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Mi, 10:59 Uhr
09.06.2004

nnz-doku: Arbeitsmarkt im Mai 2004

Nordhausen (nnz). Die Nordhäuser Agentur für Arbeit hatte gestern die offiziellen Zahlen des Arbeitsmarktes für den Monat Mai veröffentlicht. In der doku-Reihe präsentiert die nnz wie immer den kompletten Bericht mit allen Fakten und Zahlen für Nordthüringen, auch zum Ausbildungsmarkt.


In der Agentur für Arbeit Nordhausen waren am Monatsende 29.554 Arbeitslose registriert, insgesamt 1.053 weniger als Ende April. In allen Thüringer Arbeitsagenturen erfolgte im Mai ein Abbau der Arbeitslosigkeit, wobei nur im Bezirk der Arbeitsagentur Erfurt mit 3 Prozent die Verringerung niedriger ausgefallen ist als in der Arbeitsagentur Nordhausen mit 3,4 Prozent Rückgang. Im Vergleich zum Vorjahr konnten in allen Thüringer Regionen rückläufige Zahlen festgestellt werden, nur in Nordthüringen hat sich der Abstand zum Vorjahr weiter erhöht. Ende Mai gab es 346 arbeitslose Personen mehr als vor einem Jahr. Diese Entwicklung resultiert aus einem Anstieg von 214 Arbeitslosen im Kyffhäuserkreis sowie 146 im Landkreis Eichsfeld. Dagegen ist im Landkreis Nordhausen keine Veränderung zum Vorjahr festzustellen.

Die Arbeitslosenquote beträgt für den Mai auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen 19,4 Prozent, auf der Basis der abhängigen zivilen Erwerbspersonen 21,0 Prozent. Diese Quoten wurden auf der Basis der Beschäftigtenstatistik per 30. Juni 2003 berechnet. Von Mai 2003 bis April 2004 lag der Berechnung dieser Quoten noch die Auswertung der Beschäftigung zum Stand Juni 2002 zu Grunde. Insgesamt verringerte sich die Bezugsgröße auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen um 1,3 Prozent, auf der Basis der abhängigen zivilen Erwerbspersonen sogar um 1,9 Prozent. Der Rückgang resultiert aus weniger sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die in Nordthüringen wohnen.

Bei den jungen Leuten unter 20 Jahren muss berücksichtigt werden, dass sich die Schulausbildungen verlängern und damit das Alter zum Ausbildungsbeginn erhöht hat. Außer im Bezirk der Geschäftsstelle Heiligenstadt hat sich in allen anderen Geschäftsstellen die Zahl der Erwerbspersonen verringert. In Heiligenstadt ist die Zahl aller Erwerbspersonen um 276 angestiegen, 130 davon sind als abhängige Erwerbspersonen registriert.

Im Monatsverlauf meldeten sich 3.300 Personen arbeitslos, 543 weniger als im April. Von den gemeldeten Personen verloren 1.467 eine Beschäftigung im ersten und fast 200 im zweiten Arbeitsmarkt. Seit Jahresbeginn haben die Mitarbeiter in den Arbeitsagenturen 21.606 Meldungen entgegengenommen, das waren über 700 mehr als im Vorjahreszeitraum. Aus der Arbeitslosigkeit wurden seit Jahresbeginn 21.893 Abmeldungen entgegengenommen, 1.680 mehr als im Vorjahreszeitraum. Diese Steigerung resultiert aus Abmeldungen in Trainingsmaßnahmen, die im vorigen Jahr noch nicht statistisch erfasst wurden.

2.100 Frauen und Männer begannen im Mai eine Beschäftigung, 427 davon vermittelte die Arbeitsagentur. Durch Eigeninitiative fanden 853 Frauen und Männer einen Job, und weitere 39 wurden durch beauftragte Institutionen in Arbeit vermittelt. Von diesen Arbeitsaufnahmen unterstützte die Arbeitsagentur 477 durch Eingliederungszuschüsse. Insgesamt 645 Arbeitnehmer konnten wieder ihr Arbeitsverhältnis bei ihrem vorherigen Arbeitgeber aufnehmen, und weitere 124 Arbeitslose wagten den Schritt in die Selbstständigkeit.

Zur Unterstützung der Beratung und Vermittlung gewährte die Arbeitsagentur seit Jahresbeginn in 10.572 Fällen Leistungen wie Reise- und Bewerbungskosten, das sind über 2.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Auch bei der Förderung der Arbeitsaufnahme durch Erstattung von Fahrkosten, Ausrüstungszuschüsse oder Trennungs - und Umzugskosten ist die Zahl der gewährten Fälle in den ersten fünf Monaten um ein Viertel auf 1.544 gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Beschäftigungsbegleitende Leistungen erhielten im Mai 2.958 Arbeitnehmer, fast 2.000 davon waren Eingliederungszuschüsse und für 822 Existenzgründer wurden Überbrückungsgelder oder Existenzgründerzuschüsse gewährt. In einer PSA befanden sich 107 Frauen und Männer, 51 davon im Alter unter 25 Jahren. Insgesamt wagten seit Jahresanfang 585 Nordthüringer den Schritt in die Selbstständigkeit. Dabei ist festzustellen, dass nur 4 Prozent im verarbeitenden und 18 Prozent im Baugewerbe eine Unternehmensgründung vornahmen. Zwei Drittel aller Neugründungen erfolgten im Bereich Handel und Gaststätten sowie im Dienstleistungssektor.

Der Ausbildungsmarkt
Ende des Berichtsmonat waren 3.886 Jugendliche als Bewerber um einen Ausbildungsplatz in der Berufsberatung gemeldet, 2.441 davon sind bisher noch nicht versorgt, das sind 56 weniger als vor einem Jahr. Insgesamt haben 915 Mädchen und Jungen, 100 weniger als vor einem Jahr, bereits einen Ausbildungsvertrag unterschrieben. 340 der Bewerber wählten eine weiterführende schulische Ausbildung. Von den 2.441 noch nicht vermittelten Ausbildungsplatzsuchenden haben 1.180 einen Abschluss der mittleren Reife, 670 einen Hauptschulabschluss und rund 260 eine Fachhochschul- oder Hochschulreife. Aus Sonderschulen sind noch 148 Mädchen und Jungen zu vermitteln, für diese werden vor allem Fördermaßnahmen entsprechend SGB III geprüft. Ohne einen Schulabschluss betreuen die Berufsberater noch 170 Jugendliche. Diese müssen über besondere Maßnahmen an eine Ausbildung herangeführt werden.

Ende Mai suchten 390, vorwiegend männliche Bewerber, eine Ausbildung in Metallberufen, 100 möchten gern den Beruf des Elektrikers erlernen, und an Bauberufen sind immer noch 360 Jugendliche interessiert. Von den insgesamt 322 Bewerbern für Organisations -, Verwaltungs - und Büroberufen haben Mädchen einen Anteil von 67 Prozent. 414 Bewerber wünschen eine Ausbildung zum Waren- und Dienstleistungskaufmann. Im Vergleich zum Vorjahr akquirierten die Berufsberater mit 1.100 Ausbildungsstellen 223 weniger. Ende Mai standen noch 578 dieser Stellen zur Besetzung an. Vermittlungsvorschläge sind für diese Stellen bereits erfolgt.

Insgesamt stellt sich die Situation am Ausbildungsmarkt noch schwieriger dar als vor einem Jahr. Die Berufsberater nutzen bei der Vermittlung auch die bundesweiten Ausbildungsstellen, um dem Defizit in Nordthüringen entgegenzuwirken. Im Landkreis Nordhausen hatten Ende Mai 407 Bewerber einen Ausbildungsvertrag unterschrieben, aber 855 suchen noch einen Ausbildungsplatz. Im Landkreis selbst sind von 373 akquirierten Stellen noch 185 nicht besetzt. Im Kyffhäuserkreis betreuen die Berufsberater seit Oktober 1.184 Jugendliche bei der Ausbildungsplatzsuche. 751 dieser Bewerber haben noch keinen Ausbildungsvertrag. Die Wirtschaftsunternehmen des Landkreis es stellten 285 Ausbildungsplätze bereit, für 140 liegen noch keine Ausbildungsverträge vor. Insgesamt 1.440 Mädchen und Jungen nahmen die Hilfe bei der Ausbildungsplatzsuche im Landkreis Eichsfeld in Anspruch. Ende Mai suchten noch 835 dieser Schulabgänger einen Ausbildungsbetrieb. Industrie und Handwerk des Landkreises stellten 442 Ausbildungsplätze den Berufsberatern zur Vermittlung bereit, bei 253 dieser Stellen haben sich die Unternehmen noch nicht endgültig für einen Bewerber entschieden.

Die Arbeitslosigkeit hat sich im Mai 2004 um 1.053 auf 29.554 verringert. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 346 Arbeitslose mehr. Für Bezirke der Agenturen für Arbeit gibt es keine saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen. Um die Entwicklung der Arbeitslosigkeit wenigstens näherungsweise von saisonalen Einflüssen zu bereinigen wird ein gleitender 12-Monatsdurchschnitt berechnet, der jeweils dem mittleren Monatswert zugeordnet wird. Für die letzten sechs Monate ist der Durchschnitt auf diese Weise jedoch nicht zu ermitteln. Ursprungswerte gleitender 12-Monatsdurchschnitt. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Nordhausen waren im Mai 967 Stellenangebote registriert, gegenüber April ist das ein Rückgang von 123. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 351 Stellen weniger. Ursprungswerte gleitender 12-Monatsdurchschnitt.

Stellenangebote
Für Bezirke der Agenturen für Arbeit gibt es keine saisonbereinigten Stellenzahlen. Um die Entwicklung der offenen Stellen wenigstens näherungsweise von saisonalen Einflüssen zu bereinigen, wird ein gleitender 12-Monatsdurchschnitt berechnet, der jeweils dem mittleren Monatswert zugeordnet wird. Für die letzten sechs Monate ist der Durchschnitt auf diese Weise jedoch nicht zu ermitteln. Betriebe und Verwaltungen meldeten der Agentur für Arbeit im Mai 582 Stellen, das waren 343 oder 37 % weniger als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn sind 3.103 Stellen eingegangen, gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 2.146 oder 41 % .

Artern
Die Arbeitslosigkeit hat sich im Mai um 195 auf 5.756 verringert. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 70 Arbeitslose mehr. Bei den Arbeitslosenquoten handelt es sich um die Vorjahreswerte. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im Mai 25,8 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 25,4 % belaufen. Im Mai meldeten sich 581 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 79 Personen oder 12 % weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 780 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 45 oder 5 % weniger als vor Jahresfrist. Der Stellenbestand belief sich in der Geschäftsstelle Artern im Mai unverändert auf 136. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 20 Stellen mehr.

Heiligenstadt
Die Arbeitslosigkeit hat sich im Mai um 256 auf 3.038 verringert. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 153 Arbeitslose mehr. Bei den Arbeitslosenquoten handelt es sich um die Vorjahreswerte. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im Mai 13,7 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 13,2 % belaufen. Im Mai meldeten sich 381 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 13 Personen oder 4 % mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 636 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 62 oder 11 % mehr als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Heiligenstadt waren im Mai 123 Stellenangebote registriert, gegenüber April ist das ein Plus von 1. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 49 Stellen weniger.

Leinefelde
Die Arbeitslosigkeit hat sich im Mai um 259 auf 5.875 verringert. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Arbeitslosen praktisch nicht geändert (-7 ). Bei den Arbeitslosenquoten handelt es sich um die Vorjahreswerte. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im Mai 16,2 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 16,0 % belaufen. Im Mai meldeten sich 744 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 69 Personen oder 10 % mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 1.006 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 44 oder 4 % weniger als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Leinefelde waren im Mai 203 Stellenangebote registriert, gegenüber April ist das ein Rückgang von 10. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 140 Stellen weniger.

Sondershausen
Die Arbeitslosigkeit hat sich im Mai um 149 auf 5.242 verringert. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 144 Arbeitslose mehr. Bei den Arbeitslosenquoten handelt es sich um die Vorjahreswerte. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im Mai 22,3 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 21,2 % belaufen. Im Mai meldeten sich 547 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 52 Personen oder 11 % mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 693 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 65 oder 10 % mehr als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Sondershausen waren im Mai 93 Stellenangebote registriert, gegenüber April ist das ein Rückgang von 6. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 73 Stellen weniger.
Autor: nnz

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