Mo, 13:39 Uhr
13.04.2015
Von Uftrungen nach Nordhausen
Mit einem Marsch des Lebens haben am Sonntag der Evangelische Kirchenkreis Südharz, die Katholische Gemeinde Dom zum Heiligen Kreuz Nordhausen und die Stadt Nordhausen 70 Jahre nach den Todesmärschen ein Zeichen gesetzt...
In Nordhausen angekommen
Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh begrüßte die Teilnehmer am Abend bei ihrer Ankunft vor dem Rathaus, und sagte, dass es wichtig sei, dieses traurige Kapitel der Menschheit für die nachfolgenden Generationen wachzuhalten und zu mahnen.
Der Marsch, der den traurigen Weg der Häftlinge vor 70 Jahren nachvollzog, startete vor der Heimkehle in Uftrungen. Danach ging es mit dem PKW Richtung Südbahnhof Niedersachswerfen, von wo der Marsch über Harzungen nach Neustadt fortgeführt wurde. Mit einem Bus erreichten die Teilnehmer über Buchholz, Petersdorf gegen 19 Uhr Nordhausen.
Die Teilnehmer und Veranstalter waren unter anderem Pfarrer und Gemeindemitglieder aus Osterode/Harz, Braunlage, Claustal-Zellerfeld, Wernigerode, Berlin und Gemeindemitglieder aus der evangelischen und katholischen Kirche Nordhausen.
Gemeinsam stellten die Teilnehmer als symbolischen Akt – auch gegen den Antisemitismus unserer Zeit - einen lebendigen Davidstern dar.
Sie gaben mit dieser Art der Aufarbeitung der Vergangenheit den Überlebenden und anderen Zeitzeugen eine Stimme, die für Versöhnung, Heilung und Wiederherstellung zwischen den Nachkommen der Täter- und Opfergeneration steht.
Rund um Nordhausen gab es ungefähr 40 KZ-Außenlager, beinahe jeder Ort hatte ein solches Lager und beschäftigte Häftlinge oder Zwangsarbeiter. Von 1944 bis April 1945 wurden wegen der herannahenden Front der Alliierten das KZ und seine Außenlager aufgelöst und etwa 34.000 entkräftete Menschen auf Todesmärsche geschickt. 8000 Häftlinge starben auf diesen Routen.
Der Marsch des Lebens entstand im Jahr 2007. Seitdem wurde er zu einer Bewegung, an der zehntausende Menschen in über 100 Städten und 14 Ländern beteiligt waren. In den Jahren 2013-2015, also 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, finden in über 100 deutschen Städten Märsche des Lebens statt.
Autor: redIn Nordhausen angekommen
Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh begrüßte die Teilnehmer am Abend bei ihrer Ankunft vor dem Rathaus, und sagte, dass es wichtig sei, dieses traurige Kapitel der Menschheit für die nachfolgenden Generationen wachzuhalten und zu mahnen.
Der Marsch, der den traurigen Weg der Häftlinge vor 70 Jahren nachvollzog, startete vor der Heimkehle in Uftrungen. Danach ging es mit dem PKW Richtung Südbahnhof Niedersachswerfen, von wo der Marsch über Harzungen nach Neustadt fortgeführt wurde. Mit einem Bus erreichten die Teilnehmer über Buchholz, Petersdorf gegen 19 Uhr Nordhausen.
Die Teilnehmer und Veranstalter waren unter anderem Pfarrer und Gemeindemitglieder aus Osterode/Harz, Braunlage, Claustal-Zellerfeld, Wernigerode, Berlin und Gemeindemitglieder aus der evangelischen und katholischen Kirche Nordhausen.
Gemeinsam stellten die Teilnehmer als symbolischen Akt – auch gegen den Antisemitismus unserer Zeit - einen lebendigen Davidstern dar.
Sie gaben mit dieser Art der Aufarbeitung der Vergangenheit den Überlebenden und anderen Zeitzeugen eine Stimme, die für Versöhnung, Heilung und Wiederherstellung zwischen den Nachkommen der Täter- und Opfergeneration steht.
Rund um Nordhausen gab es ungefähr 40 KZ-Außenlager, beinahe jeder Ort hatte ein solches Lager und beschäftigte Häftlinge oder Zwangsarbeiter. Von 1944 bis April 1945 wurden wegen der herannahenden Front der Alliierten das KZ und seine Außenlager aufgelöst und etwa 34.000 entkräftete Menschen auf Todesmärsche geschickt. 8000 Häftlinge starben auf diesen Routen.
Der Marsch des Lebens entstand im Jahr 2007. Seitdem wurde er zu einer Bewegung, an der zehntausende Menschen in über 100 Städten und 14 Ländern beteiligt waren. In den Jahren 2013-2015, also 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, finden in über 100 deutschen Städten Märsche des Lebens statt.



