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Fr, 20:14 Uhr
08.05.2015

Junge Kunst in der Bleicheröder HELIOS-Klinik

Die Albert-Schweitzer Schule in Bleicherode tritt selten in die Öffentlichkeit. Bescheidenheit sei das, meint Eduard Seifert. Als man nun doch einmal die Öffentlichkeit suchte, sei "überraschendes" und "Unerwartetes" zu Tage getreten. Denn die Schülerinnen und Schüler präsentierten Kunstwerke in der Bleicheröder Klinik...

Unsere Zeit ist eine Zeit der Statistiken und des Erforschens: Alles wird erfasst, katalogisiert, veröffentlicht. Man erfährt, wo die glücklichsten und unglücklichsten Menschen leben, wo der meiste Kaffee und das meiste Bier getrunken werden. Eine Professorin in Rheinland-Pfalz erforscht nun gar das außerordentlich wichtige Thema, wie sich im Laufe der Zeit das Schreiben von Liebesbriefen verändert hat.

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Gäbe es hier auch eine Untersuchung und Statistik, welche Schule am meisten auch in der Öffentlichkeit wirksam wird und nach Beachtung verlangt, stände die Albert-Schweitzer-Schule in Bleicherode wohl recht weit hinten. Bescheidenheit gehört eben nicht gerade zu den hervorstechendsten Merkmalen unserer Tage.

Umso größer die Überraschung, wenn aus dieser Bescheidenheit heraus dann doch der Schritt in die Öffentlichkeit kommt und dabei dann auch Unerwartetes, Überraschendes sichtbar wird. Aber gar so unerwartet dann wohl auch wieder nicht, wie die Teilnehmerrunde bei der Eröffnung der Vernissage mit Arbeiten der Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule, einem staatlichen regionalen Förderzentrum, und deren schulvorbereitenden Einrichtung zeigte. Lag es am Ausstellungsort, dem Flur der Röntgenabteilung der HELIOS-Klinik in Bleicherode?

Dort wird normaler Weise mit Hilfe komplizierter Technik das Innere des Menschen (mit seinen möglichen kleineren oder größeren Defekten) sichtbar gemacht. Was nun dort an den Wänden hängt oder in Vitrinen liegt, macht auch Inneres des Menschen sicht- und erlebbar; nur eben auf eine ganz andere Weise. Der Maler, Bildhauer und Graphiker Peter Genßler war zur Eröffnung gekommen, auch Renate Aurin und andere, die sich um künstlerische Belange in der Stadt und darüber hinaus und um die Förderung entsprechender Talente bemühen. Bürgermeister Frank Rostek hatte Christine Bernkurth als Vertreterin geschickt.

Eine Premiere mit freudigen Aspekten war es auch für Klinikgeschäftsführer Daniel Frische und Marketing-Referentin Doreen Hotzan, die fortführen wollen, was ihre Vorgängerinnen seit Jahren hier etabliert haben. Auch Gudrun Bartl ließ es sich nicht nehmen, zu dieser Vernissage deutlich zu machen, dass sie sich nach wie vor auch im Ruhestand mit der Klinik und ihren Aktivitäten verbunden fühlt. Der Landeselternsprecher der Förderzentren wäre auch gern dabei gewesen. Doch musste er – auf dem zweiten Platz bei der Landratswahl gelandet - wohl schon neuen Schwung für die Tage bis zum 10. Mai holen. Vielleicht hätte er ihn sogar hier in Bleicherode bekommen können.

Nach den Eröffnungsworten von Klinik-Geschäftsführer Frische und Schulleiter Jörg Lorenz gab es beim Rundgang durch die Ausstellung viel Staunen und Anerkennung. So viel, dass man sich entschloss, auch drei kleine Preise – Kinogutscheine - auszuloben, obwohl es sich hier nicht um einen Wettbewerb handelt. Gudrun Bartl und Hans-Peter Burghardt vom Förderverein der Schule als Juroren entschieden sich für eine Gemeinschaftsarbeit von Elias Klein und Niclas Eisenächer aus der schulvorbereitenden Einrichtung. Doreen Hotzan und Daniel Frische gaben ihre Stimme einem Bild von Maria Janischefski aus der Klasse 9 und Frau Rumpf und Herr Genßler wählten das Bild von Fabian Limburg aus der Klasse 9. Und weil unter den Bildern aus Datenschutzgründen nur Vornamen oder gar keine Namen stehen, hier aber auch Familiennamen genannt sind, sei hier noch verraten, dass diese nicht durch BND- oder NSA-Datenabgriff ermittelt wurden, sondern mit dem Einverständnis der Eltern hier stehen. Nun warten diese kleinen Kunstwerke auf ihre Betrachter.

Wartezeiten auf Klinikbehandlungen können – falls sie entstehen – unangenehm sein. Im Röntgenflur der Klinik werden sie beim Betrachten der Bilder und künstlerischen Handarbeiten durchaus angenehm, kurzweilig und öffnen einen realistischen Blick auf eine erfolgreiche Bildungsarbeit einer sonst eher weniger im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehenden Bleicheröder Fördereinrichtung!

„Sieger“ waren sie alle, prämiert wurden drei:
Nr. 110: von Maria Janischeski, Klasse 9
Nr. 169: von Fabian Limburg, Klasse 9
Nr. 170: von Elias Klein und Niclas Eisenächer; schulvorbereitende Einrichtung
Eduard Seifert
Junge Kunst in der Bleicheröder HELIOS-Klinik (Foto: Eduard Seifert)
Junge Kunst in der Bleicheröder HELIOS-Klinik (Foto: Eduard Seifert)
Junge Kunst in der Bleicheröder HELIOS-Klinik (Foto: Eduard Seifert)
Junge Kunst in der Bleicheröder HELIOS-Klinik (Foto: Eduard Seifert)
Junge Kunst in der Bleicheröder HELIOS-Klinik (Foto: Eduard Seifert)
Junge Kunst in der Bleicheröder HELIOS-Klinik (Foto: Eduard Seifert)
Junge Kunst in der Bleicheröder HELIOS-Klinik (Foto: Eduard Seifert)
Junge Kunst in der Bleicheröder HELIOS-Klinik (Foto: Eduard Seifert)
Junge Kunst in der Bleicheröder HELIOS-Klinik (Foto: Eduard Seifert)
Junge Kunst in der Bleicheröder HELIOS-Klinik (Foto: Eduard Seifert)
Junge Kunst in der Bleicheröder HELIOS-Klinik (Foto: Eduard Seifert)
Junge Kunst in der Bleicheröder HELIOS-Klinik (Foto: Eduard Seifert)
Autor: red

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