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Fr, 10:03 Uhr
28.05.2004

Die PDS und die Wirtschaft

Nordhausen (nnz). Wirtschaft und PDS, das muß sich nicht unbedingt „reiben“. Auch für linke Unternehmer heißt die Gretchenfrage: wie hält es die PDS mit der Wirtschaftspolitik? Spitzenmann Bodo Ramelow hatte darauf in dieser Woche Antworten.


Die Antworten, welche die Nordthüringer Unternehmer und interessierte Bürger von Bodo Ramelow hörten, waren interessant, konkret, klar und verständlich und hoben sich wohltuend vom Geschwafel anderer Spitzenpolitiker aus Land und Region ab, berichtet Detlef Hauthal. Ramelow und die PDS stehen für ein Umdenken bei der Wirtschaftspolitik des Landes.

So sollen statt an Großunternehmen wie Daimler-Chrysler Fördermittel so vergeben werden, dass die einheimischen Klein- und Mittelunternehmen besser an die entsprechenden Programme kommen. Dafür sei auch eine "Thüringer Mittelstandsbank" im Gespräch, welche diese Mittel ohne Hausbank, welche oftmals blockieren, ausreichen könne. Auch sollten Investorenlotsen den Unternehmern helfen, den Amtdschungel zu durchdringen. Auch über "one stop- center" sollte man nachdenken.

Romelow bekräftigte das Vorhalten eines Industriegebietes für Nordhausen, ob der Standtort "Goldene Aue" aber der optimale sei, daran seinen Zweifel angebracht. Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion waren die zu erwartenden Auswirkungen des Arbeitslosengeldes II auf die Unternehmen und Bürger. Damit werden nach Angaben der PDS dem Einzelhandel und Dienstleistungsbetrieben 180 Millionen Euro Kaufkraft entzogen und rund 4.000 Arbeitsplätze gefährdet.

Statt die Binnennachfrage anzukurbeln, würden sich die CDU Landesregierung und Rot/Grün im Bund die Welt mit gesteigerten Exporten schönreden. „Da muss sich Herr Althaus nicht wundern, wenn täglich 52 Menschen Thüringen verlassen und unser Land nicht mehr so schön finden wie er und seine Frau“, so Ramelow. Deswegen stimmten die Unternehmer mit Bodo Ramelow auch darin überein, daß Billiglöhne keine Alternative seien, sondern die Menschen mehr Geld in der Tasche haben müssen.
Autor: nnz

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