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Fr, 07:17 Uhr
24.04.2015

Flutlicht mit Dynamo?

Um gleich zum Flutlicht zu kommen: Nichts Genaues weiß man nicht. So das Credo der neuesten Verlautbarungen an die Fans, die trotz Wahlsonntags wieder in den altehrwürdigen Albert-Kuntz-Sportpark pilgern werden...

Führung für Nordhausen im Hiinspiel (Foto: Christian Greiner) Führung für Nordhausen im Hiinspiel (Foto: Christian Greiner)
Farrona Pulido mit dem 0:1 im Hinspiel

Trotz Fußballs: Fans, wählen nicht vergessen! Der Tag ist lang für beide wichtigen Gänge. Um 13.30 Uhr ist Anpfiff, wenn der einstige Seriensieger der DDR, der BFC Dynamo, auf unsere Wackeraner trifft.

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Auf in den AKS, um direkt dabei zu sein, wenn die Nordhäuser dem schon seit acht Spieltagen ungeschlagenen Hauptstadtklub einen großen Kampf bieten wollen. Dieses Mal sollen sich auch wieder Zehntausende an den Bildschirmen bei „MDR. Sport im Osten“ in der Zusammenfassung ansehen können, dass in Nordhausen sehenswerte Fußballkost geboten werden kann.

Noch liegt unsere Mannschaft auf einem sehr guten dritten Platz, der aber durch das juristische Hickhack um den insolventen VFC Plauen und den damit verbundenen Verlust von eigentlich sechs gewonnenen Punkten plötzlich in Gefahr geraten ist, denn Hertha BSC II und der Berliner AK 07, die nur einen bzw. drei Punkte abgezogen bekommen, sind dadurch bis auf zwei Zähler heran. In den letzten fünf Saisonspielen, vier davon folgen jetzt gegen Berliner Vereine, ist also noch einiges zu tun, um nach schwächeren Ergebnissen in der zweiten Halbserie die einst gute Ausgangsposition, wir waren schon Herbstmeister, nicht noch weiter zu gefährden.

Optimistisch stimmt dabei die Einstellung an den letzten beiden Spieltagen, an denen Wacker Rückstände gegen Bautzen noch in einen 3:2-Erfolg und in Jena zum 1:1-Remis ummünzen konnte. Dieses Unentschieden schmeichelte dem FC Carl Zeiss sogar sehr. Unser Team hat die Moral bewiesen, den internen Kampf um die „zweite Macht“ in Thüringen hinter Rot-Weiß Erfurt für sich entscheiden zu wollen. Wenn allein das gelingen würde, könnte es untermauern, welche enorme Entwicklung unser Verein in den letzten Jahren genommen hat.

Nur mal zur Erinnerung: Vor zehn Jahren verlor Wacker in der Landesklasse Ost noch 0:5 beim SV Blau-Weiß Fahner Höhe, 1:4 beim TSV Bad Blankenburg und zu Hause gegen den SV Blau-Weiß Gebesee 0:1 oder im Pokal beim SV Blau-Weiß Brehme 3:5. Das soll keinesfalls eine Abwertung dieser verdienten Gegnersiege gegen Wacker ausdrücken, sondern zeigen, wo wir heute stehen. Arminia Bielefeld haben wir in der Saisonvorbereitung in Rottleberode 3:2 bezwungen. Aber das ist Schnee von gestern. Kommen wir zum Alltag.

Im Hinspiel beim BFC gelang uns ein beachtlicher 2:0-Erfolg gegen eine ambitionierte Mannschaft, die in dieser Saison als Aufsteiger Beachtliches geleistet hat (z. B. gegen Jena 1:1 und 3:1, gegen Zwickau beide Spiele 0:0, am Mittwochabend 1:0 in Meuselwitz). Ihre letzten acht Partien haben die Berliner nicht verloren!

Allein diese Resultate belegen, welch schwere Aufgabe am Sonntag auf unsere Männer wartet. Die Dynamos rollen demnach selbstbewusst an den Harzrand, auch wenn ihnen mit Robin Mannsfeld (Gelb-Rote Karte) und Rico Steinhauer, der seine fünfte Gelbe Karte beim ZFC sah, wichtige Spieler wegen Sperren fehlen werden. Vielleicht heißt die Schlagzeile im „Berliner Kurier“ nach dem Oktober-Hinspiel am Sonntag ähnlich: „Dynamo ohne Chance. Nordhausen nimmt BFC doppelt aufs Korn.“ Böse wären die echten Nordhäuser gewiss nicht darüber.

Die Begegnungen zwischen dem FC Berlin und Wacker zu Regionalligazeiten in den Neunzigerjahren endeten hier im Albert-Kuntz-Sportpark jeweils unentschieden, aber nie verliefen sie torlos. Die Frank Terletzki, Thomas Doll, Andreas Thom und andere einstige „Fußballgötter“ sind zwar nicht mehr im Team, aber eine Mannschaft mit klangvollen Namen hat der BFC noch immer.

Bereits am Sonnabend empfängt Wackers Zweite in der Verbandsliga den SV Blau-Weiß Neustadt/Orla. Es wird nicht auf dem Kunstrasenplatz gespielt, sondern auf dem ungewohnten Sportplatz Am Salzagraben (Lessingschule). Anstoß 15 Uhr.
Klaus Verkouter
Autor: red

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