Mo, 14:50 Uhr
07.09.2015
Kreisausschuss tagte
Der Landkreis baut 'ne Feuerwache
Nach der Sommerpause kam heute Nachmittag der Kreisausschuss des Nordhäuser Kreistages zu einer weiteren Sitzung zusammen. Dabei ging es natürlich auch um die... aber lesen Sie selbst...
Trotz einer gewissen Ausnahmesituation ging es laut Tagesordnung zuerst um Ausgaben jenseits der Grenze von 10.000 Euro. Geld gibt es demzufolge für das Mehrgenerationenhaus, die Jugend- und Sozialarbeit. Insgesamt sollen hier bis zu 80.000 Euro locker gemacht
werden.
Nach Vergabeentscheidungen für die Sanierung der Grundschule Ellrich ging es mit außerplanmäßigen Ausgaben für den Erwerb von Grundstücken weiter, die im Zusammenhang mit der Unterbringung von Flüchtlingen stehen. Das betrifft Grundstücke in Sülzhayn, Rothesütte und Nordhausen, hier die Rathsfelder Straße.
Landrat Matthias Jendricke berichtete, dass der Landkreis bereits am Wochenende Flüchtlinge aus den Zügen aus Ungarn hätte aufnehmen sollen. Die konnten dann aber in Hermsdorf untergebracht werden.
In den nächsten Stunden werden weitere 100 Flüchtlinge im Landkreis Nordhausen erwartet. Die Turnhalle in der Straße der Genossenschaften wird wieder "flott gemacht". In Uthleben soll die neue Festhalle hergerichtet werden, bereits heute sollen dort 50 Frauen, Männer und Kinder ihr Quartier beziehen.
Ende der Woche geht Sülzhayn mit 100 Plätzen "in Betrieb", daneben sind weitere 50 Menschen in der Bauschule an der Ratsfelder Straße unterzubringen. Für Matthias Jendricke ist klar, dass das, was vor uns liegt, eine erhebliche Herausforderung darstelle. Man suche dringend Räumlichkeiten. Insgesamt müsse Thüringen derzeit 3.000 Flüchtlinge aufnehmen - pro Woche!
Der Landrat bestätigte Verhandlungen mit der Firma HochTief zur Übernahme von Immobilien in der Rathsfelder Straße zum Aufbau einer Erstaufnahmeeinrichtung (siehe nnz von heute) mit 1.000 Plätzen. Um all diese Aufgaben zu begleiten, sollen neben den Rettungsdiensten künftig auch die Mitglieder des Katastrophenschutzes und der Feuerwehren eingebunden werden. Zusätzliche Fahrzeuge sollen angeschafft werden, die von den Feuerwehren genutzt werden können.
Dann der eigentliche Paukenschlag: Beschlossen habe Jendricke, dass der Landkreis die neue Hauptfeuerwache samt Leitstelle bauen will. Die Finanzierung soll über die Service Gesellschaft erfolgen, Fördermittel sollen ausgelotet und beantragt werden.
Das ging heute also "Schlag auf Schlag". Den Überraschungseffekt sah man den Mitgliedern des Kreisausschusses förmlich an. Sprachlos?
Vor allem in Rothesütte. Dort sollen in das "Dreiländereck" bis zu 100 Flüchtlinge untergebracht werden. Und das bei nicht einmal 100 Einwohnern. Das sei nicht machbar, war in Rothesütte zu hören. Nun sollen minderjährige Personen dort beheimatet werden. Vermutlich nicht 100.
Peter-Stefan Greiner
Autor: redTrotz einer gewissen Ausnahmesituation ging es laut Tagesordnung zuerst um Ausgaben jenseits der Grenze von 10.000 Euro. Geld gibt es demzufolge für das Mehrgenerationenhaus, die Jugend- und Sozialarbeit. Insgesamt sollen hier bis zu 80.000 Euro locker gemacht
werden.
Nach Vergabeentscheidungen für die Sanierung der Grundschule Ellrich ging es mit außerplanmäßigen Ausgaben für den Erwerb von Grundstücken weiter, die im Zusammenhang mit der Unterbringung von Flüchtlingen stehen. Das betrifft Grundstücke in Sülzhayn, Rothesütte und Nordhausen, hier die Rathsfelder Straße.
Landrat Matthias Jendricke berichtete, dass der Landkreis bereits am Wochenende Flüchtlinge aus den Zügen aus Ungarn hätte aufnehmen sollen. Die konnten dann aber in Hermsdorf untergebracht werden.
In den nächsten Stunden werden weitere 100 Flüchtlinge im Landkreis Nordhausen erwartet. Die Turnhalle in der Straße der Genossenschaften wird wieder "flott gemacht". In Uthleben soll die neue Festhalle hergerichtet werden, bereits heute sollen dort 50 Frauen, Männer und Kinder ihr Quartier beziehen.
Ende der Woche geht Sülzhayn mit 100 Plätzen "in Betrieb", daneben sind weitere 50 Menschen in der Bauschule an der Ratsfelder Straße unterzubringen. Für Matthias Jendricke ist klar, dass das, was vor uns liegt, eine erhebliche Herausforderung darstelle. Man suche dringend Räumlichkeiten. Insgesamt müsse Thüringen derzeit 3.000 Flüchtlinge aufnehmen - pro Woche!
Der Landrat bestätigte Verhandlungen mit der Firma HochTief zur Übernahme von Immobilien in der Rathsfelder Straße zum Aufbau einer Erstaufnahmeeinrichtung (siehe nnz von heute) mit 1.000 Plätzen. Um all diese Aufgaben zu begleiten, sollen neben den Rettungsdiensten künftig auch die Mitglieder des Katastrophenschutzes und der Feuerwehren eingebunden werden. Zusätzliche Fahrzeuge sollen angeschafft werden, die von den Feuerwehren genutzt werden können.
Dann der eigentliche Paukenschlag: Beschlossen habe Jendricke, dass der Landkreis die neue Hauptfeuerwache samt Leitstelle bauen will. Die Finanzierung soll über die Service Gesellschaft erfolgen, Fördermittel sollen ausgelotet und beantragt werden.
Das ging heute also "Schlag auf Schlag". Den Überraschungseffekt sah man den Mitgliedern des Kreisausschusses förmlich an. Sprachlos?
Vor allem in Rothesütte. Dort sollen in das "Dreiländereck" bis zu 100 Flüchtlinge untergebracht werden. Und das bei nicht einmal 100 Einwohnern. Das sei nicht machbar, war in Rothesütte zu hören. Nun sollen minderjährige Personen dort beheimatet werden. Vermutlich nicht 100.
Peter-Stefan Greiner

