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So, 18:56 Uhr
08.02.2015

Forum: Betrug an nachfolgenden Generationen?

In keinem europäischen Land ist das gesetzliche Renteneintrittsalter 67 Jahre. Deutschland liegt, was das betrifft, an der Spitze. Gedanken eines Lesers der Nordthüringer Online-Zeitungen...


Mal davon abgesehen, gehen laut verschiedener Statistiken die Menschen in den europäischen Ländern mit 60, 61 oder 62 in Rente. Die Frage, die man sich stellen muss, fehlen nur in Deutschland Fachkräfte?

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Der Aspekt, der in der Rentendiskussion völlig außer Acht gelassen wird ist die fortschreitende Automatisierung. Zum Beispiel in der Autoindustrie werden Arbeitsplätze durch Roboter und Computer ersetzt. Auch andere Bereiche werden von zunehmender Automatisierung erfasst. Das heißt, es werden zukünftig gar nicht mehr so viele Fachkräfte benötigt. Oder?

Mein Beitrag in die gesetzliche Rentenkasse wird nun noch für die Mütterrente verwendet und jetzt soll ich noch für die Rentenanpassung für die Ostrenten aufkommen. Das ist sicherlich richtig. Aber wer zahlt die Zeche? Die jüngere Generation. Ist das richtig? Gab es nicht einen Generationenvertrag? Hat die Politik diesen aufgekündigt?

Wie lange sollen die heute 30 oder 40 jährigen arbeiten, um Rente zu bekommen und reicht der Mindestlohn aus, um eine zum Leben existierende Rente zu erhalten? Das Argument, die Menschen haben heute eine längere Lebenserwartung, ist sicherlich richtig, aber sind die Menschen auch gesünder und leistungsfähiger mit 65 oder älter oder ist die heute höhere Lebenserwartung nur des medizinischen Fortschritts zu verdanken?
Jens Meinhardt, Nordhausen
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
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Kommentare
Nörgler
08.02.2015, 19:52 Uhr
Interessant
Ich glaube auch, dass die Menschen heute nicht gesünder sind. Vor 20 oder 30 Jahren war der medizinische Fortschritt nicht auf dem Stand, wie heute. Deshalb sind die Menschen früher gestorben. Heute ist es nicht "schick alt, faltig und gebrechlich" zu sein. Das passt nicht in eine Leistungsgesellschaft.
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