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Do, 11:04 Uhr
05.11.2015
Geplante Demonstration

Kein Aufmarsch- sondern ein Gedenktag

Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh und Dezernentin Hannelore Haase sind empört über einen geplanten Aufmarsch am 9. November durch die Nordhäuser Innenstadt unter dem so genannten Motto „Gegen Antideutsche Politik“. Der 9. November sei "kein Aufmarsch- sondern ein Gedenktag"...

„Ein Aufmarsch genau an jenem Tag, an dem wir an den Beginn der Verfolgung und systematischen Ermordung der 6 Millionen europäischen Juden am 9. November 1938 erinnern, ist geschmacklos und anmaßend. Der 9. November ist ein Gedenk- und kein Aufmarschtag“, so Haase und Zeh. „Wir bedauern, dass derartige Aufmärsche an diesem besonderen Gedenktag nicht verboten werden dürfen.“

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Die Stadtverwaltung lädt anlässlich des 77. Jahrestags der Novemberpogrome zu folgenden offiziellen Veranstaltungen ein:

Am 8. November gibt es um 15 Uhr eine Führung über den jüdischen Friedhof. Treffpunkt ist der Eingang zum Friedhof am Ammerberg.

Am 9. November sind um 14 Uhr alle Interessierten zu einem Gedenkrundgang mit Jugendlichen zu den „Stolpersteinen“ eingeladen, die an ehemalige verschleppte, geflüchtete oder ermordete jüdische Nordhäuser Bürger erinnern. An den Steinen sollen weiße Rosen niedergelegt werden. Treffunkt ist der Eingang zum „Kunsthaus Meyenburg“ in der Alexander-Puschkin-Straße 31.

Die offizielle Gedenkveranstaltung und Kranzniederlegung beginnt um 16 Uhr am Gedenkstein für die zerstörte Nordhäuser Synagoge gegenüber der Blasii-Kirche am Hagen.

Um 17 Uhr wird von dort aus der Gedenkweg entlang der Stolpersteine fortgesetzt. zur Stele vor dem Rathaus. Dort soll bis 22 Uhr eine Mahnwache geben zum Gedenken an die ermordeten Juden. Während der Mahnwache werden Auszüge aus dem Buch „Das Schicksal der Nordhäuser Juden“ von Dr. Manfred Schröter gelesen.
Autor: red

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Kommentare
Günther Hetzer
05.11.2015, 11:31 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Beitrag
Paulinchen
05.11.2015, 12:54 Uhr
Der 9. November...
...ist ohnehin schon ein Tag, an dem in Deutschland, von den Jahreszahlen her (1938 und 1989), ein sehr geschichtsträchtiger Tag. Schon allein deshalb muss es unter allen Umständen ein Gedenktag sein und auch bleiben!!

Wer daran rütteln will, gehört für mich zu den ewig Gestrigen, denn es wäre eine Schande für unsere Gesellschaft, wenn wir es zulassen, dass der 9.11.1938, sich in irgendeiner Form jemals wiederholt. Hier sollten die Initiatoren des geplanten Aufmarsches mal in sich gehen und nachdenken, was an diesem Tag in Deutschland geschehen ist. Was den 9.11.1989 betrifft, so können wir aus heutiger Sicht doch wohl nur froh darüber sein, dass es nicht ein Menschenleben gekostet hat (außer die Mauer/Grenztoten!) um uns allen ein Stück Freiheit zu holen.

Gewiss ist es in diesen Tagen nicht ganz einfach, der Politik etwas positives abzugewinnen. Deshalb ist es ein dringendes Anliegen meinerseits an die Politiker, mäßigen Sie sich bitte unbedingt, Ihre Bürger in Sippenhaft und unter Generalverdacht zustellen, dass sie alle Rechtsorientierte sind. Sie und das deutsche Volk, sind gegenwärtig in einer komplizierten Situation, die von keiner Seite vorhersehbar war. Deshalb gibt es kaum oder ganz einfach zu lasche Gesetze, um der Lage in kürzester Zeit gerecht zu werden. Nur dabei das Volk, Ihre Wähler an den Rand der Gesellschaft rücken zu wollen, ist auch nicht der richtige Weg. Denn wer ist die Gesellschaft im Lande? (doch wohl immer noch das Volk.) Sie sollten jetzt besonnen handeln, das Volk mit in Ihre Entscheidungen einbeziehen und somit verhindern, dass das Volk von einer Diktatur spricht. Wie oft haben wir schon gehört, dass die Gesetze der Bundesrepublik für alle Eventualitäten ausreichen seien. Wenn dem so ist, dann wenden Sie diese doch auch endlich mal konsequent an. Das ist es doch, worauf das Volk/ Ihre Wähler wartet.

Einigen "Volksgenossen" sei an dieser Stelle aber auch gesagt: " Brandanschläge sind auch die falsche Reaktion!
Wolfi65
05.11.2015, 13:40 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
Günther Hetzer
05.11.2015, 13:42 Uhr
Gehört es nicht...
....zum Thema, wenn man offen ausspricht, dass man es ekelhaft findet, das Parteien und Kommunalpolitiker einen Gedenktag benutzen, um Politik zu betreiben? Einen solchen Tag zu benutzen, um Menschen die mit der aktuellen Politik unzufrieden sind, mit der Keule der Vergangenheit erschlagen zu wollen?

Uns an einem solchen Tag noch immer eine Schuld aus längst vergangenen Tagen anzudichten? Es ist nicht eigenartig, das Menschen wie Zeh und Haase sagen es sei kein Tag für Aufmärsche, im Gegenzug aber zu politisch Motivierten Gedenkmärschen aufrufen und dabei sogar über Gräber gehen?

Den Opfern der NS-Zeit soll am nächsten Montag gedacht werden, sicher werden auch die Organisatoren der Demo dies bei ihren Reden machen. Es handelt sich am Montag um keinen Aufmarsch von Nazi, die den 09. November feiern wollen. Es geht darum die Unzufriedenheit mit der aktuellen Politik zum Ausdruck zu bringen. Denn über allem steht noch immer die Meinungsfreiheit.
Eric Cartman
05.11.2015, 14:19 Uhr
Schwätzer hoch zehn
"... wie Zeh und Haase sagen ...im Gegenzug aber zu politisch Motivierten Gedenkmärschen aufrufen und dabei sogar über Gräber gehen?"

Wo finde ich das im Artikel? Und wo wird von diesen beiden Personen sonst dazu aufgerufen über Gräber zu gehen? Schwätzer!
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