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Mi, 19:49 Uhr
26.05.2004

nnz-Forum: DGB für gute Ausbildung

Nordhausen (nnz). Ein Aufruf zum Lehrstellenboykott (siehe nnz) ist und bleibt für den Deutschen Gewerkschaftsbund skandalös. Er bleibt es auch dann noch, wenn die Handwerker Unterstützung von der kommunalen Politik erhalten. Dazu ein Statement des DGB im Forum der nnz.


Es bleibt skandalös, auch wenn der Landrat Herr Dr. Henning dafür Verständnis zeigt. Die Gewerkschaften stehen nach wie vor für eine qualitativ hochwertige Ausbildung im Handwerk, um der Jugend in der Region Zukunftsperspektiven zu eröffnen, so der DGB Regionsvorsitzende Ulrich Hannemann. Der DGB geht nach wie vor davon aus, dass die Ausbildung in der Region stattfindet, nämlich in den Unternehmen in den Handwerksbetrieben. Ein Lehrstellenboykott schadet in erster Linie unserer Jugend, die ihre berufliche Perspektive in der Region sieht, letztendlich aber auch in Handwerksbetrieben, denn für Hannemann bedeutet das zwangsläufig die Folge von Fachkräftemangel und verstärkter Abwanderung aus der Region.

Worum geht es eigentlich? Es geht um die überbetriebliche Lehrunterweisung im Handwerk, eine zusätzliche Ausbildung, die der Gesetzgeber vorgeschrieben hat, um die Qualität auch im Handwerk zu garantieren. Wir sprechen also von einem Fünftel der Gesamt
ausbildung, die in Berufsbildungszentren der Handwerkskammer durchgeführt wird.

Die dabei entstehenden Mehrkosten werden für das Bauhauptgewerbe durch die Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft (ULAK) ausgeglichen. Es entstehen somit keine weiteren Kosten für den Auszubildenden und dem Handwerksbetrieb. Der Beschluss der Vollversammlung, in der keine hauptamtlichen Mitarbeiter von Gewerkschaften vertreten sind, wählbar sind nur Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit abgeschlossener Berufsausbildung aus Handwerksbetrieben, erst ab 2005 die überbetriebliche Ausbildung nur noch im BBZ Erfurt stattfindet, wurde auch mit den Stimmen der selbstständigen Handwerker aus Nordthüringen beschlossen. (Die selbstständigen Handwerksmeister haben in der Vollversammlung eine Zweidrittelmehrheit.)

Natürlich favorisiert der DGB, so Hannemann weiter, die Ausbildung komplett in der Region. Dabei ist Qualität das entscheidende Parameter. Das Obermeister Emil Hunold kein Verständnis für demokratische Entscheidungen innerhalb der Selbstverwaltung des Handwerkes aufbringt, liegt sicherlich daran, dass in seinem Unternehmen vielleicht demokratische Mitbestimmung von Arbeitnehmerinnen und Arbeiternehmer ein Fremdwort ist.

Sicherlich können Entscheidungen hinterfragt und ggf. korrigiert werden. Dies muss in einem vernünftigen und fairen Interessensausgleich zwischen Kreishandwerkerschaft und Handwerkskammer geschehen. Nicht aber auf dem Rücken und zum Schaden der Auszubildenden, so das Fazit des DGB Regionsvorsitzenden.

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
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