Sa, 08:54 Uhr
27.02.2016
Aufgespießt
Die Rückkehr einer Amtsleiterin
Wenn man keinen Spielplatz in der kommunalen Politik hat, dann greift in die Personal-Kiste. Und so machte dieser Tage im Nordhäuser Rathaus die mögliche Rückkehr einer ehemaligen Amtsleiterin die Runde...
Frau Dr. Cornelia Klose, war Leiterin der Gedenkstätte Mittelbau Dora, war Kulturamtsleiterin und dann Leiterin des Nordhäuser Museums namens Flohburg. Dann plötzlich, im vergangenen Jahr, war sie gekündigt. Fristlos.
Im Nordhäuser Rathaus sollen mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einen Rausch des Frohsinns ausgebrochen sein. Endlich Gerechtigkeit - so schallte es durch einige Flure.
Nicht so in den dicht gewobenen kulturellen Zirkeln dieser Rolandstadt. Da wurden Heerscharen von Frauen und Männern bemüht, die Frau Klose in den allerhöchsten Tönen zu loben. Fördervereine brachen in förmliches Heulen aus, wie es denn sein könne, dass eine Leiterin, die soviel für die Menschen dieser Stadt getan habe, nun mit Schimpf und Schande aus dem Rathaus, nein, aus der Flohburg gejagt wurde. Und eine eingewebte Öffentlichkeit stieß munter mit in das Horn.
Arbeitszeitverletzungen seien es gewesen, die als Kündigungsgrund angegeben wurden. Auch soll es eine Abmahnung aus dem Jahr 2007 gegeben haben, heißt es. Aber, das sei vermutlich bei einer hochverdienten ehemaligen Amtsleiterin nicht so schlimm. Bei einem normalen Mitarbeiter wäre das schon gerechtfertigt gewesen.
Frau Klose kehrt ins Rathaus zurück (Foto: Martin Höfer)
Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh hatte sich entschieden, die fristlose Kündigung wurde verschickt, die Vorbereitung durch das verantwortliche Amt soll indes mehr als suboptimal gewesen sein, hörte man. Nun jedenfalls, im nächsten Monat, soll das Nordhäuser Arbeitsgericht ein Urteil sprechen. Es sieht danach aus, dass die ehemalige Amtsleiterin wieder zurück kann, in die Stadtverwaltung. nnz-Karikaturist Martin Höfer hat dazu seinen Eindruck zu Papier gebracht.
Peter-Stefan Greiner
Autor: redFrau Dr. Cornelia Klose, war Leiterin der Gedenkstätte Mittelbau Dora, war Kulturamtsleiterin und dann Leiterin des Nordhäuser Museums namens Flohburg. Dann plötzlich, im vergangenen Jahr, war sie gekündigt. Fristlos.
Im Nordhäuser Rathaus sollen mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einen Rausch des Frohsinns ausgebrochen sein. Endlich Gerechtigkeit - so schallte es durch einige Flure.
Nicht so in den dicht gewobenen kulturellen Zirkeln dieser Rolandstadt. Da wurden Heerscharen von Frauen und Männern bemüht, die Frau Klose in den allerhöchsten Tönen zu loben. Fördervereine brachen in förmliches Heulen aus, wie es denn sein könne, dass eine Leiterin, die soviel für die Menschen dieser Stadt getan habe, nun mit Schimpf und Schande aus dem Rathaus, nein, aus der Flohburg gejagt wurde. Und eine eingewebte Öffentlichkeit stieß munter mit in das Horn.
Arbeitszeitverletzungen seien es gewesen, die als Kündigungsgrund angegeben wurden. Auch soll es eine Abmahnung aus dem Jahr 2007 gegeben haben, heißt es. Aber, das sei vermutlich bei einer hochverdienten ehemaligen Amtsleiterin nicht so schlimm. Bei einem normalen Mitarbeiter wäre das schon gerechtfertigt gewesen.
Frau Klose kehrt ins Rathaus zurück (Foto: Martin Höfer)
Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh hatte sich entschieden, die fristlose Kündigung wurde verschickt, die Vorbereitung durch das verantwortliche Amt soll indes mehr als suboptimal gewesen sein, hörte man. Nun jedenfalls, im nächsten Monat, soll das Nordhäuser Arbeitsgericht ein Urteil sprechen. Es sieht danach aus, dass die ehemalige Amtsleiterin wieder zurück kann, in die Stadtverwaltung. nnz-Karikaturist Martin Höfer hat dazu seinen Eindruck zu Papier gebracht.
Peter-Stefan Greiner

