eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
So, 17:45 Uhr
23.05.2004

nnz-Kurz-News am Wochenende (2)

Nordhausen (nnz). Kurze und aktuelle Nachrichten aus Thüringen hat die nnz-Redaktion für sie zusammengetragen. Dabei ging es auch um die Wahl zum Bundespräsidenten und um Maut-Gebühren für Thüringen.


Freude und Enttäuschung
Der neue Bundespräsident Horst Köhler hat nach Ansicht von Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) die richtigen Schwerpunkte gesetzt. In Deutschland müssten vor allem die Bedingungen für Familien sowie für Wirtschaftswachstum verbessert werden, sagte Althaus am Sonntag nach der Wahl des 61 Jahre alten Kandidaten der CDU/CSU. „Ich bin froh, dass er bereits im ersten Wahlgang die nötigen Stimmen erhalten hat.“ Das zeige auch, „dass Union und FDP geschlossen sind, um ein solches Ergebnis zu erzielen“, so der Thüringer MP.

Thüringens SPD-Landeschef Christoph Matschie zeigte sich hingegen über den Ausgang der Bundespräsidentwahl am Sonntag gezeigt. „Die Wärme und Herzlichkeit von Gesine Schwan wäre in dieser Situation besser für Deutschland als die Kühle und Nüchternheit des Ökonomen Horst Köhler“, sagte Matschie. Das Ergebnis für den Kandidaten der Union sei knapp gewesen. Er erwarte jedoch, dass der 61-Jährige ein gutes Staatsoberhaupt der Deutschen wird. Köhler erhielt 604 von 1204 Stimmen in der Bundesversammlung.


Kein Interesse auf Verkürzung
Ein Projekt zur Verkürzung der Führerschein- Probezeit für Fahranfänger hat in Thüringen bisher kein Interesse gefunden. Das berichtete MDR Radio Thüringen am Sonntag unter Berufung auf den Fahrlehrerverband. Möglicherweise sei die zusätzliche Fahrausbildung, für die 260 Euro veranschlagt werden müssten, zu teuer, sagte Rüdiger Brandes dem Sender. Führerschein- Neulinge könnten mit dem seit April laufenden Weiterbildungsangebot ihre Probezeit um ein Jahr verkürzen.


Noch mal sprechen
Der Präsident des Thüringer Metall-Arbeitgeberverbandes, Walter Botschatzki, schließt Gespräche mit der IG Metall über die nächste Stufe der Tarifanhebung nicht aus. Der Tarifvertrag sieht das vor, wenn sich die Konjunktur ändert, sagte Botschatzki der dpa. „Im Moment ist die wirtschaftliche Lage in der Branche eher negativ.“ Sollte der Trend anhalten, müssten die Arbeitgeber von der Vertragsklausel Gebrauch machen. „Dann muss man über die Lohnanpassung reden.“


Weniger Krankenhauspersonal
Wegen steigenden Kostendrucks droht Personalbau in einigen Thüringer Krankenhäusern. Bei den privaten Häusern im Freistaat gebe es bereits Konzepte für einen Stellenabbau, ergab eine Umfrage des MDR Thüringen-Journals. Hintergrund ist ein neues Vergütungssystem, nach dem die Kliniken an der jeweiligen Diagnose orientierte feste Pauschalen erhalten und nicht mehr nach der Liegedauer der Patienten bezahlt werden. Die 46 Thüringer Kliniken beschäftigen derzeit rund 26 000 Mitarbeiter.


Auf den Berg gefahren
Mehr als 2000 Frauen und Mädchen haben am Sonntag an der Wallfahrt zum Kerbschen Berg in Dingelstädt im Eichsfeldkreis teilgenommen. In der Feierstunde auf der Klosterwiese forderte der Erfurter Bischof Joachim Wanke die Wallfahrerinnen aus ganz Thüringen auf, „dem Leben eine Chance“ zu geben. Er forderte angesichts der „ersckreckenden und beschämenden“ Zahl von 4494 Abtreibungen in Thüringen im Jahr 2003 dazu auf, sich schützend vor das Leben zu stellen.

Pkw-Maut kritisiert
Das Thüringer Wirtschaftsministerium hat die erneute Debatte um eine Pkw-Autobahnmaut kritisiert. „Wir lehnen das definitiv ab“, sagte Ministeriumssprecher Andreas Maruschke der Nachrichtenagentur dpa. Durch eine solche Autobahngebühr würden Pendler doppelt bestraft. Nach Angaben von Maruschke sind in Thüringen keine durch Maut finanzierte Verkehrsprojekte geplant, wie sie das Bundesverkehrsministerium ins Gespräch gebracht hatte. Vorgesehen sei jedoch eine private Vorfinanzierung für die Hörselberg-Umfahrung.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)