Fr, 16:01 Uhr
22.06.2001
Neuigkeiten am Theater-Bratwurststand
Nordhausen (nnz). Das Nordhäuser Theater könnte eventuell nach dem Jahr 2003 die Schauspielsparte verlieren. So jedenfalls sehen es die Strukturintentionen im Erfurter Ministerium für Wissenschaft und Kunst vor. Für einen Schauspieler am Nordhäuser Theater könnte bereits vorher Ritze sein. nnz sagt, wer es ist.
Eigentlich sollte es wieder wie in alten Tagen sein, wenn der Theater-Förderverein sich zum Grillen hinter dem Theater einfindet. Doch die Förderer diskutierten nicht nur über die Zukunft des Hauses, sondern auch über die des Matthias Mitteldorf. Just war doch beim Biß in die Thüringer Rostbratwurst durchgesickert, daß die Intendanz der Nordhäuser Bühne dem Schauspieler die Nichtverlängerung seines Vertrages angekündigt hat. Eigentlich ein normaler Vorgang an einem Theater und auch im Leben eines Schauspielers. Doch bei Mitteldorf schlagen die Wogen eben ein bißchen höher.
Noch erinnert man sich in Nordhausen und Umgebung an einen ähnlichen Akt, damals unter der Regie von Christoph Nix. Das war Mitte der 90er Jahre, erst eine Resolution des damaligen Stadtrates machte das Ansinnen rückgängig. Einer, der sich damals vehement für Matthias Mitteldorf einsetzte, war Klaus Wahlbuhl. Heute ist Wahlbuhl Vorsitzender des Aufsichtsrates der GmbH und kennt natürlich die derzeitige Situation. Die Mitglieder des Aufsichtsrates werden sich nicht in die künstlerischen Belange des Hauses einmischen, so sein knappes Statement. Hinter vorgehaltener Hand drängt man Mitteldorf jedoch, alle privatrechtlichen Möglichkeiten auszunutzen, um gegen die beabsichtigte Nichtverlängerung vorzugehen.
Das Verhältnis zwischen der Intendanz und Mitteldorf ist seit langem nicht das beste. Obwohl er 1999 mit den meisten Stimmen in den Betriebsrat gewählt wurde, soll er nicht mehr als Gesprächspartner für die Intendanz fungieren. So soll Intendantin Dr. Monika Pirklbauer nach nnz-Informationen dem Betriebsrat erklärt haben, daß sie eine weitere Zusammenarbeit mit Mitteldorf ablehnt. Monika Pirklbauer nannte dafür auch Gründe, die nach Überprüfung durch den Betriebsrat nicht zutreffend gewesen sein sollen.
Nun soll Matthias Mitteldorf, der heute zu keiner Stellungnahme bereit war, im kommenden Jahr den Hut und vom Nordhäuser Publikum Abschied nehmen. Der 31. Juli 2002 könnte sein letzter Arbeitstag werden. Daß sich der Schauspieler neben der Bühne auch in der kommunalen Politik engagiert, ist hinlänglich bekannt. Er konnte zum Beispiel als PDS-Kandidat seine Stimmen bei der jüngsten Kommunalwahl gegenüber dem Jahr 1994 fast verdreifachen. Im vergangenen Jahr wurde er als ehrenamtlicher Beigeordneter der Stadt Nordhausen gewählt. Und er saß 1999 in der Findungskommission für die Neubesetzung der Intendanz. Und er hatte sich damals für die Österreicherin Dr. Monika Pirklbauer stark gemacht.
Autor: nnzEigentlich sollte es wieder wie in alten Tagen sein, wenn der Theater-Förderverein sich zum Grillen hinter dem Theater einfindet. Doch die Förderer diskutierten nicht nur über die Zukunft des Hauses, sondern auch über die des Matthias Mitteldorf. Just war doch beim Biß in die Thüringer Rostbratwurst durchgesickert, daß die Intendanz der Nordhäuser Bühne dem Schauspieler die Nichtverlängerung seines Vertrages angekündigt hat. Eigentlich ein normaler Vorgang an einem Theater und auch im Leben eines Schauspielers. Doch bei Mitteldorf schlagen die Wogen eben ein bißchen höher.
Noch erinnert man sich in Nordhausen und Umgebung an einen ähnlichen Akt, damals unter der Regie von Christoph Nix. Das war Mitte der 90er Jahre, erst eine Resolution des damaligen Stadtrates machte das Ansinnen rückgängig. Einer, der sich damals vehement für Matthias Mitteldorf einsetzte, war Klaus Wahlbuhl. Heute ist Wahlbuhl Vorsitzender des Aufsichtsrates der GmbH und kennt natürlich die derzeitige Situation. Die Mitglieder des Aufsichtsrates werden sich nicht in die künstlerischen Belange des Hauses einmischen, so sein knappes Statement. Hinter vorgehaltener Hand drängt man Mitteldorf jedoch, alle privatrechtlichen Möglichkeiten auszunutzen, um gegen die beabsichtigte Nichtverlängerung vorzugehen.
Das Verhältnis zwischen der Intendanz und Mitteldorf ist seit langem nicht das beste. Obwohl er 1999 mit den meisten Stimmen in den Betriebsrat gewählt wurde, soll er nicht mehr als Gesprächspartner für die Intendanz fungieren. So soll Intendantin Dr. Monika Pirklbauer nach nnz-Informationen dem Betriebsrat erklärt haben, daß sie eine weitere Zusammenarbeit mit Mitteldorf ablehnt. Monika Pirklbauer nannte dafür auch Gründe, die nach Überprüfung durch den Betriebsrat nicht zutreffend gewesen sein sollen.
Nun soll Matthias Mitteldorf, der heute zu keiner Stellungnahme bereit war, im kommenden Jahr den Hut und vom Nordhäuser Publikum Abschied nehmen. Der 31. Juli 2002 könnte sein letzter Arbeitstag werden. Daß sich der Schauspieler neben der Bühne auch in der kommunalen Politik engagiert, ist hinlänglich bekannt. Er konnte zum Beispiel als PDS-Kandidat seine Stimmen bei der jüngsten Kommunalwahl gegenüber dem Jahr 1994 fast verdreifachen. Im vergangenen Jahr wurde er als ehrenamtlicher Beigeordneter der Stadt Nordhausen gewählt. Und er saß 1999 in der Findungskommission für die Neubesetzung der Intendanz. Und er hatte sich damals für die Österreicherin Dr. Monika Pirklbauer stark gemacht.

