Sa, 15:08 Uhr
02.01.2016
Familie mit Tradition
125 Jahre Friseure Höring
Das Haare schneiden liegt der Familie Höring im Blut. Seit 125 Jahren sind sie mit dem Friseurhandwerk fest verwurzelt. Dieses Jubiläum wurde heute im Salon in Niedersachswerfen gefeiert...
Die Zeiten waren nicht immer einfach, erinnert sich Rainer Höring. Begonnen hat alles mit Ottomar Höring, der 1890 als Friseurgeselle begann. Sein Gesellenbrief wurde eher zufällig gefunden, erklärt Tino Höring, der die Geschäfte leitet. Dadurch wurden wir auf die lange Familientradition aufmerksam.
1942 kaufte Ottomar Höring das Haus in der Kleinen Bahnhofstraße, hier ist der Stammsitz des Familienunternehmens, das Filialen in Ellrich und seit 20 Jahren auch im Nordhäuser Südharzklinikum betreibt. Damals gab es nur einen Herrensalon, erst 1945 wurde ein Damensalon eröffnet, erinnert sich Rainer Höring.
Das Tino Höring die Geschäfte einmal übernehmen kann, war nicht ganz einfach. Zur DDR-Zeit war das ein reiner Frauenberuf, es mussten Anträge an den Rat des Bezirkes gestellt werden, bevor er 1986 als einziger Mann im Kreisgebiet Friseur werden durfte. Gemeinsam mit acht Frauen lernte er das Handwerk. Es war eine schöne Zeit, lächelt Tino Höring.
Als privates Unternehmen im Sozialismus bestand die Schwierigkeit darin, Material zu besorgen. Wir fuhren bis nach Erfurt und hatten auch immer besonders guten Kaffee und den ein oder anderen Geldschein extra in der Tasche, berichtet Rainer Höring, der seine Lehre 1965 begann. Besonders Dauerwellen und Blondierpulver waren Raritäten in der DDR. Auch Tauschgeschäfte mit der PGH standen auf der Tagesordnung. Nunmehr arbeitet mit Sarah Höring die 5. Generation im Friseursalon. Sie hat im vergangenen Jahr als Gesellin an der Deutschen Meisterschaft teilgenommen.
Seit über 60 Jahren ist Frieda Wandrei Kundin im Friseursalon Höring. Das erste Mal kam ich mit 16 Jahren zum Haare schneiden, erinnert sich die 89jährige, die heute auch zum Jubiläum gratulierte. Sie gehört schon fast zur Familie und wird auch weiterhin dem Familienunternehmen treu bleiben. Ich bin hier immer sehr zufrieden, sagt Frieda Wandrei. Ein besseres Kompliment kann man den Hörings sicherlich nicht machen.
Sandra Witzel
Autor: swiDie Zeiten waren nicht immer einfach, erinnert sich Rainer Höring. Begonnen hat alles mit Ottomar Höring, der 1890 als Friseurgeselle begann. Sein Gesellenbrief wurde eher zufällig gefunden, erklärt Tino Höring, der die Geschäfte leitet. Dadurch wurden wir auf die lange Familientradition aufmerksam.
1942 kaufte Ottomar Höring das Haus in der Kleinen Bahnhofstraße, hier ist der Stammsitz des Familienunternehmens, das Filialen in Ellrich und seit 20 Jahren auch im Nordhäuser Südharzklinikum betreibt. Damals gab es nur einen Herrensalon, erst 1945 wurde ein Damensalon eröffnet, erinnert sich Rainer Höring.
Das Tino Höring die Geschäfte einmal übernehmen kann, war nicht ganz einfach. Zur DDR-Zeit war das ein reiner Frauenberuf, es mussten Anträge an den Rat des Bezirkes gestellt werden, bevor er 1986 als einziger Mann im Kreisgebiet Friseur werden durfte. Gemeinsam mit acht Frauen lernte er das Handwerk. Es war eine schöne Zeit, lächelt Tino Höring.
Als privates Unternehmen im Sozialismus bestand die Schwierigkeit darin, Material zu besorgen. Wir fuhren bis nach Erfurt und hatten auch immer besonders guten Kaffee und den ein oder anderen Geldschein extra in der Tasche, berichtet Rainer Höring, der seine Lehre 1965 begann. Besonders Dauerwellen und Blondierpulver waren Raritäten in der DDR. Auch Tauschgeschäfte mit der PGH standen auf der Tagesordnung. Nunmehr arbeitet mit Sarah Höring die 5. Generation im Friseursalon. Sie hat im vergangenen Jahr als Gesellin an der Deutschen Meisterschaft teilgenommen.
Seit über 60 Jahren ist Frieda Wandrei Kundin im Friseursalon Höring. Das erste Mal kam ich mit 16 Jahren zum Haare schneiden, erinnert sich die 89jährige, die heute auch zum Jubiläum gratulierte. Sie gehört schon fast zur Familie und wird auch weiterhin dem Familienunternehmen treu bleiben. Ich bin hier immer sehr zufrieden, sagt Frieda Wandrei. Ein besseres Kompliment kann man den Hörings sicherlich nicht machen.
Sandra Witzel





