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Mo, 11:15 Uhr
24.08.2015
10 Millionen Übernachtungen als Ziel

Tourismus als Wirtschaftsfaktor

Der Tourismus sei ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor in Thüringen, sagte Egon Primas (CDU) anlässlich der Sommerklausur seiner Fraktion. Nordhausen und der Südharz hätten viel zu bieten. Service, Qualität und Vermarktung müssten aber gesteigert werden. Naturnahe Kulturlandschaften seien touristisches Kapital, auf das Rücksicht genommen werden müsse...

Rund 100.000 Beschäftigte arbeiten in der Tourismusbranche. Darüber hinaus birgt der Tourismus aber auch Chancen für die regionale Wirtschaft. „Um das Ziel von 10 Millionen Übernachtungen in Thüringen dauerhaft zu erreichen, müssen Vielfalt und Qualität der Angebote ausgebaut werden. Die vielfältigen touristischen Potentiale lassen sich nur im möglichen Umfang ausschöpfen, wenn Angebote und Dienstleistungen durch eine hohe Qualität überzeugen. Der Landkreis Nordhausen uns das Harzvorland haben viel zu bieten, wie man auch aktuell in der Zeitung lesen könne. Eine entsprechende Vermarktung ist jedoch erforderlich.

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Landesregierung, Kommunen und das Hotel- und Gaststättengewerbe müssen gemeinsam Konzepte entwickeln, wie Service und die Qualität weiter gesteigert werden können“, so der Abgeordnete Primas im Anschluss an die Sommerklausur der CDU-Landtagsfraktion in Schmalkalden.
 
In ihrem Positionspapier schlägt die Fraktion unter anderem vor, den Rad-, Wander- und Geotourismus weiter auszubauen und neue Formate mit anderen touristischen Aktivitäten und Angeboten zu verknüpfen. Denn naturnahe Kulturlandschaften sind ein wesentliches touristisches Kapital in Thüringen. Egon Primas sagte dazu: „Wir wenden uns strikt dagegen, den Ausbau von Windenergie stärker zu forcieren, ohne dabei auf das naturnahe Landschaftsbild unseres ländlichen Raums einschließlich unserer Waldgebiete Rücksicht zu nehmen.“
 
Die CDU-Fraktion fordert außerdem ein nachhaltiges Bekenntnis zur Durchführung von Landesgartenschauen sowie ein stärkeres finanzielles Engagement von Seiten der Landesregierung ein. Auch sollen Thüringentage möglichst am Ort der Landesgartenschauen durchgeführt werden, wenn beide Veranstaltungen im gleichen Jahr stattfinden. „Entscheidungen über zukünftige Landesgartenschauen müssen möglichst frühzeitig erfolgen, um langfristige Planungssicherheiten zu gewährleisten“, so Primas.
 
Kur- und Erholungsorte, wie etwa Neustadt/Harz sollen durch eine Änderung des Thüringer Kommunalabgabengesetzes die Möglichkeit erhalten, ihren Gästen eine kostenfreie Nutzung des ÖPNV anbieten zu können. Finanziert werden könne dies aus den Kurbeiträgen. Zusätzliche Unterstützung sollen staatlich anerkannte Kur- und Erholungsorte auch durch 10 Millionen Euro im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs erhalten.
 
Abschließend erklärte Egon Primas: „Mancherorts beeinträchtigen verlassene und nicht mehr sanierungsfähige Bauwerke das Erscheinungsbild von Gemeinden und Stadteilen und damit auch die touristischen Möglichkeiten. Das Land muss die Kommunen im Rahmen der Dorferneuerung und Städtebauförderung bei der vollständigen Beseitigung verwahrloster Bauwerke künftig stärker unterstützen. Die Beseitigung ruinöser Immobilien kann zu einer Aufwertung des Ortsbildes beitragen und dadurch die touristische Attraktivität eines Ortes steigern.“
Autor: red

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