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Mo, 13:06 Uhr
16.02.2015

Südharz-Hunderter mit Hund

Ein vierbeiniger Begleiter sorgte beim 21. Südharz-Hunderter für viel Spaß, aber auch für Probleme, deren Lösung keinen Aufschub duldete. Der Streckenbericht von Bodo Schwarzberg in Ihrer nnz...

Am Start in Nordhausen (Foto: privat) Am Start in Nordhausen (Foto: privat)
Start in Nordhausen: Peter Jermann, Dr. André Petrasch, Martin Stiller, Rolf Weißenborn, Brigitte Stamm, Werner Gastel (von links nach rechts)

Sieben Wanderenthusiasten fanden sich am vergangenen Sonnabend gegen 11:30 am Bahnhof Nordhausen ein, um sich auf der Gesamtdistanz von Nordhausen nach Halle ihre individuellen sportlichen Ziele zu erfüllen. Brigitte Stamm aus Nordhausen hatte aus den Medien von der Langstreckenwanderung erfahren und sich kurzerhand für die Bewältigung des Teilstücks mit den meisten Höhenmetern entschieden: Von Nordhausen, über den Alten Stolberg nach Uftrungen.

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Sie freute sich vor allem darüber, dass sie sich auf diese Weise einen ihr bisher unbekannten Abschnitt des Karstwanderwegs erschließen konnte. Nach 19 Kilometern beendete sie die Tour.

Auch Peter Jermann aus Breitungen fand sich am Start ein, um von der Zorgestadt die 24 Kilometer bis in seinen Heimatort zu bewältigen. Dem 69-jährigen Nordhäuser Werner Gastel stand eine Premiere besonderer Art bevor: Der erfahrene Harzwanderer wollte einen Versuch über die gesamte 100 km-Distanz von Nordhausen, über Großleinungen und Eisleben nach Halle wagen – und hatte Erfolg. Er habe es sich trotz aller erlittenen Blessuren nicht so schwierig vorgestellt, sagte er am Ziel, dem S-Bahnhof in Nietleben am Rande von Halle-Neustadt, das wir am Sonntag gegen 12:55 mit zehn Minuten Verspätung erreichten.

Eine persönliche Bestleistung erwanderten sich aber auch Rolf Weißenborn aus Rehungen und Martin Stiller aus Gerbstedt (Landkreis Mansfeld-Südharz). Ersterer erreichte die 100 km und war am Ziel unschlüssig, ob er so etwas noch einmal auf sich nehmen würde. Das Glück über die auf der Urkunde dokumentierte hervorragende Leistung war ihm trotz einer gewissen Erschöpfung anzusehen.

Auf Martin Stiller wartete in Eisleben sein vorsorglich abgestelltes Auto. Er war froh, es nach 69 Kilometern um 4:35 am Sonntag erreichen zu können, freut sich jedoch bereits auf seine nächste Teilnahme und damit auf seinen ersten Hunderter.

Dr. André Petrasch aus Nauendorf bei Halle gehört längst zu den alten Hasen beim Südharz-Hunderter. Er absolvierte bei dieser Veranstaltung vor mehreren Jahren seine erstmals eine derartige Streckenlänge zu Fuß und wurde trotz der damals erlittenen Blasen zu einem der treuesten Teilnehmer.

In Uftrungen erhielten wir Zulauf von einer weißen Labrador-Hündin, die sich ob einiger Streicheleinheiten bei uns pudelwohl zu fühlen begann und beschloss, Teil unseres Rudels zu werden. Großes Vergnügen bereitete uns allen die enorme Laufleistung des Tieres, das uns oft hunderte Meter vorauseilte, um uns dann wieder entgegen zu sprinten. Auf den rund neun Kilometern zwischen Uftrungen und Agnesdorf legte sie so möglicherweise fast die doppelte Distanz zurück.

Problematisch wurde es aber oft dann, wenn wir von Autos passiert wurden. Die Hündin zeigte keinerlei Skrupel vor ihnen. Mehrere mussten stark abbremsen und deren Fahrer reagierten mit Recht verärgert, auch weil sie natürlich meinten, der Vierbeiner gehöre zu uns. Spätestens an der Straßenabzweigung nach Hayn, wir befanden uns zwischen Breitungen und Agnesdorf, musste eine Lösung her, zumal die erreichte Straße stärker befahren war, als die bisher genutzte.

Ein Teilnehmer opferte seinen Gürtel und wir leinten das Tier an. Die Sangerhäuser Notrufzentrale beauftragte eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes, die uns in Agnesdorf erreichte, und die Labrador-Hündin in Empfang nahm.

Gerade, als wir Wanderer gegen 19 Uhr auf ein schnelles Bier in der wunderschönen Gaststätte „Zur Queste“ in Questenberg saßen, kam die freundliche Dame noch einmal auf und zu und teilte uns mit, dass sie die Hündin an ihren Uftrunger Besitzer übergeben habe – mit einer entsprechenden Rechnung versteht sich. Dort sei man sehr erleichtert gewesen, zumal das Tier wegen seiner Abenteuerlust bei den Behörden kein Unbekannter sei. Nach meiner Meinung benötigt der Hund dringend mehr Bewegung im Alltag.

Am Ziel in Halle (Foto: privat) Am Ziel in Halle (Foto: privat)
Am Ziel in Halle nach 100 km: v.l. Rolf Weißenborn, Dr. André Petrasch, Werner Gastel, Bodo Schwarzberg.

Bedanken möchten wir uns auch bei den Teams der Gaststätten Thyrafuchs in Uftrungen, Harzer Erlebnishof in Grillenberg und Strandhotel-Aseleben für die wie immer hervorragende Bewirtung. Auch wegen dieser freuen wir uns schon jetzt auf den 22. Südharz-Hunderter am 24. Oktober.

Als nächstes startet am 31.07. jedoch der 10. Harz-Hunderter EXTREM von Seesen, über den Brocken nach Eisleben über 147 km. Zum achten Mal geht es dann über den gesamten Harz von West nach Ost (bodo_schwarzberg@yahoo.de).
Bodo Schwarzberg
100 Kilometer unterwegs (Foto: privat)
100 Kilometer unterwegs (Foto: privat)
100 Kilometer unterwegs (Foto: privat)
100 Kilometer unterwegs (Foto: privat)
100 Kilometer unterwegs (Foto: privat)
100 Kilometer unterwegs (Foto: privat)
100 Kilometer unterwegs (Foto: privat)
100 Kilometer unterwegs (Foto: privat)
100 Kilometer unterwegs (Foto: privat)
100 Kilometer unterwegs (Foto: privat)
100 Kilometer unterwegs (Foto: privat)
100 Kilometer unterwegs (Foto: privat)
100 Kilometer unterwegs (Foto: privat)
100 Kilometer unterwegs (Foto: privat)
100 Kilometer unterwegs (Foto: privat)
100 Kilometer unterwegs (Foto: privat)
100 Kilometer unterwegs (Foto: privat)
100 Kilometer unterwegs (Foto: privat)
100 Kilometer unterwegs (Foto: privat)
100 Kilometer unterwegs (Foto: privat)
Autor: red

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