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Di, 14:54 Uhr
01.06.2004

Fachhochschule gibt den Löffel ab

Fachhochschule gibt den Löffel ab (Foto: nnz) Fachhochschule gibt den Löffel ab (Foto: nnz) Nordhausen (nnz). Das ist nicht das Aus für die junge Bildungsstätte, sondern eine Chance für die Zukunft. Plastelöffel und Plasteteller sind nämlich bald weg, wenn es nach dem Willen der Forscher geht, denn es gibt eine ökologische Alternative. Diese stellt die Fachhochschule jetzt auf dem Gelände der Landesgartenschau vor.

Teller, Gläser und Löffel die biologisch abbaubar sind, das ist eine lobenswerte Alternative zur alltäglichen Müllflut. Wie hässlich sehen die Straßen und Plätze oft aus, weil Leute dort leere Imbissverpackungen wegschmeißen. In Zukunft könnten die einfach verrotten.

Anja Schön hat ihre Diplomarbeit über Geschirr aus biologisch abbaubaren Werkstoffen beschrieben. Vom Bundesministerium und von der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe wurde ihre Forschung gefördert. Am 10. Juni stellt die junge Frau ihr Projekt um 14.00 Uhr im Treffpunkt Thüringen vor.

Der Scheunenhof verwendete die biologisch abbaubaren Schalen und Bestecke bereits, auch beim Rolandsfest im letzten Jahr wurden diese Produkte teilweise verwendet. Nun liegt das abbaubare Geschirr in einer optimierten, zweiten Generation vor. Ziel der Ausstellung auf der Gartenschau soll es sein, diese Werkstoffe bekannter zu machen.

Die Produkte sind mindestens eine halbe Stunde resistent gegen Fett und Nässe, außerdem ist das Material mikrowellentauglich. Die Verrottung oder Vergärung ist leicht möglich, auch auf der Mülldeponie in Nentzelsrode. Deshalb sollte biologisches Geschirr auch nicht im Gelben Sack landen, sondern in der Biotonne.

Das Besondere ist das Ausgangsmaterial. Es kann jede Art von Stärke sein, Getreide eignet sich sehr gut, genau wie Kartoffeln. Rektor Christian Juckenack und Studentin Anja Schön zeigten die Rohstoffe heute erstaunten Zuschauern. Im Treffpunkt Thüringen stehen sie zum Anschauen und Anfassen.

Bestellt werden können Teller, Gläser und Besteck im Scheunenhof oder über den Hersteller Compopure Stärke AG. Eine Abgabe von Kleinmengen an Endverbraucher ist möglich. Bisher sind die Produkte noch teuer als herkömmliches Einweggeschirr. Wenn es aber häufiger verlangt wird, dann sinken auch die Preise.

Die Fachhochschule ist außerdem in der Petersbergschule mit einem Infostand präsent, wo sich die Besucher des Grünen Klassenzimmers über ein Studium in Nordhausen informieren können.
Autor: nnz

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