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Di, 12:39 Uhr
05.06.2001

Deusa: Neuer Name, alte Sorgen?

Bleicherode (nnz). Die Deusa Solbergwerke und Aufbereitungs GmbH Bleicherode hat einen neuen Namen: „Deusa International GmbH“. Die Sorgen, sprich Verluste, sind geblieben. nnz hat nachgefragt.

Formell ist der Verkauf des Bleicheröder Unternehmens in „Sack und Tüten“, die Abstandsfristen für beide Vertragsseiten ohne Einsprüche abgelaufen. Und dennoch will bei Insolvenzverwalter Carsten Bloß nicht so rechte Freude aufkommen. Noch fehlen für die eigentliche Übernahme des Unternehmens durch den neuen Eigner (Siem Industries) die Genehmigungen der Thüringer Bergbehörden. So hat das Oberbergamt zum Beispiel noch nicht der Übertragung des Bergwerkeigentums zugestimmt. Für Bloß kein Grund zur Besorgnis, denn bei dieser Genehmigung soll es sich um ein „hochkompliziertes, formalistisches Verfahren“ handeln.

Für den Deusa-Betriebsrat ist der jetzige Zustand eher beunruhigend, wie es Betriebsratschef Falko Kauf der nnz sagte. In der Regel seien solche Genehmigungen durch die Bergbehörde schnell ausgestellt, zumal daran der Zeitpunkt von Investitionen gebunden ist. Nach seinem Erkenntnisstand werde gewöhnlich bei derartigen Formalitäten auf einer „Good-Will-Basis“ gehandelt. Im Fall des Deusa-Verkaufs seien jedoch irgendwelche Hürden aufgebaut worden, denen der Betriebsrat in den kommenden Tagen auf den Grund gehen wolle.

Die Zeit drängt auch für den neuen Eigner von „Deusa International“. Mit der jetzigen Produktion von Kali und Bischoffit werden auch Verluste produziert. Von monatlich 400.000 bis 650.000 Mark ist die Rede. „Die Belegschaft ist froh, daß der neue Eigentümer diese Schulden übernimmt“, so Kauf. Doch irgendwann scheint auch hier das Ende der berühmten Fahnenstange gekommen zu sein und in Bleicherode hofft man, daß die Geduld des Investors nicht überspannt werde.

Carsten Bloß hingegen sieht noch keinen Grund zur Sorge, er rechne mit den erforderlichen Genehmigungen Anfang des kommenden Monats, dann wäre er in Bleicherode operativ nicht mehr tätig. Möglichkeiten, die Schulden zu minimieren sieht Bloß in der Erhöhung der Produktionskapazitäten aber auch in der Neuverhandlung von Verträgen mit Energielieferanten.
Autor: nnz

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