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Mo, 10:58 Uhr
08.02.2016
Politische Satire bei pro vita

Hammer und Hart

Die zukünftigen Erzieher der pro Vita Akademie schreiben und inszenieren im zweiten Ausbildungsjahr ein eigenes Theaterstück und bringen es auf die schuleigene Bühne, das hat Tradition. In einer Zeit, in der Politikverdrossenheit und Desinteresse gerade Jugendlichen nachgesagt wird, haben sich die jungen Darsteller sich dieses Jahr diesem Thema mit dem Stück "Hammer und Hart" gestellt...

Sie wollen der Gesellschaft einfach mal den Spiegel vorhalten und persiflieren den alltäglichen Medienrummel um Politiker und ihre Vorstellungen, das Land richtig umzugestalten. Im Rahmen einer Talkshow, wie wir sie auf jedem TV-Sender täglich erleben können, setzen sich zwei Politiker mit den beiden Moderatoren Hammer und Hart auseinander.

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Mit Witz und Ironie zeigen sie dem Zuschauer, was sich manchmal hinter Politik verbergen kann. Beide wollen gern Bundeskanzler/in werden und das mit allen Mitteln: die alternative Frau Chicoree und der konservative Herr Schmidts. Dabei versucht jeder sein Wahlprogramm an den Mann oder die Frau zu bringen („Jedes Neugeborene eine eigene Homepage und freie Jagd für alle Männer“). Beide liegen in den Prognosen dicht beieinander und diese Debatte soll es nun entscheiden. Die Klasse versetzt das Publikum in die Rolle des Fernsehzuschauers, dem eine typische Talkshow mit Werbeunterbrechungen und Liveschaltung präsentiert wird. Zum Schluss soll dann der Zuschauer entscheiden, wer dieses Duell gewonnen hat.

"Hammer und Hart" auf der pro Vita Studiobühne (Foto: Uwe Rüdiger) "Hammer und Hart" auf der pro Vita Studiobühne (Foto: Uwe Rüdiger)

Dabei werden zahlreiche Klischees der Parodie und des Humors meisterlich bedient. So stellen sich die beiden Kontrahenten im Privaten mit ihrer speziellen Weltsicht vor, welche im Endeffekt im politischen Manifest der konservativen Partei der Männer und der alternativen Partei, mit selbst gebackenen Plätzchen, endet. Beide Politiker lassen die Redakteurin der Talkshow, bereits hier, fast verzweifeln. Sie beweisen, dass sie eigentlich für die Politik unfähig sind, wollen aber Bundeskanzler/in werden. Alle Darsteller spielten ihre Rollen mit viel schauspielerischem Talent und überzeugten das Publikum auf der ganzen Linie. Dieses belohnte sie mit reichhaltigem Applaus und den besten Wünschen für die nächsten Aufführungen.

"Hammer und Hart" auf der pro Vita Studiobühne (Foto: Uwe Rüdiger) "Hammer und Hart" auf der pro Vita Studiobühne (Foto: Uwe Rüdiger) Betreut wurde die Inszenierung von Deutschlehrer und Schulleiterin Sonka Trump sowie dem Schauspieler Klaus Heydenbluth, der während der letzten Proben noch einige Hinweise gab. Die pro vita Akademie kann auf die Erzieher 14/2 sehr stolz sein. Allen, die an diesem Abend nicht dabei waren, kann man nur raten: Das müssen sie gesehen haben! Übrigens auch ein Tipp für so manchen Berufspolitiker.

Weitere Termine: 9.2., 11.2., 16.2. und 18.2. jeweils um 19.00 Uhr im Studiotheater der pro vita Akademie (Geschwister- Scholl- Straße 9).
Uwe Rüdiger
Autor: red

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