Do, 10:52 Uhr
16.04.2015
Glückliche Wähler?
Einem Beitrag der Zeit zufolge gibt es einen UN-Bericht, und danach sind die Dänen das glücklichste Volk auf der Welt. Deutschland steht auf Platz 26. Liest und hört man die Berichte und Kommentare in den thüringischen Medien über Kandidatenvorstellungen für die Landratswahl des Landkreises Nordhausen, könnte man meinen, hier leben die unglücklichsten Einwohner Deutschlands...
Gewiss sind die Voraussetzungen für eine Landratswahl nach nur zwei Jahren Amtszeit der Vorgängerin nicht günstig. Zumal die Erfolge dieser Amtszeit für die Einwohner sehr überschaubar sind und der Aufstieg der bisherigen Amtsinhaberin zur Landesministerin wohl nur damit zu tun hat, dass sie zur richtigen Zeit in der richtigen Partei war.
An zuviel Partei- und zu wenig Kommunalpolitik krankt offenbar hier im Landkreis das gesamte System. Es gibt da – nach vielerlei Medienberichten - Kommunalpolitiker, die wohl nur auf der Lauer liegen, dem Mitarbeiter oder Chef in der Verwaltung eins auszuwischen, wenn sie/er vermeintlich oder wirklich einen Fehler macht und dann auch noch in der falschen Partei ist. Mit konstruktiver, glückliche Wähler erzeugender, Kommunalpolitik hat das nichts zu tun.
Auch die Kommentatoren, die ihre Sympathie für eine Kandidatin/einen Kandidaten durch teilweise sehr unqualifizierte Kritik (politisch korrekte Umschreibung von Beleidigung, Verunglimpfung, Mobbing) an anderen Kandidaten zum Ausdruck bringen, schaden dem Willen der Einwohner, zur Wahl zu gehen. Das jedoch sollten Sie in jedem Fall tun. Wer nicht wählen geht, stärkt die Position des Kandidaten, den er am wenigsten gern als Landrat sehen möchte.
Damit es Ihnen und uns in einem Landkreis gut geht, braucht dieser eine gute Infrastruktur, welche die Industrie ermutigt, sich hier anzusiedeln und hier Steuern zu zahlen. Ewige Baustellen für Prachtbauten, die dann noch nicht einmal einen ihrer ursprünglichen Zwecke erfüllen können, brauchen wir nicht.
Wir brauchen eine schlanke, effizient arbeitende Verwaltung, mit qualifizierten Mitarbeitern und ohne Wasserkopf. Große Kreise sparen Geld für Landratsbüros, was dann für Dienstreisen und Anleitung der Außenstellen wieder ausgegeben wird. Oder wollen Sie als Wähler in Zukunft für einfachste Verwaltungsvorgänge Ihren Urlaub verplanen? Wer sagt, Nordhausen müsse Landratssitz eines zukünftigen Großkreises bleiben, mutet das den dann einzugemeindenden Menschen zu. Das ist nichts anderes als Egoismus.
Wir brauchen eine Landrätin/einen Landrat mit starken, auch starken emotionalen Bindungen an die Region. Für mindestens eine volle Amtszeit. Immerhin sind 22 Jahre von Joachim Claus ein starkes Beispiel. Man konnte lesen, dass Kommentatoren der Meinung sind, er habe in der Zeit nichts geleistet. Diese Leute sollten schnellstens mindestens einen Augenarzt aufsuchen. Ein Besuch bei anderen Spezialisten erscheint empfehlenswert.
Das sollten Sie am 26.4. und eventuell auch am 10.5. auf dem Weg zum Wahllokal noch mal bedenken.
Jürgen Wiethoff
Autor: redGewiss sind die Voraussetzungen für eine Landratswahl nach nur zwei Jahren Amtszeit der Vorgängerin nicht günstig. Zumal die Erfolge dieser Amtszeit für die Einwohner sehr überschaubar sind und der Aufstieg der bisherigen Amtsinhaberin zur Landesministerin wohl nur damit zu tun hat, dass sie zur richtigen Zeit in der richtigen Partei war.
An zuviel Partei- und zu wenig Kommunalpolitik krankt offenbar hier im Landkreis das gesamte System. Es gibt da – nach vielerlei Medienberichten - Kommunalpolitiker, die wohl nur auf der Lauer liegen, dem Mitarbeiter oder Chef in der Verwaltung eins auszuwischen, wenn sie/er vermeintlich oder wirklich einen Fehler macht und dann auch noch in der falschen Partei ist. Mit konstruktiver, glückliche Wähler erzeugender, Kommunalpolitik hat das nichts zu tun.
Auch die Kommentatoren, die ihre Sympathie für eine Kandidatin/einen Kandidaten durch teilweise sehr unqualifizierte Kritik (politisch korrekte Umschreibung von Beleidigung, Verunglimpfung, Mobbing) an anderen Kandidaten zum Ausdruck bringen, schaden dem Willen der Einwohner, zur Wahl zu gehen. Das jedoch sollten Sie in jedem Fall tun. Wer nicht wählen geht, stärkt die Position des Kandidaten, den er am wenigsten gern als Landrat sehen möchte.
Damit es Ihnen und uns in einem Landkreis gut geht, braucht dieser eine gute Infrastruktur, welche die Industrie ermutigt, sich hier anzusiedeln und hier Steuern zu zahlen. Ewige Baustellen für Prachtbauten, die dann noch nicht einmal einen ihrer ursprünglichen Zwecke erfüllen können, brauchen wir nicht.
Wir brauchen eine schlanke, effizient arbeitende Verwaltung, mit qualifizierten Mitarbeitern und ohne Wasserkopf. Große Kreise sparen Geld für Landratsbüros, was dann für Dienstreisen und Anleitung der Außenstellen wieder ausgegeben wird. Oder wollen Sie als Wähler in Zukunft für einfachste Verwaltungsvorgänge Ihren Urlaub verplanen? Wer sagt, Nordhausen müsse Landratssitz eines zukünftigen Großkreises bleiben, mutet das den dann einzugemeindenden Menschen zu. Das ist nichts anderes als Egoismus.
Wir brauchen eine Landrätin/einen Landrat mit starken, auch starken emotionalen Bindungen an die Region. Für mindestens eine volle Amtszeit. Immerhin sind 22 Jahre von Joachim Claus ein starkes Beispiel. Man konnte lesen, dass Kommentatoren der Meinung sind, er habe in der Zeit nichts geleistet. Diese Leute sollten schnellstens mindestens einen Augenarzt aufsuchen. Ein Besuch bei anderen Spezialisten erscheint empfehlenswert.
Das sollten Sie am 26.4. und eventuell auch am 10.5. auf dem Weg zum Wahllokal noch mal bedenken.
Jürgen Wiethoff
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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