Mi, 22:12 Uhr
25.02.2015
Wer bleibt, wer darf gehen?
Die Buchholzer Bürgermeisterin Monika Wüstemann appellierte heute noch einmal eindringlich an den Gemeinderat in Harztor, die Mitgliedsgemeinde der Verwaltungsgemeinschaft "Hohnstein/Südharz" nach Nordhausen gehen zu lassen. Kai Liebig (UWL) sieht das Ausdünnen kritisch und stellte die Frage, wer bleibt und wer gehen darf…
Nur durch Zuwendungen vom Land Thüringen war es möglich, einen ausgeglichenen Haushalt aufzustellen, erklärte Monika Wüstemann, Buchholzer Bürgermeisterin, heute den Gemeinderäten von Harztor. Da es keine Rücklagen gibt, herrscht Stillstand in der Gemeinde. In einer Versammlung vor zwei Jahren sprachen sich knapp 60 Prozent der Bürgerinnen und Bürger für einen Austritt aus der Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/ Südharz aus.
Es gibt keine Investitionen, wir können keine Aufträge annehmen, nur Reparaturen durchführen, sprach die Ortschefin enttäuscht. Der Gemeindearbeiter kann nur noch für eine halbe Stelle bezahlt werden.
Neben den finanziellen Problemen ist Buchholz auch territorial abgeschnitten. Wenn ein Bürger etwas in der Verwaltung zu erledigen hat, benötigt er, wenn er kein Auto besitzt, fast einen Tag. Die Schulkinder fahren schon seit langem nach Nordhausen und auch die Kita-Plätze werden durch die Stadt abgesichert. Buchholz ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln besser an die Stadt angeschlossen, als an den Sitz der Verwaltungsgemeinschaft in Ilfeld. Wir sehen keine andere Alternative, denn bis 2018, so eine Auflage des Finanzministeriums, muss sich die Gemeinde an eine größere Kommune anschließen, erklärte Wüstemann.
Die Bürger sind über die Beschlussfassung der Gemeinderäte in Harztor sehr enttäuscht. Mehrheitlich wurde in Harztor gegen den Antrag gestimmt, die Gemeinde aus der Verwaltungsgemeinschaft zu entlassen. Auch die Harzunger stimmten dagegen, auch hier sollen Gespräche folgen, sagte Wüstemann.
Was wird aus der Verwaltungsgemeinschaft, wenn immer mehr Mitglieder austreten, fragte Kai Liebig in der Gemeinderatssitzung. Einige Gemeinden wollen noch nicht in die Landgemeinde eintreten, wie zum Beispiel Neustadt. Dadurch fehlen den Buchholzern die Landesgrenzen zu Harztor. Doch für Wüstemann spielt eine Umwandlung der Verwaltungsgemeinschaft in eine Landgemeinde keine Rolle mehr, die Bürgerinnen und Bürger wollen nach Nordhausen. Ein erneuter Antrag auf den Austritt soll folgen.
Sandra Witzel
Autor: swiNur durch Zuwendungen vom Land Thüringen war es möglich, einen ausgeglichenen Haushalt aufzustellen, erklärte Monika Wüstemann, Buchholzer Bürgermeisterin, heute den Gemeinderäten von Harztor. Da es keine Rücklagen gibt, herrscht Stillstand in der Gemeinde. In einer Versammlung vor zwei Jahren sprachen sich knapp 60 Prozent der Bürgerinnen und Bürger für einen Austritt aus der Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/ Südharz aus.
Es gibt keine Investitionen, wir können keine Aufträge annehmen, nur Reparaturen durchführen, sprach die Ortschefin enttäuscht. Der Gemeindearbeiter kann nur noch für eine halbe Stelle bezahlt werden.
Neben den finanziellen Problemen ist Buchholz auch territorial abgeschnitten. Wenn ein Bürger etwas in der Verwaltung zu erledigen hat, benötigt er, wenn er kein Auto besitzt, fast einen Tag. Die Schulkinder fahren schon seit langem nach Nordhausen und auch die Kita-Plätze werden durch die Stadt abgesichert. Buchholz ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln besser an die Stadt angeschlossen, als an den Sitz der Verwaltungsgemeinschaft in Ilfeld. Wir sehen keine andere Alternative, denn bis 2018, so eine Auflage des Finanzministeriums, muss sich die Gemeinde an eine größere Kommune anschließen, erklärte Wüstemann.
Die Bürger sind über die Beschlussfassung der Gemeinderäte in Harztor sehr enttäuscht. Mehrheitlich wurde in Harztor gegen den Antrag gestimmt, die Gemeinde aus der Verwaltungsgemeinschaft zu entlassen. Auch die Harzunger stimmten dagegen, auch hier sollen Gespräche folgen, sagte Wüstemann.
Was wird aus der Verwaltungsgemeinschaft, wenn immer mehr Mitglieder austreten, fragte Kai Liebig in der Gemeinderatssitzung. Einige Gemeinden wollen noch nicht in die Landgemeinde eintreten, wie zum Beispiel Neustadt. Dadurch fehlen den Buchholzern die Landesgrenzen zu Harztor. Doch für Wüstemann spielt eine Umwandlung der Verwaltungsgemeinschaft in eine Landgemeinde keine Rolle mehr, die Bürgerinnen und Bürger wollen nach Nordhausen. Ein erneuter Antrag auf den Austritt soll folgen.
Sandra Witzel

