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Mi, 16:52 Uhr
12.05.2004

Helfen macht Freu(n)de

Nordhausen (nnz). Ricardo ist die Treppe heruntergestürzt. Sein Kopf schmerzt und blutet, auch an der Hand ist er verletzt. Seine Freunde eilen herbei und wollen ihm helfen. nnz hat den Ersthelfern zugesehen.

Helfen macht Freu(n)de (Foto: nnz) Helfen macht Freu(n)de (Foto: nnz) Es sieht richtig schlimm aus, täuschend echt, zum Glück ist es aber nur rote Farbe. Die Arbeitsgemeinschaft Schulsanitätsdienst an der Lessingschule übt am liebsten ganz realistisch. Aus dem Grund hat Ausbilderin Katrin Foller Ricardo blutende Wunden gemalt. Die Jugendlichen wissen was im Ernstfall zu tun ist. Alexander ruft erst mal den Rettungswagen. Ein Handy hat inzwischen sowieso jeder. Dann werden die Blutungen gestillt, aber nur mit Schutzhandschuhen, denn Blut kann Krankheiten wie Aids übertragen.

Wie Verbände an Kopf und Hand angelegt werden, haben die Jugendlichen in der Arbeitsgemeinschaft erfahren. "Kann ich jetzt aufstehen?" fragt der "Verletzte" den Fotografen. So schlimm war der "Unfall" also nicht. Rene, der sich einen Druckverband an der Hand hat angelegen lassen, und Ricardo gehen erstmal in den Waschraum, das Kunstblut ist nämlich ziemlich farbecht, wenn man es nicht schnell wieder entfernt.

Die Johanniter Jugend organisiert die Ausbildung der Schulsanitäter unter dem Motto "Helfen macht Freu(n)de". Seit dem Februar läuft der Lehrgang unter Regie von Anja Jödecke und Katrin Foller. Fünf Schüler machen mit und lernen jeden Dienstag von 14.30 bis 16.00 Uhr worauf es beim Versorgen von Verletzten ankommt.

Am Ende des Schuljahres gibt es ein Zertifikat für die Grundausbildung in Erster Hilfe. Nadin und Anja aus der 10. Klasse machen auch deshalb mit, weil dieses beim Erwerb des Führerscheins gültig ist. Und natürlich weil es Spaß macht. Jeder Schüler von der 5. bis zur 10. Klasse kann dabei sein und sich ausbilden lassen.
Im nächsten Schuljahr erhalten die Ersthelfer Funkgeräte und Sanitätstaschen damit sie sofort zur Stelle sein können, wenn an ihrer Schule was passiert.

Das Angebot der Johanniter Jugend im Rahmen der Schuljugendarbeit soll natürlich 2004/2005 weitergehen. Im Bereich der Ersten Hilfe müssen nicht nur Schüler auf dem neuesten Stand sein. Wer sich ehrlich fragt, wird zugeben müssen, daß er vom vorgeschriebenen Kurs für den Führerschein nur noch wenig behalten hat.
Im Fall eines Unfalls kann jeder froh sein, wenn zufällig einer der gut ausgebildeten Schulsanitäter vorbeikommt.
Autor: wf

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