Mo, 11:59 Uhr
18.06.2001
Planung für Theaterplatz in Diskussion
Nordhausen (nnz). Im Foyer des Nordhäuser Theaters wird am Abend zu einem weiteren Nordhäuser Stadtgespräch eingeladen. Dabei sollen die Planungen zur künftigen Umgestaltung des Theatervorplatzes vorgestellt und diskutiert werden. nnz hat sich die Architektenvorschläge bereits heute angesehen.
Wie der Bahnhofsvorplatz soll auch der Platz vor dem Theater nach seiner Umgestaltung künftig auch eine Funktion als Veranstaltungsplatz erfüllen. Mehr noch, er wird als Platz der Begegnung, vor allem für die Jugend eine Bestimmung erfahren. Nach den bisherigen Planungen geht es auch um eine Erweiterung des Platzangebotes. Hier soll vor allem der Proportionalität gegenüber dem Theatergebäude Rechnung getragen werden. Durch die Neugestaltung soll unter anderem eine Bespielbarkeit erreicht werden. Geplant sind mittelgroße Veranstaltungen, die bis zu 800 Zuschauer ansprechen könnten.
Die Planungen sehen eine rund 120 Quadratmeter große Bühne vor, die eventuell unter den Treppenaufgang des Theaters versteckt werden könnte. Die unmittelbar an das jetzige Gebäude angrenzende Grünbepflanzung soll auch aus bautechnischen Gründen verschwinden, für großzügige Ersatzpflanzungen wollen die Planer selbstverständlich sorgen. Verändern wird sich auch die Infrastruktur des Platzes selbst. Geschuldet ist dies der veränderten Nutzung. So muß eine ausreichende Befahrbarkeit - auch für Lkw - gewährleistet sein. Es wird rechts und links, vom Theater aus gesehen, zwei Bankreihen zum Verweilen geben. In einer Entfernung von derzeit 28 Metern von der untersten Stufe des Theateraufgangs soll eine sogenannte Sitzstufe die Platzgestaltung zur Käthe-Kollwitz-Straße abschließen.
Die im ersten Planungsansatz vorgesehene Versiegelung des Platzes wurde bereits um 120 Quadratmeter zurückgenommen. Damit gingen die Planer auf Anregungen einer sich formierten Bürgerinitiative ein. Angedacht ist die Pflanzung von mehreren großen Bäume, bislang wurden bereits einige Bäume umgesetzt, auch das Fällen von minderwertigen Bäumen wird unausweichlich sein. Diese Verluste sollen jedoch durch Ersatzpflanzungen kompensiert werden.
Neu gebaut werden muß der Zugang für Behinderte zum Theater. Hier kann die jetzige Steigung der Rampe von rund 13 Prozent den aktuellen Anforderung nicht mehr genügen, vorgeschrieben sind sechs Prozent. Die verkehrstechnische Erschließung des gesamten Platzes wird von der Töpferstraße her zur Wolfstraße erfolgen, die jetzige Zufahrt von der Käthe-Kollwitz-Straße wird nur noch Rettungsfahrzeugen vorbehalten sein.
Die bisherigen Diskussionen zur Umgestaltung des Vorplatzes münden nach Ansicht der Planer in einen interessanten Generationenkonflikt. Während ältere Menschen in diesem Platz mehr einen Punkt der Entspannung und des Verweilens sehen, könnte die Nordhäuser Jugend das Areal gänzlich anders erobern. Das sei so gewollt, meinte die Geschäftsführerin der Landesgartenschau, Inge Klaan, im Gespräch mit der nnz. Wir wollen die junge Nordhäuser nicht weiter an den Rand der Stadt drücken. Sie sollen integriert, in die Gesellschaft aufgenommen werden. Klaan ist sich sicher, daß sich so auch das Verhalten der Jugendlichen ändern wird. Gegenüber nnz stellte Inge Klaan jedoch klar heraus, daß man über Details der Gestaltung reden könne, am Grundkonzept werde es jedoch keine Veränderungen geben. Dieses Konzept dürfe nicht losgelöst betrachtet werden, sondern immer unter Einbeziehung der weiteren Maßnahmen der Landesgartenschau in diesem Bereich der Stadt.
nnz-intern: Morgen startet nnz eine weitere Umfrage. Wir werden die nnz-Leser nach ihrer Meinung zur Umgestaltung des Theatervorplatzes befragen.
Autor: nnz
Wie der Bahnhofsvorplatz soll auch der Platz vor dem Theater nach seiner Umgestaltung künftig auch eine Funktion als Veranstaltungsplatz erfüllen. Mehr noch, er wird als Platz der Begegnung, vor allem für die Jugend eine Bestimmung erfahren. Nach den bisherigen Planungen geht es auch um eine Erweiterung des Platzangebotes. Hier soll vor allem der Proportionalität gegenüber dem Theatergebäude Rechnung getragen werden. Durch die Neugestaltung soll unter anderem eine Bespielbarkeit erreicht werden. Geplant sind mittelgroße Veranstaltungen, die bis zu 800 Zuschauer ansprechen könnten.Die Planungen sehen eine rund 120 Quadratmeter große Bühne vor, die eventuell unter den Treppenaufgang des Theaters versteckt werden könnte. Die unmittelbar an das jetzige Gebäude angrenzende Grünbepflanzung soll auch aus bautechnischen Gründen verschwinden, für großzügige Ersatzpflanzungen wollen die Planer selbstverständlich sorgen. Verändern wird sich auch die Infrastruktur des Platzes selbst. Geschuldet ist dies der veränderten Nutzung. So muß eine ausreichende Befahrbarkeit - auch für Lkw - gewährleistet sein. Es wird rechts und links, vom Theater aus gesehen, zwei Bankreihen zum Verweilen geben. In einer Entfernung von derzeit 28 Metern von der untersten Stufe des Theateraufgangs soll eine sogenannte Sitzstufe die Platzgestaltung zur Käthe-Kollwitz-Straße abschließen.
Die im ersten Planungsansatz vorgesehene Versiegelung des Platzes wurde bereits um 120 Quadratmeter zurückgenommen. Damit gingen die Planer auf Anregungen einer sich formierten Bürgerinitiative ein. Angedacht ist die Pflanzung von mehreren großen Bäume, bislang wurden bereits einige Bäume umgesetzt, auch das Fällen von minderwertigen Bäumen wird unausweichlich sein. Diese Verluste sollen jedoch durch Ersatzpflanzungen kompensiert werden.
Neu gebaut werden muß der Zugang für Behinderte zum Theater. Hier kann die jetzige Steigung der Rampe von rund 13 Prozent den aktuellen Anforderung nicht mehr genügen, vorgeschrieben sind sechs Prozent. Die verkehrstechnische Erschließung des gesamten Platzes wird von der Töpferstraße her zur Wolfstraße erfolgen, die jetzige Zufahrt von der Käthe-Kollwitz-Straße wird nur noch Rettungsfahrzeugen vorbehalten sein.Die bisherigen Diskussionen zur Umgestaltung des Vorplatzes münden nach Ansicht der Planer in einen interessanten Generationenkonflikt. Während ältere Menschen in diesem Platz mehr einen Punkt der Entspannung und des Verweilens sehen, könnte die Nordhäuser Jugend das Areal gänzlich anders erobern. Das sei so gewollt, meinte die Geschäftsführerin der Landesgartenschau, Inge Klaan, im Gespräch mit der nnz. Wir wollen die junge Nordhäuser nicht weiter an den Rand der Stadt drücken. Sie sollen integriert, in die Gesellschaft aufgenommen werden. Klaan ist sich sicher, daß sich so auch das Verhalten der Jugendlichen ändern wird. Gegenüber nnz stellte Inge Klaan jedoch klar heraus, daß man über Details der Gestaltung reden könne, am Grundkonzept werde es jedoch keine Veränderungen geben. Dieses Konzept dürfe nicht losgelöst betrachtet werden, sondern immer unter Einbeziehung der weiteren Maßnahmen der Landesgartenschau in diesem Bereich der Stadt.
nnz-intern: Morgen startet nnz eine weitere Umfrage. Wir werden die nnz-Leser nach ihrer Meinung zur Umgestaltung des Theatervorplatzes befragen.


