Do, 12:33 Uhr
11.12.2014
Ein irres Klangerlebnis
Die Kammerkonzertreihe im Kunsthaus organisiert vom Kunsthaus Meyenburg, dem Förderverein des Hauses und in Kooperation mit dem Theater Nordhausen konnte schon in der Vergangenheit mit manchem Klangerlebnis verblüffen. Das letzte Konzert der Reihe sei aber einfach "irre" gewesen...
Es sei nur an das Konzert mit drei Kontrabässen erinnert, wo kaum jemand im Vorfeld so recht glaubte, dass man mit insgesamt ca. 30 kg schweren und überwiegend brummenden Instrumenten oft auch mit Oma tituliert ein Kammerkonzert gestalten kann. Im Ergebnis waren die Besucher immer begeistert und überzeugt. Das vierte Konzert in dieser Reihe zeugte ein weiteres Mal von der Experimentierfreudigkeit der Veranstalter.
Es stand die Frage: Wie kann ein Schlagzeuger mit einer Trommel und einem Vibraphon ein Konzert geben, das dem Charakter Kammerkonzert gerecht wird? Man denkt an barocke Streichquartette und nicht an Trommelwirbel. Die vermutet man eher bei Märschen, Festumzügen zu Schützenfesten und ähnlichen Veranstaltungen. Was aber dann von dem jungen Musiker Stefan Landes geliefert wurde, war nicht nur ein Genuss in jeder Hinsicht, sondern begeisterte das Publikum in einer Weise, die man sonst allenfalls bei Solokonzerten mit bekannten Virtuosen erlebt. In den Dankesworten, die Dr. Pientka als Vorsitzender des Kunsthaus Meyenburg Förderverein formulierte, gab er zu, dass er bis zum Beginn des Konzertes ein sehr kritisches Bauchgefühl hatte.
Stefan Landes sorgte mit Trommel und Vibraphone im Nordhäuser Kunsthaus für irre Klangerlebnisse (Foto: Dr. Wolfgang R. Pientka)
Und man konnte sicher zu recht vermuten, dass es anderen Besuchern ähnlich ging. Stefan Landes gelang es nicht nur mit seinem Können an den Instrumenten zu überzeugen, sondern gestaltete durch seine Erläuterungen zu Entwicklung der Schlaginstrumente, ihrem Einsatz im Orchester wie auch in Gruppierungen, die mehr Marschmusik pflegen, den Abend zu einem lehrreichen Erlebnis, das den musikalischen Horizont erweiterte. Sollte Landes einmal nicht mehr seiner Profession Percussion frönen wollen, so sei ihm bescheinigt auch als Entertainer könne er mit Sicherheit sein Brot verdienen! Viele Gespräche um dieses Klangerlebnis im Anschluss der Veranstaltung zeugten davon, dass die Wirkung nicht nur in die Tiefe ging, sondern sicher auch lang anhalten wird. Erfreulich ist auch, dass sich Herr Landes bereit erklärte im kommenden Jahr auch dem Verein für eine Folgeveranstaltung zur Verfügung zu stehen, wo Interessierte in einer Art Talkrunde dem jeweiligen Gast näher kommen können. Es sei nur an den Abend mit Mackensen erinnert! Angekündigt wurde weiterhin, dass die Reihe Kammermusik im Kunsthaus auch in 2015 fortgesetzt wird.
Und was das Trommeln angeht: Ob zu Beginn des ersten Teiles des Weihnachtsoratoriums oder in dem bekannten Lied Johnny Tambour auch in der Weihnachtszeit ist die Trommel oder Pauke präsent, auch wenn dies oft weniger Beachtung findet. Insofern lagen die Organisatoren dieses Abends doch im Trend!
Dr. Wolfgang R. Pientka
Vorsitzender des Kunsthaus Meyenburg Förderverein
Autor: redEs sei nur an das Konzert mit drei Kontrabässen erinnert, wo kaum jemand im Vorfeld so recht glaubte, dass man mit insgesamt ca. 30 kg schweren und überwiegend brummenden Instrumenten oft auch mit Oma tituliert ein Kammerkonzert gestalten kann. Im Ergebnis waren die Besucher immer begeistert und überzeugt. Das vierte Konzert in dieser Reihe zeugte ein weiteres Mal von der Experimentierfreudigkeit der Veranstalter.
Es stand die Frage: Wie kann ein Schlagzeuger mit einer Trommel und einem Vibraphon ein Konzert geben, das dem Charakter Kammerkonzert gerecht wird? Man denkt an barocke Streichquartette und nicht an Trommelwirbel. Die vermutet man eher bei Märschen, Festumzügen zu Schützenfesten und ähnlichen Veranstaltungen. Was aber dann von dem jungen Musiker Stefan Landes geliefert wurde, war nicht nur ein Genuss in jeder Hinsicht, sondern begeisterte das Publikum in einer Weise, die man sonst allenfalls bei Solokonzerten mit bekannten Virtuosen erlebt. In den Dankesworten, die Dr. Pientka als Vorsitzender des Kunsthaus Meyenburg Förderverein formulierte, gab er zu, dass er bis zum Beginn des Konzertes ein sehr kritisches Bauchgefühl hatte.
Stefan Landes sorgte mit Trommel und Vibraphone im Nordhäuser Kunsthaus für irre Klangerlebnisse (Foto: Dr. Wolfgang R. Pientka)
Und man konnte sicher zu recht vermuten, dass es anderen Besuchern ähnlich ging. Stefan Landes gelang es nicht nur mit seinem Können an den Instrumenten zu überzeugen, sondern gestaltete durch seine Erläuterungen zu Entwicklung der Schlaginstrumente, ihrem Einsatz im Orchester wie auch in Gruppierungen, die mehr Marschmusik pflegen, den Abend zu einem lehrreichen Erlebnis, das den musikalischen Horizont erweiterte. Sollte Landes einmal nicht mehr seiner Profession Percussion frönen wollen, so sei ihm bescheinigt auch als Entertainer könne er mit Sicherheit sein Brot verdienen! Viele Gespräche um dieses Klangerlebnis im Anschluss der Veranstaltung zeugten davon, dass die Wirkung nicht nur in die Tiefe ging, sondern sicher auch lang anhalten wird. Erfreulich ist auch, dass sich Herr Landes bereit erklärte im kommenden Jahr auch dem Verein für eine Folgeveranstaltung zur Verfügung zu stehen, wo Interessierte in einer Art Talkrunde dem jeweiligen Gast näher kommen können. Es sei nur an den Abend mit Mackensen erinnert! Angekündigt wurde weiterhin, dass die Reihe Kammermusik im Kunsthaus auch in 2015 fortgesetzt wird.
Und was das Trommeln angeht: Ob zu Beginn des ersten Teiles des Weihnachtsoratoriums oder in dem bekannten Lied Johnny Tambour auch in der Weihnachtszeit ist die Trommel oder Pauke präsent, auch wenn dies oft weniger Beachtung findet. Insofern lagen die Organisatoren dieses Abends doch im Trend!
Dr. Wolfgang R. Pientka
Vorsitzender des Kunsthaus Meyenburg Förderverein

