für die Äußerungen von Herrn Minister Trautvetter, welcher im Zusammenhang mit der Pleite der Stadt, neben dem Bauamt sofort die Schulträgerschaft abgeben würde.
Volker Theuerkauf, Steigerthal
Autor: nnzSehr geeehrter Herr Grabe,
zunächst hätte ich von Ihnen erwartet, daß Sie mir mitteilen, wessen Auffassung bzw. Meinung Sie hier wiedergeben, nachdem meine Gesprächserwartung an die Oberbürgermeisterin gerichtet war und die eigentliche Schulverwaltung Herrn Wahlbuhl untersteht. Zur Sache selbst wäre zu sagen, daß es für mich befremdlich ist, wenn die Stadt wiederholt die Auffassung des Landkreises wiedergibt. Es wäre glaubhafter, wenn sich die Oberbürgermeisterin und der Landrat in einem gemeinsamen Statement zu diesen Fragen äußern und dabei klar auf die abgewogenen Fakten eingehen würden, so das man diese am Ende als interessierter Bürger auch nachvollziehen kann. Eine Pressemitteilung vom Landrat in dieser Hinsicht konnte ich der Tagespresse noch nicht entnehmen.
Es ist weiterhin falsch, wenn Sie darstellen, ich sei der Meinung, dass keine Einsparungen in der (Schul-)verwaltung notwendig wären. Es hieß im Zusammenhang betrachtet "zunächst nicht vordergründig" und die Auffassungen unterscheiden sich hier wohl lediglich in der Prioritätensetzung. Auch wäre von Interesse mit welchen Elternsprechern die Frage der Schulträgerschaft geklärt wurde, denn eine Abstimmung gab es an den städtischen Schulen nicht.
Was Bürgernähe und die Entwicklung von Schulprofilen betrifft, so möchte ich bemerken, daß in diesem Zusammenhang die Art und Weise der Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung wohl keiner weiteren Ausführungen bedarf. Der Skandal besteht für mich auch nach und in der Kompromißlösung mit dem Evang. Schulzentrum fort. Abschließend verweise ich auf den § 13(2) ThürSchG. Dort ist die Frage Schulträgerschaft klar geregelt. Angesichts der Finanzlage der Stadt und den gesetzlichen Vorschriften ist die Diskussion um die Schulträgerschaft bei der Stadt für mich kein Thema, sondern vielmehr ein Relikt des Traums um die Kreisfreiheit. So sieht man das offenbar auch im Thüringer Finanzministerium, andernfalls habe ich keine Erklärung für die Äußerungen von Herrn Minister Trautvetter, welcher im Zusammenhang mit der Pleite der Stadt, neben dem Bauamt sofort die Schulträgerschaft abgeben würde.
Volker Theuerkauf, Steigerthal
Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht zwingend mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |
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Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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