eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Mo, 12:18 Uhr
23.02.2015

Deutliches Plus bei Krediten

Die Volksbanken und Raiffeisenbanken konnten im vergangenen Jahr einmal mehr mit Nähe punkten und Kompetenz überzeugen. Einzelheiten wie immer in Ihren Nordthüringer Online-Zeitungen...


Die Zuwächse bei den Einlagen von 2,9 % auf erstmals über 5 Milliarden Euro und 6,2 % bei den Krediten auf 2,3 Milliarden Euro dokumentieren den weiteren Ausbau der Marktposition in Thüringen. Die aggregierte Bilanzsumme im Freistaat nahm um 4,6 % auf 6,3 Milliarden Euro zu. Die durchschnittliche Bilanzsumme der 15 Kreditgenossenschaften stieg um den gleichen Prozentwert von 402 Millionen Euro auf 421 Millionen Euro. Das auf 75 Millionen Euro (2013: 74 Millionen) verbesserte Betriebsergebnis bewegt sich auf unverändert gutem Niveau.

Für Oskar Dieter Epp, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Saaletal und Sprecher der thüringischen Kreditgenossenschaften hat „das Jahr 2014 die hohe Wettbewerbsstärke der Volksbanken und Raiffeisenbanken unter Beweis gestellt. Durch klassische Tugenden wie gelebte Kundennähe, hohe Verlässlichkeit und kurze Entscheidungswege konnte erneut ein Wachstum gegen den Trend im Gesamtmarkt erzielt werden.“

Die Entwicklung in 2014 hat unverändert den Trend zu langfristigen Finanzierungen gezeigt. Deren Anteil am Kreditvolumen liegt inzwischen bei 85,9 % (+0,7 %). Epp kritisierte „den in der Vergangenheit verfolgten regulatorischen Weg in eine reine Rating- und Zahlenwelt. Entscheidungen, die nur auf mathematischen und zudem intransparenten Modellen beruhen, widersprechen auch dem genossenschaftlichen Modell, das auf der Kenntnis der Kreditnehmer beruht. Kreditgeschäft ist für uns Individualgeschäft und muss auch qualitative Faktoren berücksichtigen.“

Die Kredite an mittelständische Firmenkunden konnten 2014 überdurchschnittlich um 6,8 % auf über 1,2 Milliarden Euro gesteigert werden. Das Wachstum geht insbesondere auf die Dienstleistungsbranche zurück. Der Vergleich zeigt einen zunehmenden Anteil dieses Wirtschaftszweigs am gewerblichen Kreditgeschäft. Die Kreditvergabe an Privatkunden legte um 5,1 % auf 994 Millionen Euro zu.

Bei den Einlagen hält der Trend zu kurzfristigen Kundengeldern unvermindert an. Die Zuwächse konzentrieren sich allein auf diese Gelder, während Spar- und Termineinlagen rückläufig sind. Die täglich fälligen Sichteinlagen wuchsen um 7,2 % auf über 2,9 Milliarden Euro. Ihr Strukturanteil an den Einlagen liegt jetzt bei 58,2 % gegenüber 55,8 % im Vorjahr. „Die bittere Wahrheit angesichts einer EZB-Zinspolitik auf dem Rücken der Verbraucher lautet: Sparen lohnt sich nicht mehr. Wir erleben eine schleichende Enteignung. Mit allen Konsequenzen für die Altersvorsorge in einer älter werdenden Gesellschaft. Die Sicherung des Lebensstandards im Alter ist gefährdet“, kommentierte Oskar Dieter Epp.

Der Vermögensaufbau durch weitgehend risikoloses Sparen sei nicht mehr möglich. „81 % von den 5,2 Billionen Euro Geldvermögen in Deutschland sind zinslastig angelegt. Sie bilden kein Vermögen mehr. Eine einfache Rechnung verdeutlicht das: In den 90er Jahren konnte mit Rentenanlagen das Ersparte in nur 12 Jahren verdoppelt werden. Heute benötigen Anleger mehr als zehnmal solange“, sagte Epp. Trotz weiterhin negativer Zinsen für Bankeinlagen bei der Notenbank ist der Sprecher der thüringischen Kreditgenossenschaften überzeugt: „Für Volksbanken und Raiffeisenbanken sind negative Einlagenzinsen eine absolute Randerscheinung und in der Breite nur schwer vorstellbar. Sie sollten allein schon aufgrund des Förderauftrags und des Symbolgehalts kein Thema sein. Das betreute Kundenvolumen als Summe von bilanzwirksamem Geschäft und Vermittlungsgeschäft an die Unternehmen der Finanzgruppe der Volksbanken und Raiffeisenbanken, neben der Bausparkasse Schwäbisch Hall unter anderem auch die Union Investment und die R+V Versicherung, stieg um 4,4 % auf rund 9,7 Milliarden Euro.

Flächendeckende Versorgung mit Finanzdienstleistungen
Aktuell sind die 15 thüringischen Kreditgenossenschaften gegenüber dem Vorjahr fast unverändert mit 200 Filialen, 59 SB-Stellen und 269 Geldautomaten im Freistaat präsent. Die aktuelle Zahl der Mitarbeiter in Thüringen liegt bei 1.723 (2013: 1.720), darunter sind 153 Auszubildende. Sie betreuen rund 452.000 Kunden, die mehr als 767.000 Konten unterhalten. Besonders positiv ist auch angesichts der demografischen Entwicklung der erneute Zuwachs bei den Mitgliedern der Kreditgenossenschaften: 2014 hat ein Plus von 2.032 (+1,8 %) auf 113.741 gebracht.

Die 15 dem Genossenschaftsverband angehörenden Volksbanken Raiffeisenbanken versorgen Thüringen mit flächendeckenden Bankdienstleistungen und einem der dichtesten Servicenetze. Sie beschäftigen 1.723 Mitarbeiter, darunter 1563 Auszubildende und haben zusammen 113.741 Mitglieder (Stand 31.12.2014).
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)