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Do, 06:48 Uhr
10.09.2015
In Ilfelds Geschichte gestöbert

Wie sah früher ein Büro aus?

Wie sah ein Büro von Früher aus? Wie und womit wurde dort gearbeitet? Bei der rasanten Entwicklung mit Computern oder Internet vergisst man ganz schnell, wie es früher in so einem Büro ausgesehen hat...


Wenn man die alten Akten durchblättert, die Träume im alten Kontor, mitträumt, die alten Stücke vor Augen hat, wird sie wieder lebendig, die Zeit der Ärmelschoner und der dunklen Bürokleidung.

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Urgroßvater, der Beamte, stand am Stehpult und füllte Formulare aus und machte Aktennotizen mit dem Federkiel und Tintenfass. Stellte Urkunden für Geburten und Tote aus. Alte Rechen- und Schreibmaschinen stehen neben de, Stempelständer mit Stempelkissen auf dem Schreibtisch unter der Bürolampe.

Da steht auch noch eine Schreibtischgarnitur aus Marmor mit Tintenfass, Tintenlöscher und Briefbeschwerer, Ablage für Federhalter und Bleistifte, hergestellt in Ilfelds Marmorschleifereien. Alte Telefone und weitere Gerätschaften und Handschriften runden das Bild ab. Heute hat die moderne Bürotechnik Einzug gehalten. Alles Relikte aus vergangenen Zeiten, aber schon Damals lebte die Bürokratie. Sie lebte nur etwas anders.

In einer alten Büroordnung von 1883 heißt es: “Sprechen und Rauchen sowie Trinken während der Arbeit strengstens untersagt“. Von 38 Stunden Arbeitszeit pro Woche war damals nicht daran zu denken. Es wurden 72 Stunden Arbeit und Überstunden erwartet. Als Kleidung wurden ordentliche Strümpfe und Schuhe, sowie schwarze Kleidung verlangt. Überschuhe und Mäntel waren verboten. 1863 heißt es, bei Kälte hat jedes Büromitglied 4 Pfund Kohlen mitzubringen.

Neben einer ganzen Reihe von Schreibmaschinen hin bis zur Elektrischen veränderte die Bürotechnik. Aber das Glanzstück bildet eine aus den Anfängen der Maschinenschreibtechnik. Eine Mignon-Schreibmaschine aus dem Jahre 1903. Hier müssten noch keine Tasten gedrückt werden, man bewegte den Zeiger auf dem Buchstabenfeld zog an dem Hebel und schon knallte eine Typenwalze aufs Papier.

Um einen Brief darauf zu schreiben brauchte man ca. zwei Stunden. So eine Maschine kostete damals das Vermögen eines kompletten Jahreslohn. So eine Maschine wurde nur mit Brief und Siegel gekauft und auch weiter verkauft, ähnlich unseres heutigen KFZ- Briefes.

Neben der Entwicklung von Schreibmaschinen entwickelte um 1890 die Fa. Schuhmann & Co. in Glashütte die ersten Handrechenmaschinen, welche per Handkurbel Komma genau arbeiteten. Da es aber bei den Beamtem genügend Pessimisten gab welche diesem Gerät nicht ganz trauten wurde noch eine kleine Schiefertafel zum Nachrechnen mit dazu geliefert.

Ein Großteil dieser Bürotechnik können Sie sich im Ilfelder Heimatmuseum ansehen und eventuell auch ausprobieren. Die Zeiten sind Anders geworden, aber man sollte nicht vergessen wie es früher mal war und Alles angefangen hat. Das Ilfelder Heimatmuseum für Geschichte, Geologie und Bergbau hat geöffnet:
Mi. von 14.00 bis 18.00 Uhr oder nach Absprache. Wegen Urlaub ist das Museum ab 07. Oktober 2015 für Sie wieder geöffnet.

Aber zum 05. Oktober um 18.30 Uhr möchte ich Sie zum Museums-Stammtisch einladen.
Ihr Manfred Kappler vom Ilfelder Museum
Das war einmal ein Büro (Foto: privat)
Das war einmal ein Büro (Foto: privat)
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Das war einmal ein Büro (Foto: privat)
Autor: red

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