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Di, 12:34 Uhr
19.06.2001

Talsperrenwasser lässt auf sich warten

Nordhausen (nnz). Frühestens im Herbst diesen Jahres wird die Nordhäuser Talsperre bei Neustadt wieder in Betrieb genommen und Wasser für den Wasserverband Nordhausen liefern. Diese ernüchternde Nachricht hat der Verband von der Thüringer Talsperren-Verwaltung, die für den Betrieb der Talsperre verantwortlich ist, jetzt erhalten.

Die Rekonstruktion der Staumauer sollte ca. drei Jahre dauern. Seit November 1997 ist die Wasserbereitstellung für die Trinkwasserversorgung eingestellt. Die Wasserversorgung erfolgt ersatzweise aus Brunnen im Raum Bielen. Da sich die Sanierung verzögert hat und Mängel bei der Dichtigkeit aufgetreten sind, konnte der Wiedereinstau nicht planmäßig erfolgen. Es fehlen derzeit noch ca. 400.000 Kubikmeter bis zum Vollstau, der bei 1,25 Millionen Kubikmeter liegt.

Mit dem jetzigen Zufluß werden die letzten drei Meter Höhe noch einige Wochen dauern. Eine Abnahme mit allen Prüfungen kann die Talsperrenverwaltung aber erst bei Vollstau durchführen. Durch den Pflanzenbewuchs im Tal während der Bauzeit ist das bereits angestaute Wasser erheblich mit organischen Bestandteilen belastet. Dieses Wasser kann im Wasserwerk Nordhausen so nicht aufbereitet werden. Wenn sich das biologische Gleichgewicht im Wasser wieder eingestellt hat und die Güteparameter den Anforderungen des Wasserverbandes entsprechen, könnte die Nutzung für die Trinkwasserversorgung wieder erfolgen. Die Entwicklung der Wasserqualität wird laufend überwacht. Der Wasserverband sehnt den Termin der Inbetriebnahme entgegen, damit rund 60.000 Bürger wieder weicheres Trinkwasser bekommen können.
Übrigens: Für den Neubau der Talsperre vor 100 Jahren und der rund 11 Kilometer langen Wasserleitung bis nach Nordhausen wurde eine Bauzeit von gerade mal drei Jahren benötigt.
Autor: nnz

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