Ellrich
Schnell mal Blut spenden
An der Regelschule in Ellrich war heute einiges los, während man oben eine Fotoausstellung eröffnete, wurden im Keller die Nadeln angesetzt. Die Blutspendezentrale hatte kurzfristig improvisieren müssen, aber die Spendebereitschaft der Ellricher wollte man sich nicht entgehen lassen...
60 bis 70 Konserven kommen dank der Spendenbereitschaft der Ellricher regelmäßig zusammen (Foto: Angelo Glashagel)
In Ellrich ist gerade einiges los, nicht nur in der Turnhalle hinter der Schule, die mit großen Schritten der Fertigstellung entgegen geht. Baumaßnahmen waren es auch die das Blutspendezentrum zum improvisieren zwangen. "Wir haben mit der Schule hier in Ellrich einen tollen Partner", sagte Sven Köhn, wäre es anders hätte man den Termin absagen müssen.
In Ellrich kommen regelmäßig 60 bis 70 Blutkonserven zusammen, "es wäre schade wenn wir darauf verzichten müssten", sagte Köhn. Schon morgen geht es weiter, dann ist man in Bad Frankenhausen zum Sondertermin bei der Bundeswehr. Am Samstag will man die einzige Wochenendsprechstunde eines Hausarztes im Landkreis nutzen und bei Dr. Uhlig in Obergebra von 9 bis 12 Uhr zur Spende bitten.
Autor: red
Kommentare
Günther Hetzer
09.03.2016, 15:46 Uhr
abartiges Geschäft
Ich verstehe jeden der mit einer Blutspende helfen und Menschenleben retten will. Jedoch finde ich dieses Geschäft das sich aus der Blutspende entwickelt hat, einfach nur abartig. Der Preis pro Liter Blut liegt für Krankenhäuser bei ca. 270,-€ (Tendenz steigend), für DRK und Co. ist dies inzwischen ein Milliarden Geschäft geworden. Der Spender beißt voller Freude etwas gutes getan zu haben in sein kostenloses Käsebrot oder Apfel.
Und DRK und Co. reiben sich die Hände.
Gleiches gilt für den Organ-, Kleider-, Sach- und Geldspenden.
Hinter den Fassaden der heiligen Helfer wie DRK und Co. lauern auch nur gierige Unternehmer die, die Hilfsbereitschaft und Gutgläubigkeit der Menschen ausnutzen und sich vom Leid und Elend anderer die Taschen vollmachen.
free Gigi
09.03.2016, 19:13 Uhr
Einspruch
leider muss ich Ihnen (übrigens das erste Mal) wiedersprechen. Ich bin langjähriger Spender und seit etwa 2 Jahren (+/-) bekommt man auch beim DRK statt der "Fressbeutel" eine Aufwandsentschädigung in Form von Bargeld. Gehe übrigens nur zum DRK und das auch nur nach den vorgegeben Ruhezeiten.
Recht haben Sie natürlich, was das Millarden-Geschäft mit dem Blut angeht.
I.H.
09.03.2016, 20:23 Uhr
Dumme Kommentare
Wer Blut spenden als "abartiges Geschäft" bezeichnet und nicht einmal weiß, wie die Bedingungen sind und wie sich die entsprechenden, preisgeprüften Kalkulationen zusammensetzen , dem ist nicht zu helfen. Das Selbe trifft auf die unqualifizierten Äußerungen zur Organspende zu!
Die öffentliche Wirkung solchen verbreiteten Dummfuges hilft absolut niemanden und ist sogar gefährlich. Das hilft keinem jetzigen oder potentiellen Patienten, der auf die Konserve oder das Organ angewiesen ist. Blutspenden ist kein Monopol des DRK und dringend benötigte Blut- oder Organspenden leben in unserem Land hauptsächlich immer noch von der Einsicht und Hilfsbereitschaft sozialisierter Mitbürger.
Günther Hetzer
10.03.2016, 08:44 Uhr
Wo bleiben die Fakten Egon?
@ Baxter,
ich finde es klasse, dass Sie regelmäßiger Spender sind. Sie helfen dadurch Menschen. Jedoch merkt man hier, wie flexibel und umkämpft das Milliardengeschäft mit dem Blut inzwischen ist. Vor noch wenigen Jahren hat sich u.a. das DRK gegen einen finanziellen Anreiz fürs Blutspenden ausgesprochen. (Aus ethischen Gründen) Und nun?
Und nun mein lieber Egon,
Sie sind also der Meinung, ich würde die "Kalkulationen" nicht kennen. Na dann, zeigen Sie mir eine schlüssige Kalkulationen.(eine kleine Hilfe für Ihre Argumentation: die Preise haben sich in den vergangenen Jahren fast verdoppelt) Jedoch bitte nicht jene, die auf Focus, T-Online oder sonst wo stehen. Da Sie scheinbar auch aus dem medizinischen Bereich kommen, (oder es zumindest vorgeben) können wir gern darüber reden, sofern Sie mir eindeutige Fakten nennen das ich mich irre. Das sich DRK und Co. massiv an den Spenden bereichern (egal welche Art von Spenden) ist doch hinlänglich bekannt. Das Blutspenden und Blutspender wichtig sind, da bin ich voll bei Ihnen. Jedoch ist das Geschäft um den roten Saft inzwischen fern ab von kostendeckenden Kalkulationen, hin zu einen profitablen Geschäft geworden. Egal ob DRK, Johanniter oder wer auch immer.
Janko
10.03.2016, 10:10 Uhr
gegenfrage, highvoltage:
könnten Sie Ihre fakten benennen, dass sich das DRK "massiv an den blutspenden bereichert"?
"es ist hinlänglich bekannt" ist kein untermauerbarer fakt.
Günther Hetzer
10.03.2016, 12:10 Uhr
@Janko, ich kanns "versuchen" :-)
Hallo Janko,
ich beschränke mich fürs erste auf ein Beispiel, welches aufzeigt, dass auch das DRK gut an dem Blut verdient.
Privatwirtschaftliche Blutspende-Dienste unterliegen der Publizitätspflicht und müssen somit ihre Finanzen offenlegen. Und siehe da, diese Unternehmen erzielen Gewinne. (und das gar nicht mal schlecht) Wenn man dabei betrachtet, dass diese Blutspende-Dienste nur einen sehr geringen Anteil vom "Markt" ausmachen, ist es doch mehr als logisch, dass auch der Marktführer (DRK) mit einem Anteil von 70-80% Gewinne erwirtschaftet. Zumal der Marktführer aufgrund seiner Bedeutung, die Preise vorgibt. Von "gemeinnützigen" Blutspende-Diensten werden keine Zahlen publiziert.
Ein Beispiel ist ein Blutspende-Dienst mit 4% "Marktanteil", welcher Blutspende-Zentren betreibt und zudem werden kleine Beträge pro Spende an den Spender gezahlt. Auch expandiert das Unternehmen ständig. Dieses Unternehmen erwirtschaftete einen Gewinn(!) von 10% des Umsatzes. (der Umsatz lag im dreistelligen Millionenbereich) Nun kann sich jeder ausrechnen was dann der Branchenprimus bei wahrscheinlich geringeren Kosten und einem knapp 20 mal größeren "Marktanteil" erwirtschaftet.
*Jahresabschlüsse der privatwirtschaftlichen Blutspende-Dienste finden Sie beim Bundesanzeiger, dort finden Sie auch die Zahlen des von mir als Beispiel verwendeten Unternehmen.
Auch zeigt der Fakt, dass das DRK die Preise nach der Abnahmemenge richtet. Die Abnahmemenge des Käufers, dürfte die anfallenden Kosten eigentlich nicht beeinflussen.(zumindest nicht im Bereich der freiwilligen Blutspenden) Außerdem variieren die Preise je nach Blutgruppe und jedem muss einleuchten das die Kosten für Lagerung, Transport etc. auch nicht Rhesusfaktor abhängig sind. Hier zeigen sich doch klar die Züge der Marktwirtschaft. Aber nun ja, ich kann mich ja auch irren....eher nicht!
I.H.
10.03.2016, 12:11 Uhr
Das DRK ist gemeinnützig
Er hat keine Fakten für seine Horrorgeschichten über die "gierigen" , "sich bereichernden" DRK'ler. Er kann gar keine haben. Das DRK ist gemeinnützig, das heißt die Margen müssen wieder in gemeinnützige Projekte reinvestiert werden. Beim Blut sind die Margen auch nicht sonderlich hoch. Zwischen 60 und 70% des Preises machen allein Abnahme, Spenderwerbung, Reisezirkus aus. dann kommt noch Labor...
Durch die Gemeinnützigkeit von DRK und Co. wird in Deutschland der Blutpreis im Vergleich zu anderen Ländern mit selben Standard sogar relativ niedrig gehalten. Die gewinnorientierten Privatanbieter wie z.B. Haema können die Preisschraube gar nicht hochdrehen wie sie gern möchten, weil wir z.B. das DRK haben!
Er möchte nur die Menschen verunsichern und nutzt da dazu irgendwelchen Blödsinn, welchen er vermutlich auf einer Weltverschwörerseite fand. Oder er hat's gar selbst erfunden.
Gefährlich ist sein Nonsens trotzdem, denn manch einer läßt sich vermutlich durch solche Horror- und Neidgeschichten vom Spenden abhalten. Dadurch steigt dann wirklich der Blutpreis, denn es muss wieder mehr in die Spendergewinnung investiert werden.
s.koehn
10.03.2016, 14:06 Uhr
Bitte halten die sich doch an wahre Fakten!
Sehr geehrter Damen und Herren, ich finde es sehr schön das unser Beitrag zur gestrigen Blutspendeaktion in Ellrich so reges Interesse findet. Leider aber lese ich hier eine Vielzahl von falschen Fakten. Ich bitte sie Ihre Quellen doch bitte vorher zu prüfen und nicht die Blutspender mit Unwahrheiten oder Halbwissen zu verunsichern.
Ich freue mich gerne über eine ehrliche und fachlich fundierte Kritik oder Diskussion.
sven.koehn@shk-ndh.de
03631412453
Mit feindlichen Grüßen
Sven Köhn
Spende Koordinator
Blutspendezentrale
Südharz Klinikum Nordhausen
s.koehn
10.03.2016, 15:35 Uhr
Ergänzung
Die "feindlichen Grüße" sollten eher "Freundliche Grüße" sein!
MfG
Sven Köhn
Günther Hetzer
10.03.2016, 17:58 Uhr
Widerlegen, nicht lamentieren!
Herr Koehn,
bitte widerlegen Sie doch die aus Ihrer Sicht falschen Aussagen und reden nicht nur davon, dass Sie hier "falsche" Aussagen und "Unwahrheiten" lesen.
Wo sind die Unwahrheiten und wie sieht die Realität aus?
Welche Quellen gilt es zu prüfen? Bundesanzeiger und Internetpräsenzen von Spenden-Diensten? Ich halte diese für sehr verlässlich!
Zudem wurde über das SHK in diesem Zusammenhang gar nicht gesprochen, also warum klinken Sie sich so vehement zur Wehr? Gruß an die (g)GmbH ...
Peppone
10.03.2016, 19:38 Uhr
Rhesusfaktor: B(eratungsresistent)
Was soll Herr Köhn hier widerlegen @Highvoltage? Das Thema gGmbH und Gemeinnütziger Verein haben Sie leider nicht verstanden. Das Thema ist aber zu wichtig, um es Geschichtenerzählern wie Ihnen zu überlassen.
Janko
11.03.2016, 00:51 Uhr
ich finde es immer wieder erstaunlich...
...aber doch gerade deshalb ermutigend, dass mit leuten wie high- "komm mir nicht mit tatsachen, ich hab doch schon eine meinung"- voltage doch noch immer sachlich zu argumentieren versucht wird.
Ich selbst habe das, wenn es um thügida usw ging, ja schon längst aufgegeben, aber fein, dass er auch in anderen verqueren "nur meine sicht ist die wahre"-anschauungen gegenwind erhält.
Nur leider ist es wirklich wahr: in diesem speziellen fall schadet er auch seinen deutschen Mitbürgern, wenn er quasi zum boykott der blutspende aufruft.
Günther Hetzer
11.03.2016, 06:54 Uhr
Brotkrumen?
Hat hier irgendjemand mit Brotkrumen geworfen? Plötzlich sind alle V... da! Wie in diesem Kinderlied ... :-)
Gemeinnützig nennt sich heute jeder, der mit der Gut Gläubigkeit und Hilfsbereitschaft anderer verdienen will. Das Märchen von gemeinnützigen Kliniken und Organisationen ist doch schon alt. Mittlerweile ist alles nur noch knallhartes Business. Wer mir also erzählen will, dass Spendenorganisationen oder Kliniken in erster Linie an die Menschen denken, lebt 365 Tage in einer Mischung aus Karneval und Hollywood.
Janko... wo sind den die Tatsachen, gegen die ich resistent zu sein scheine? Bitte sagen Sie es mir, helfen Sie einem jungen Menschen... und wenn Sie einmal dabei sind, erklären Sie mir doch bitte noch schnell: WO ICH ZUM BOYKOTT AUGERUFEN HABE?! Welchen Film schieben Sie denn bitte? 3 und 3 macht 7.... ich mach die Welt wie sie mir gefällt. ... Nennen Sie sich lieber Herr Nielsson.
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