Fr, 07:00 Uhr
13.02.2015
Lichtblick: Rosenmontag – Lachen - Kirche
Am Montag ist es so weit, der höchste Feiertag der Karnevalisten ist gekommen. Laut Lexikon wird dieser Montag auch rasender Montag genannt. Das kommt dem närrischen Treiben ziemlich nah. Schaut man im Lexikon noch etwas genauer, dann findet sich für den Rosenmontag eine Erklärung, die an den Papst erinnert...
Da wurde der Sonntag Lätare Rosensonntag genannt, weil es Sitte war, daß der Papst an diesem Tag eine goldene Rose weihte und sie an eine herausragende Persönlichkeit vergab.
Nun ist der Sonntag Lätare, was so viel heißt wie freue dich, vier Wochen nach dem Rosenmontag, aber man kann sich ja nicht genug freuen. So mancher Witz aus der Karnevalssitzung bleibt auch dich auch im Gedächtnis und sorgt für herzliches Gelächter auch weit nach Rosenmontag und Aschermittwoch.
Bis dahin sind viele Unterwegs mit Masken und Kostümen. Wie sehr versuchen Menschen in andere Rollen zu schlüpfen. Da wird aus einem schüchternen Menschen ein Pirat, aus dem gestandenen Geschäftsmann ein Kobold, aus einer tüchtigen Frau eine Pipi Langstrumpf.
Solche Masken sind lustig. Weniger lustig sind die Masken, die manche Menschen im Alltag tragen (müssen). Die wenigsten fühlen sich dabei wohl. Sie wären froh, wenn sie ihr wahres Gesicht zeigen könnten ohne ihr Gesicht zu verlieren.
Vielleicht geht da am einfachsten, wenn man noch über sich selber lachen kann. Wir kennen doch den einen, vor dem sowieso keine unserer Masken funktioniert. Er durchschaut uns und ich kann so sein, wie ich bin, mit allen Traurigkeiten, Sorgen, Freuden und Hoffnungen.
Sind es nicht auch diese Dinge, die in einer Büttenrede oder Büttenpredigt in der Kirche aufgenommen sind. Am lautesten lachen wir doch, wenn wir uns oder wenigstens jemanden den wir kennen, in solchen Büttenreden wiedererkennen? Wenn lustig verpackt, die ganze Wahrheit gesagt wird?
Der Mensch ist ein Geschöpf, das nicht nur arbeitet und denkt, sondern auch singt, tanzt, betet und feiert. Der Fasching ist so etwas wie eine Auferstehung von dem, was den Menschen ausmacht. Unsere Dummheiten werden auf eine sehr liebenswerte und fantasievolle Weise entlarvt. Ein Narr weigert sich, die Welt so hinzunehmen, wie sie ist. Er lacht über diejenigen, die ewig jung und schön sein wollen, menschliche Katastrophen verursachen und Kriege anstiften, und nimmt ihnen so ihre Macht. Merkwürdig ist es, dass christlicher Glaube scheinbar durch so viele Jahre hindurch das Empfinden für das Komische verloren hat.
Dabei ist das Gelächter ein Helfer auf dem Weg der Hoffnung. Das Fest der Narren ist da ein Geschenk, das unsere Augen öffnet. Mein Humor stellt fest, wie wenig alles Irdische und Menschliche den Maßstäben Gottes entspricht. Der Sinn fürs Komische ist der Bibel keineswegs fremd. Zwar sagen andere: Es gibt an der Bibel nichts Komisches. Aber darüber möchte ich lachen.
Gott selbst lacht über den Bösen, so sagt es ein Psalm. Als die greise Sara ihren Sohn Isaak zur Welt bringt, nennt sie ihn Gelächter, weil in ihrem Alter ein Kind zu kriegen, einfach ein Witz ist. Und man stellt sich die Frage: Warum erkennen wir nicht in Jesus den, der das Lachen wieder bringt, der Zuversicht und Freude zu denen bringt, die sonst nichts zu lachen hatten?
Gleich dem Clown kann der Glaubende sich über die eigene Lächerlichkeit lustig machen. Der Fasching lädt uns dazu ein: Er lässt uns über unsere Erfolge, über unsere Ängste wie über unseren Kleinglauben lachen. Und wer nicht mehr lacht, hat aufgehört, Mensch zu sein.
Deshalb: Feiern Sie mit! Lachen sie über eine Büttenpredigt in der Kirche! Denn christlicher Glaube rechnet mit einer Hoffnung, über die viele lachen, die aber kein Witz, sondern die Wahrheit, ist, dass nämlich der Mensch am Ende der Zeit zu einem heiteren Fest eingeladen ist, wo Lachen erklingt und der Tanz gerade angefangen hat. Die besten Dinge kommen erst noch. Es ist zwar manchmal kaum zu glauben, aber auch bei den Christen wird gelacht.
Am Ende noch ein kleiner Witz zum Weitersagen.
Eine Frau steht morgens lange vor dem Spiegel und stellt fest: O wie bin ich schön! Da kommt ihr in den Sinn, daß dieser Gedanke vielleicht eine Sünde sein könnte. Folglich geht sie zu einem Pfarrer und fragt nach, ob dieser Gedanke eine Sünde sei. Der Pfarrer überlegt lange und sagt schließlich: Nein, Irrtum ist keine Sünde.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen besonders witzigen und lustigen Rosenmontag.
Pastorin Steffi Wiegleb
Autor: redDa wurde der Sonntag Lätare Rosensonntag genannt, weil es Sitte war, daß der Papst an diesem Tag eine goldene Rose weihte und sie an eine herausragende Persönlichkeit vergab.
Nun ist der Sonntag Lätare, was so viel heißt wie freue dich, vier Wochen nach dem Rosenmontag, aber man kann sich ja nicht genug freuen. So mancher Witz aus der Karnevalssitzung bleibt auch dich auch im Gedächtnis und sorgt für herzliches Gelächter auch weit nach Rosenmontag und Aschermittwoch.
Bis dahin sind viele Unterwegs mit Masken und Kostümen. Wie sehr versuchen Menschen in andere Rollen zu schlüpfen. Da wird aus einem schüchternen Menschen ein Pirat, aus dem gestandenen Geschäftsmann ein Kobold, aus einer tüchtigen Frau eine Pipi Langstrumpf.
Solche Masken sind lustig. Weniger lustig sind die Masken, die manche Menschen im Alltag tragen (müssen). Die wenigsten fühlen sich dabei wohl. Sie wären froh, wenn sie ihr wahres Gesicht zeigen könnten ohne ihr Gesicht zu verlieren.
Vielleicht geht da am einfachsten, wenn man noch über sich selber lachen kann. Wir kennen doch den einen, vor dem sowieso keine unserer Masken funktioniert. Er durchschaut uns und ich kann so sein, wie ich bin, mit allen Traurigkeiten, Sorgen, Freuden und Hoffnungen.
Sind es nicht auch diese Dinge, die in einer Büttenrede oder Büttenpredigt in der Kirche aufgenommen sind. Am lautesten lachen wir doch, wenn wir uns oder wenigstens jemanden den wir kennen, in solchen Büttenreden wiedererkennen? Wenn lustig verpackt, die ganze Wahrheit gesagt wird?
Der Mensch ist ein Geschöpf, das nicht nur arbeitet und denkt, sondern auch singt, tanzt, betet und feiert. Der Fasching ist so etwas wie eine Auferstehung von dem, was den Menschen ausmacht. Unsere Dummheiten werden auf eine sehr liebenswerte und fantasievolle Weise entlarvt. Ein Narr weigert sich, die Welt so hinzunehmen, wie sie ist. Er lacht über diejenigen, die ewig jung und schön sein wollen, menschliche Katastrophen verursachen und Kriege anstiften, und nimmt ihnen so ihre Macht. Merkwürdig ist es, dass christlicher Glaube scheinbar durch so viele Jahre hindurch das Empfinden für das Komische verloren hat.
Dabei ist das Gelächter ein Helfer auf dem Weg der Hoffnung. Das Fest der Narren ist da ein Geschenk, das unsere Augen öffnet. Mein Humor stellt fest, wie wenig alles Irdische und Menschliche den Maßstäben Gottes entspricht. Der Sinn fürs Komische ist der Bibel keineswegs fremd. Zwar sagen andere: Es gibt an der Bibel nichts Komisches. Aber darüber möchte ich lachen.
Gott selbst lacht über den Bösen, so sagt es ein Psalm. Als die greise Sara ihren Sohn Isaak zur Welt bringt, nennt sie ihn Gelächter, weil in ihrem Alter ein Kind zu kriegen, einfach ein Witz ist. Und man stellt sich die Frage: Warum erkennen wir nicht in Jesus den, der das Lachen wieder bringt, der Zuversicht und Freude zu denen bringt, die sonst nichts zu lachen hatten?
Gleich dem Clown kann der Glaubende sich über die eigene Lächerlichkeit lustig machen. Der Fasching lädt uns dazu ein: Er lässt uns über unsere Erfolge, über unsere Ängste wie über unseren Kleinglauben lachen. Und wer nicht mehr lacht, hat aufgehört, Mensch zu sein.
Deshalb: Feiern Sie mit! Lachen sie über eine Büttenpredigt in der Kirche! Denn christlicher Glaube rechnet mit einer Hoffnung, über die viele lachen, die aber kein Witz, sondern die Wahrheit, ist, dass nämlich der Mensch am Ende der Zeit zu einem heiteren Fest eingeladen ist, wo Lachen erklingt und der Tanz gerade angefangen hat. Die besten Dinge kommen erst noch. Es ist zwar manchmal kaum zu glauben, aber auch bei den Christen wird gelacht.
Am Ende noch ein kleiner Witz zum Weitersagen.
Eine Frau steht morgens lange vor dem Spiegel und stellt fest: O wie bin ich schön! Da kommt ihr in den Sinn, daß dieser Gedanke vielleicht eine Sünde sein könnte. Folglich geht sie zu einem Pfarrer und fragt nach, ob dieser Gedanke eine Sünde sei. Der Pfarrer überlegt lange und sagt schließlich: Nein, Irrtum ist keine Sünde.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen besonders witzigen und lustigen Rosenmontag.
Pastorin Steffi Wiegleb

