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Di, 10:49 Uhr
20.01.2015

Kegel vom Wochenende

Mit recht gemischten Gefühlen haben Keglerinnen und Kegler aus dem Landkreis Nordhausen das Wochenende hinter sich gebracht. Uwe Tittel mit den ausführlichen Berichten in Ihrer nnz...

Salzas kleine Schwächen fielen nicht ins Gewicht

Kegeln Landesliga Frauen 120 Wurf
TSV Motor Gispersleben – TSG Salza 0:6 (1840:1968/11:5)

Wer wird Sieger in der Landesligastaffel II der Frauen? Diese Frage ist nach dem zwölften von 18 Spieltagen offener denn je. Vier Mannschaften mit nur je vier Minuspunkten behaftet rangieren nur durch das Verhältnis der erzielten Mannschaftspunkte von einander getrennt, bestimmen das Geschehen an der Tabellenspitze und werden den Sieger sicher unter sich ausmachen.

Tabellenführer ist nun wieder Titelverteidiger TSG Salza, der wie erwartet in Gisperseben erfolgreich war, während der bisherigen alleinige Spitzenreiter Rudolstadt überraschend in Gebesee unterlag und nun Dritter ist.
6:0 von Salza bei Gispersleben II, das hört sich nach einem souveränen Auftritt an. Der Sieg stand zwar nie außer Frage, doch die Salzaerinnen hatten durchaus einige Schwächen.

Toni Herrmann legte auf ihrer dritten Bahn tolle 101 Volle vor um dann nur noch 26 Kegeln zu räumen. Auf der vierten Bahn machte sie es an andersrum, spielte nur 79 Volle und räumte dann 52. Mit ihrem überlegenen Sieg gegen die zu schwache und auf allen vier Bahnen chancenlose Nadin Luther aber war die Entscheidung aber praktisch schon gefallen. Denn auch Margot Helbing blieb im ersten Paar erfolgreich. Nach zwei guten ersten Bahnen baute sie zwar wieder tüchtig ab, hatte am Ende aber ihre Nerven im Zaum, als sie mit dem vorletzten Wurf den einen noch stehenden Kegel traf und anschließend ein Fünf ins volle Bild spielte.

Damit holte sie bei 2:2 Bahnsiegen durch die knapp bessere Gesamtholzzahl den Mannschaftspunkt.
Beide Mannschaftspunkte dann auch im zweiten Paar für Salza. Dabei blieb Steffi Boenki allerdings weit von Bestform entfernt. Und Ines Werner geriet durch Zeitüberschreitung auf der dritten Bahn sogar 1:2 Rückstand, hatte ihre Gegnerin auf der letzten Bahn dann aber ganz sicher im Griff.


Margot Helbing|1:0|(469:467/2:2)
Toni Herrmann|1:0|(525:445/4:0)
Steffi Boenki|1:0|(471:447/3:1)
Ines Werner|1:0 (503:481/2:2)

Ein einziger Kegel fehlte dem NSV zum Sieg

SSV 1949 Weimar II – Nordhäuser SV 3:3 (1956:1955/6:10)
Ein Punkt ist besser als keiner, dennoch konnten sich die NSV-Frauen nicht wirklich freuen. Drei der vier Einzelspiele gewonnen, aber den Gesamtsieg um einen einzigen nicht mehr gefallenen Kegel verpasst. Für Gispersleben war das Unentschieden dagegen wie ein Sieg.

Zunächst aber viel Freude beim NSV, denn mit der Rückkehr von Sonja Klaus hat sich die Personalsituation wieder etwas verbessert. Etwas süßsaure Mienen allerdings schon nach dem ersten Durchgang. Regina Hahn bestätigte zwar den Formanstieg der letzten Wochen, machte ein sehr gutes Spiel und gewann überlegen. Doch Ursula Lautenbach, die Nicole Hoffmann entlasten sollte, konnte der am Ende Tagesbesten Ute Liske nicht annähernd Paroli bieten und verlor schon gewaltig an Boden, so dass am Ende der zweiten Bahn doch Nicole Hoffmann eingewechselt werden musste.

Auch sie hatte zunächst keine Chance, holte sich aber mit sehr gutem Spiel knapp mit 131:128 die vierte Bahn. Das sollte ihr für die nächsten Spiele auch neues Selbstvertrauen geben. Am schon deutlichen Rückstand aber konnte das nichts mehr ändern. 1:1 und 42 Holz Vorsprung für Gispersleben.

Das Spiel im zweiten Durchgang wurde dann mehr und mehr zu einem Krimi. Zunächst machte sich Hoffnung bei den Nordhäuserinnen breit. Zwar kam Sonja Klaus nur schwer ins Spiel, verständlich nach ihrer langen Trainings- und Wettkampfzwangspause. Die ersten beiden Bahnen gingen an ihre Gegnerin. Dafür startete Kapitän Tina Romhardt stark, gewann zweimal überlegen und konnte den Holzrückstand um 29 Punkte verkürzen. Dann aber waren es die Gastgeberinnen, die leicht aufatmeten, dem Sieg schon ganz nahe kamen.

Zwar hatte sich Sonja Klaus nun warm gespielt, gewann knapp, dafür verlor Tina Romhardt gegen die plötzlich wie entfesselt spielende Gisela Herrmann mit 125:152. Wäre jetzt schon Schluss, dann hätte Gispersleben mit 4:2 gewonnen. Aber es kam ja noch eine Bahn. Und auf der wurde es nun von Minute zu Minute spannender. Nun hatte Nun hatte Marie-Luise Wendt, die Gegnerin von Sonja Klaus endgültig ihr Pulver verschossen, während die Nordhäuserin noch eine ganze starke Bahn spielte, 30 Holz zwischen sich und die Gegnerin legte und damit noch den dritten Mannschaftspunkt für Nordhausen holte. Unentschieden oder Sieg für den NSV, darüber mussten die letzten Würfe der Partie entscheiden.

Tina Romhardt kämpfte, aber Gisela Herrmann ließ nicht abreißen, unterlag nur um vier Zähler. Damit rettete sie ihrem Team in der Gesamtrechnung einen einzigen mehr gefallenen Kegel und damit das Unentschieden.

Regina Hahn1:0(518:449/4:0)
Ursula Lautenbach/Nicole Hoffmann0:1(422:533/1:3)
Tina Romhardt1:0(527:507/3:1)
Sonja Klaus1:0(488:467/2:2)

Gut war diesmal nicht gut genug

Kegeln Landesliga Männer 200 Wurf
Glückauf Sondershausen – SG Bleicherode/Sollstedt 5093:5074

Diesmal hat es nicht geklappt. Nach dem Sieg in der letzten Saison bei Glückauf Sondershausen gelang der SG Bleicherode/Sollstedt zwar wieder ein gutes Mannschaftsergebnis, allerdings fast 100 Holz weniger als vor Jahresfrist. Damit hätte man wieder gewonnen, so aber musste man sich knapp geschlagen geben und ist nun Tabellenletzter.

Es fing vielversprechend an für die Gäste. Mario Czerwinski und Uwe Schäfer gewannen ihre Duelle deutlich und gaben dem zweiten Paar mit 110 Holz schon einen sehr komfortablen Vorsprung mit auf den Weg. Beide Sondershäuser, vor allem Ersatzmann Eberhard Preuhsler leisteten sich zu viele Fehlwürfe.

Genau andersrum war es im zweiten Paar. Hier sündigten Hanjo Sinzel und auch Rainer König mit insgesamt 33 Wurf ins Leere viel zu sehr. Bei Sondershausen machte hingegen Gerd Sennewald ein ganz starkes Spiel. Aber noch hatte die SG vor dem letzten Paar ein Plus von 35 Holz. Das schrumpfte dann langsam aber kontinuierlich. Während die Sondershäuser immer mehr Oberwasser bekamen wurden die Mienen der Gäste zunehmend besorgter.

Zwar gab Daniel Schäfer alles, hatte seinen Widerpart auch gut im Griff, hatte nach sehr gutem Spiel in die Vollen (613 Holz) im Räumen allerdings wieder nicht immer das glücklichste Händchen. Entscheidend jedoch das andere Duell zwischen Maik Schäfer und dem Ex-Nordhäuser Enric Winkler. Winkler präsentierte sich in überragender Verfassung, war sowohl in die Vollen mit 619 Holz als auch im Räumen mit 309 Holz bei nur drei Fehlwürfen der mit Abstand Beste des Tages.

Da konnte Maik Schäfer leider überhaupt nicht gegenhalten und Sondershausen konnte im letzten Räumen doch noch einen kleinen Vorsprung heraus spielen. Am Ende waren es die Fehlwürfe, die gegen die SG sprachen. Neun Löcher mehr als die Gastgeber, das sind gut Holz, die felten.

Günther Albrecht - Mario Czerwinski824:856
Eberhard Preuhsler - Uwe Schäfer758:836
Andreas Löwe - Hanjo Sinzel836:815
Gerd Sennewald - Rainer König891:837
Enric Winkler - Maik Schäfer928:833
Steffen Dörre - Daniel Schäfer856:897

Uwe Tittel
Autor: red

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