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Mo, 08:12 Uhr
23.02.2015

Klarsichtbrillen für Erfurter Politiker

Am Donnerstag vergangener Woche fand in dem Erfurter Club für Volkssolidarität in der Oskar Schlemmerstraße ein Talk-Nachmittag der Senioren des DGB mit geladenen Landtagsabgeordneten statt. Der Raum der zur Verfügung stand, war schon fast zu klein für die rund siebzig Personen...

Karikatur (Foto: H. Buntfuß) Karikatur (Foto: H. Buntfuß)
Das Thema der Veranstaltung: „Mindestlohn“. Geladen hatten sich die Senioren fünf Abgeordnete, da waren Susanne Hennig-Wellsow (Die Linke), Matthias Hey (SPD), Elke Holzapfel (CDU) und Dirk Adams (Bündnis 90 Die Grünen).

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Anzumerken ist, dass Frau Holzapfel für Mike Mohring erschienen ist. Ich weiß nicht warum Herr Mohring nicht erschienen ist, vielleicht hatte er Angst vor unbequemen Fragen, in Bezug auf die letzte Wahl von Bodo Ramelow?

Wie gesagt, ging es um den Mindestlohn, was die einzelnen Politiker dazu zu sagen hatten, können sie, wenn auch nur in Kurzform der Karikatur entnehmen. Sie können sich sicher gut vorstellen, wie die Politiker das Ganze noch kräftig ausschmückten?

Ein Beispiel möchte ich doch etwas näher beschreiben und zwar die Darstellung der Frau Holzapfel (CDU). Ihre ersten Worte waren, die CDU hat die Wahl in Thüringen mit 34% der Stimmen aller Thüringer gewonnen. Auf einen Einwurf, dass das so nicht richtig sei, sondern das die 34% nur von denen sind, die zur Wahl gewesen sind, reagierte sie etwas ausfallend und überheblich. Aber man muss das auch verstehen, der Verlust der Regierungsgewalt kann schon mächtig am Ego nagen.

Ansonsten war es eine gute Veranstaltung, die von der IG BAU Nordthüringen, Ostthüringen und Erfurt dazu genutzt wurde, den anwesenden Abgeordneten stellvertretend für jeden Landtagsabgeordneten ein Kuvert mit einem Brief und einer Klarsichtbrille zu übergeben. Die Brille soll die Abgeordneten dazu inspirieren, sich immer einen klaren Blick für ihre Arbeit zu wahren. Schon vor der Wahl wurden den Kandidaten ein paar Arbeitshandschuhe übergeben, damit sie während ihrer Regierungszeit auch einmal heiße Eisen anfassen können.

Den Brief hatten die Nordthüringer Online-Zeitungen am Morgen innerhalb ihrer doku-Reihe veröffentlicht.
Autor: red

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Kommentare
Franz Tabak
23.02.2015, 13:01 Uhr
8,50 Euro
Für mich ist die Karikatur sehr aussagekräftig!

Besonders der Spruch der SPD! 8,50 Euro, dabei wird es mit der SPD wohl ewig bleiben.

Bei der CDU muss ich leicht staunen. Mit einmal behauptet man dort: "Wir waren ja schon immer für 8,50 Euro!" Am besten gefällt mir das Wörtchen "aber", denn es ist doch so, dass auf dringen der CDU nicht alle 8,50 Euro bekommen. Außerdem möchte die CDU die Dokumentationspflicht über Arbeitszeiten abschaffen. Hierdurch könnte man nämlich nachweisen, wieviel Arbeitsstunden der Arbeitnehmer wirklich leisten muss und dass will die CDU mit Gewalt verhindern!
Wolfi65
23.02.2015, 13:17 Uhr
Bei aller Misstimmung
sollte man nicht vergessen, den Industriestandort Deutschland global wettbewerbsmäßig zu halten.
Allein der Umstand, dass in Südamerika und in Südostasien Stundenlöhne jenseits der 2 Euro gezahlt werden, lässt manchen Unternehmer in Deutschland aufhorchen und den Mindestlohn von 8,50 Euro in Frage zu stellen.
Wer also in Zukunft noch seine Arbeit behalten will, sollte beim Mindestlohn sich nicht unnötig an eine Zahl klammern.
Auch wenn es unter dem Strich nicht mehr zu Leben reicht, sollte man nicht vergessen, wenigstens auf Arbeit gehen zu dürfen.
Mister X
23.02.2015, 13:30 Uhr
2 Euro
Wolfi65 wir haben in Afrika auch Hungersnöte, müssen wir die jetzt auch Hungern?
Wolfi65
23.02.2015, 13:41 Uhr
Jenseits von Afrika
Niemand muss in Deutschland hungern,denn gibt es doch die reichhaltig gedeckten Tische bei den Tafeln.
Und die Kosten der Unterkunft übernehmen die örtlichen Versorger.(Das Jobcenter und Sozialamt)
Wer dann immer noch Lust auf Arbeit hat, der kann ja erst einmal kostenlos ein Jahr Praktikum bei einem Unternehmen machen, mit der, wenn auch geringen Chance auf Übernahme in das ständig wechselnde Stammpersonal.
Franz Tabak
23.02.2015, 14:10 Uhr
Vollkommen Richtig!
Wolfi64: Ich halte Ihre Kommentare für ironisch sehr gut gelungen.

Ein Arbeitsloser oder gar ein "Praktikant" benötigt kein hochwertiges Essen, dafür gibt es ja die Tafeln. Ob dieses hochwertige Lebensmittel sind, sei jetzt mal dahin gestellt.

Wolfi65, ich habe auch einen schönen, ironischen Spruch von Herrn Müntefering, SPD-Politiker, der da heißt: „Wer arbeitet, muss was zu essen haben, wer nicht arbeitet, braucht nichts essen.“ - Übrigens verdient Müntefering heute sein Geld im Ehrenamt beim Arbeiter-Samariter-Bund! Was für eine Ironie, oder?

Trotz alldem sind solche Veranstaltungen die der Aufklärung dienen höchstangebracht und sehr sinnvoll!
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Anmerk. d. Red.: Die Diskussion ist beendet.
Neutrali
23.02.2015, 14:36 Uhr
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