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Mi, 10:43 Uhr
09.09.2015
Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Versuchter Brandanschlag

Wie bereits berichtet, hat es in Bleicherode einen versuchten Brandanschlag gegeben. Ziel war die ehemalige Bergakademie. Hier sollten ursprünglich Flüchtlinge untergebracht werden...

Spurensuche in Bleicherode (Foto: nnz) Spurensuche in Bleicherode (Foto: nnz)
Die Polizei ist mit 14 Beamten der Schutzpolizei und der Kriminalpolizei vor Ort. Momentan läuft in dem Gebäude die Spurensicherung.

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Ersten Informationen der nnz zufolge sollen ein oder mehrere Täter versucht haben das Gebäude in Brand zu stecken. Das aber steht für eine Flüchtlingsunterkunft nicht mehr zur Verfügung, wie die nnz gestern berichtete.

Dabei haben sie eine leicht ölige Flüssigkeit benutzt, die aber nicht entzündet werden konnte. Die Polizei setzt bei ihren Ermittlungen vor Ort ein einen Man-Trailer, einen Personenspürhund ein. Das Tier nahm zwar eine Witterung auf, die Spur verlor sich jedoch in Richtung Lienknecht-Straße. Im Gebäude selbst sollen Parolen an die Wand geschmiert worden sein, darunter auch „Rostek – in unserer Stadt nicht“.

Die nnz wird Sie weiter auf dem Laufenden halten.
Versuchter Brandanschlag in Bleicherode (Foto: nnz)
Versuchter Brandanschlag in Bleicherode (Foto: nnz)
Versuchter Brandanschlag in Bleicherode (Foto: nnz)
Versuchter Brandanschlag in Bleicherode (Foto: nnz)
Autor: red

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Kommentare
conquistador23
09.09.2015, 11:48 Uhr
nicht zu verstehen
Die Asylgegner beschweren sich, wie viele Steuergelder doch für die Unterbringung und Versorgung von Asylsuchenden aufgebracht werden und als "Zeichen ihrer Demonstration" ziehen einzelne Gegner los und zerstören das Eigentum ihrer Landsleute. Wo ist da die Logik? Was meinen die, wovon die Renovierung bzw. der Wiederaufbau finanziert wird? Genau! Von unseren Steuergeldern.

Hoffentlich werden die Täter bald gefasst und erhalten eine gerechte Strafe!
I.H.
09.09.2015, 11:57 Uhr
Zündler
Wenn es gut läuft, erwischt und verknackt man die Typen mit den Streichhölzern. Die wirklichen Brandstifter machen weiter.
Sebastian_W
09.09.2015, 12:03 Uhr
Bleicherode ...
... ist eigentlich eine schöne Stadt am Rande des Harzes.

Nichtsdestotrotz bin ich froh, dass ich nach meinem Schulabschluss aus der Stadt weggezogen bin. Wenn ich doch ab und zu wiederkomme um Freunde zu besuchen, fällt mir immer wieder die Engstirnigkeit vieler Menschen dort auf.

An dieser Stelle möchte ich betonen, dass es mir nicht eine pauschalisierter Verurteilung der Menschen dort geht - es gibt auch viele, sehr weltoffene und engagierte Menschen dort.

Was mich jedoch wirklich stört, ist eine kleine, aber doch präsente Gruppe an Menschen, die davon überzeugt ist, dass ihre Meinung die einzig richtige ist. Jeder Mensch darf seine eigene Meinung haben - hieran ist nichts verwerfliches. Was jedoch verwerflich ist, sind die extremen Ansichten der soeben angesprochenen Personen - die oft aufdringlich von diesen propagiert werden.

Oft waren bzw. sind diese Subjekte auf dem Rewe-Parkplatz anzutreffen, wo Sie - mit einem Bier in der Hand - nicht selten rechtsradikale Äußerungen von sich gegeben haben bzw, geben. So weit - so schlecht.

Bis heute ist mir schleierhaft, warum es so extrem wichtig ist "Deutsch" zu sein. "Deutsch" zu sein ist keine Kunst - wenn man als Deutscher geboren wurde, war es einfach nur Zufall.

Was nun so schlimm daran ist, dass "Nicht-Deutsche" Menschen nach Bleicherode kommen sollen entzieht sich meinem Verständnis. In naher Zukunft wird Bleicherode wohl oder übel eh aussterben. Von daher sollte man sich über einen Zuzug anderer Menschen eher freuen.

Dass diese eine "andere Kultur" haben wird allzuoft als Argument angebracht, warum es "nicht funktioniert", dass diese Menschen zu uns kommen. Aber mal ehrlich: Was für eine Kultur haben die Deutschen denn noch? Wer geht wirklich jeden Sonntag in die Kirche? Und selbst unter den Kirchen-Gängern: Wie oft geraten die in Deutschland gläubigen Katholiken und Evangelisten in Konflikte? Nach meinem Kenntnisstand eher selten...

Das Hauptproblem in der Flüchtlingsdebatte ist einfach die Angst der "Deutschen". Angst davor, selbst nicht mehr "genug" zu haben. Angst davor ungerecht behandelt zu werden: Von rechter Seite wird so beispielsweise gern propagiert, dass Flüchtlinge mehr Geld erhalten würden, als Harz-4 Empfänger. Dies wird vom gemeinen Wutbürger auch gern geglaubt - da dieser sich zu bequem ist, sich tatsächlich mit der Thematik zu befassen.

Das macht der versuchte Brandanschlag wieder einmal deutlich: Schon gestern stand in der Zeitung, dass in Bleicherode zunächst keine Flüchtlinge unterkommen werden - da die ehemalige Bergakademie als Unterkunft nicht geeignet ist. Diese Information haben die Täter wohl übersehen. Ein Blick in die Zeitung hätte tatsächlich geholfen... Scheinbar war hierfür jedoch keine Zeit, da aus Angst vor "fremden Kulturen" ein Aktionismus anderer Art im Vordergrund stand.

Ich - als ehemaliger Bleicheröder - schäme mich dafür, was in meiner ehemaligen Heimatstadt passiert ist. Das, was passiert ist bestätigt meinen Entschluss, die Stadt hinter mich gelassen zu haben.

Ich hoffe inständig, dass die Täter gestellt und verurteilt werden können.
Micha123
09.09.2015, 13:03 Uhr
mal lieber NNZ lesen
Die Dummbatzen hätten doch gestern die NNZ lesen können, dann hätten sie sich ihre "Arbeit" sparen können. So ein Schwachsinn auch!

Ich selbst bin zwar auch nicht zufrieden mit der Flüchtlingspolitik von Deutschland und Europa. Vor allem, dass man kaum etwas macht gegen die Ursachen der Völkerwanderungen, dass man seit Jahren nach Syrien blickt und nichts unternimmt usw usw usw. Das sind alles andere Themen.
Bei solchen versuchten Taten oder wie in Rockensußra, da hört der Spaß echt auf!!! Mit Gewalt erreicht man gar nix!

Die, die einmal hier sind, die brauchen auch ein Dach übern Kopf. Solche Anschläge machen die Situationen nicht besser.
julipro
09.09.2015, 13:15 Uhr
Danke, Sebastian!
Besser hätte ich es nicht sagen können. Als zugezogene Bleicheröderin schäme ich mich zutiefst, für das, was geschehen ist. Leider schreien die engstirnigen Dummköpfe aus Bleicherode immer am lautesten und lassen ihren hohlen Parolen noch dümmere Taten folgen. Ich kan nur sagen: Refugees welcome! Auch in Bleicherode!
Rabaucka
09.09.2015, 16:03 Uhr
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Micha123
09.09.2015, 16:43 Uhr
Wer war da am Werk?
Bei MDR um 2 gab es einen Beitrag über Bleicherode.
Auf der Website kann man sich es im Stream ansehen.

Das Gute ist ja, dass die ganze Sache nicht geklappt hat.
Aber was mich wundert - so war es im TV zu erkennen - die Wände im Gebäude wurden rechten Hassparolen beschmiert.

Wer ist so dämlich - will ein Gebäude abbrennen und schmiert dann noch Sprüche an die Wände? Wer hätte das lesen sollen - nachdem das Gebäude abgefackelt wäre?

Wegen der Tat an sich fehlen mir die Worte. Aber wenn man so etwas dann noch sieht - also da waren echt "Experten" am Werk.
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