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Mi, 15:30 Uhr
09.06.2004

Von Kreuzen und aufgemotzten Kisten

Nordhausen (nnz). Tiefer, breiter, schneller - so wollen vor allem Jungs ihre Autos sehen. Nicht alles, was geht, ist auch erlaubt. Polizei und Kreisverkehrswacht informierten junge Fahrer im IKL Bildungszentrum.

Von Kreuzen und aufgemotzten Kisten (Foto: nnz) Von Kreuzen und aufgemotzten Kisten (Foto: nnz) Mit Dröhnen rast ein seltsames Fahrzeug von hinten heran und versucht auf der engen Landstraße zu überholen. Wenn das nicht klappt, dann klebt es einem förmlich an der Stoßstange. Diese Situation kennt sicher jeder Autofahrer. „Schon wieder ein Jugendlicher, ob der wohl ankommt,“ wird er sich denken.

Damit in Zukunft weniger Kreuze am Straßenrand stehen, veranstaltet die Kreisverkehrswacht gemeinsam mit der Polizei zum dritten Mal einen Verkehrssicherheitstag im IKL Bildungszentrum. Zusammen mit der staatlichen berufsbildenden Schule für Gesundheit, Soziales und Wirtschaft, dem Berufsbildungszentrum für den Straßenverkehr, der Johanniter Unfallhilfe, der DEKRA, dem Optiker Ebert und den Falken gab es die Möglichkeit für die Schüler sich heute von 9.00 bis 15.30 Uhr zu informieren.

Junge Autofahrer zwischen 18 und 25 Jahren gelten als besonders gefährdet. Ihre Risikobereitschaft ist zu hoch, besonders bei Jungs verstärkt durch Gruppendruck und Imponiergehabe. Sie sind es auch, die verschiedene Veränderungen an ihren Fahrzeugen vornehmen, nicht immer legal.

Viele Produkte zur Gestaltung der Autos sind frei im Handel zu kaufen, nur mit einer kleinen Notiz versehen, daß der Betrieb im Bereich der StVO nicht gestattet ist. Sicher hat jeder schon mal die blauen Lämpchen an PKWs gesehen, und im ersten Moment gedacht, es ist diePolizei. Genau das ist der Grund, warum solche Zierden nicht gestattet sind. Nur Einsatzfahrzeuge dürfen ein blaues Licht benutzen. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion erfuhren die meist männlichen Teilnehmer was sie an ihren Wagen verändern dürfen und was nicht. Auskunft gaben der Dipl.-Ing. Frank Ermisch von der DEKRA und Polizeihauptkommissar Schulze.

Zu einen anderen, unberechenbaren Thema wollte Amtsanwalt Weyh vom Landgericht Mühlhausen mit den Jugendlichen ins Gespräch kommen. Drogen sind für viele junge Leute nichts mehr, was mit sozialem Abstieg und Junkies in Verbindung gebracht wird. Vor allem Mädchen probieren synthetische Drogen wie Extasy. Jungen kiffen lieber. Daß die Fahrtüchtigkeit darunter genauso leidet wie beim Konsum von Alkohol, wollen viele nicht wahrhaben. Hier ist Aufklärung besonders wichtig.

Beim Alkohol sind die Unfallzahlen im Bereich der jungen Fahrer rückläufig, bei Drogen steigen sie. Inzwischen kann aber deren Konsum genauso schnell festgestellt werden wie beim Pustetest. Die Polizisten brauchen nur ein Teststäbchen auf die Haut legen. Somit können jetzt auch berauschte Fahrer ganz schnell ertappt werden.

„Erleben, erkennen, erfahren“ lautet das Motto der Aktion. Deshalb sind auch ein Fahrsimulator und der Gurtschlitten mit dabei. Hier können Jugendliche ihre Reaktionen testen und die Wucht eines Aufpralls bei einem Unfall am eigenen Leib spüren. Wer sich bisher nicht anschnallen wollte, wird dann erkennen, warum das doch ganz gut ist.

Beim Verkehrsquiz konnten die Schüler nicht nur ihr Wissen erweitern, sondern auch eine Hauptuntersuchung, ein Sicherheitstraining und andere Preise rund ums Auto gewinnen. Über 300 Jugendliche konnten bei diesem Verkehrsicherheitstag erreicht werden, berichtete Dieter Köhler von der Kreisverkehrswacht. Er möchte sich bei allen bedanken, die diese Aktion unterstützt haben.

Am Mittwoch 16.06. findet in der gewerblichen Berufschule in der Straße er Genossenschaften ein Tag für junge Fahrer statt.
Autor: nnz

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