Do, 10:06 Uhr
04.12.2014
nnz-Sportvorschau: Straubing zum Zweiten
Es war nur ein kurzes Luftholen: Viel Zeit blieb den Bundesligaboxern des Nordhäuser SV (NSV) nicht, um sich nach dem sensationellen 13:7-Heimsieg über den BC Straubing zu regenerieren. Genau genommen nur sieben Tage. Der Gegner heißt dann noch einmal Straubing...
Die Mannschaft des NSV reist mit viel Rückenwind nach Niederbayern. Fuhr sie doch am vergangenen Sonnabend nicht nur zwei ganze wichtige Zähler für die Tabelle ein, sondern auch viele Einzelpunkte, die für das selbst erklärte Ziel Meisterschaft am Ende der Saison wichtig sein können.
In der Tabelle liegt der NSV vor dem BSK Hannover/Seelze, der allerdings einen Saisonkampf mehr auf dem Konto hat, an der Spitze. Selbst bei einer deutlichen Niederlage des NSV in Straubing würde sich an der Situation nichts ändern. Nach Straubing zu fahren, um die Punkte herzuschenken, das ist nicht der Plan der NSV-Equipe. Das Minimalziel ist ein Punkt, lieber natürlich zwei, um den Spitzenplatz zu festigen. Wir fahren nach Straubing, um zu gewinnen, blickt Dietrich-Scherfling voraus.
Drei Kämpfe, zwei Siege: Im Leichtgewicht wird erneut Tobias Tatai (blaues Dress) für den NSV in den Ring steigen (Foto: Sandra Arm)
Es wird ein schwieriges Unterfangen, in Straubing zu bestehen. Ein Blick in die bisherigen Ergebnisse verrät den Grund. In heimischen Gefilden gab sich bisher keine der vier Mannschaften die Blöße und verlor. Gerade auch nach der deutlichen Auswärtsniederlage sinnen die Donaustädter auf Revanche. Daher sind sich die NSV-Verantwortlichen schon vor dem Rückkampf sicher: Einen solch klaren Sieg wie in heimischer Halle wird es Straubing nicht geben. Das wird eine ganz heiße Nummer, macht Dietrich-Scherfling deutlich.
Zudem plagen die Nordhäuser erneut Personalsorgen. Bedingt einmal durch den vergangenen Heimkampf, aus dem vier Kämpfer angeschlagen oder verletzt hinausgingen, und zum anderen durch gesperrte Kämpfer, die sich auf das Internationale Round-Robin-Turnier (11. bis 13. Dezember) in Heidelberg, das die teilnehmenden Nationen als interne Olympia-Qualifikation nutzen, vorbereiten.
Der Russe Vladimir Ivanov (Mitte) und Clarence Goyeram aus Schweden (2.v.r.) bereiten sich auf den Rückkampf beim BC Straubing in Nordhausen vor. (Foto: Sandra Arm)
Treffen wird es die Nordhäuser mit fünf Kämpfern, die für das Turnier abgestellt sind. Einige davon drückten bereits am vergangenen Wochenende beim deutsch-polnischen Ländervergleich den Kämpfen ihren Stempel auf. Kastriot Sopa, Slawa Kerber und Denis Radovan zum Beispiel. Sie stehen wie auch Igor Teziev und Robert Harutyunyan für die schwere Auswärtsaufgabe am Samstag nicht zur Verfügung. Die Wunschaufstellung von Mannschaftsleiter Michael Döring und Dietrich-Scherfling bleibt also weiter ein Traum. Erneut müssen sie in einigen Gewichtsklassen umstellen. Dass das nicht unbedingt ein schlechtes Omen bedeutet, bewiesen ihre Schützlinge vor einigen Tagen.
Die erste Baustelle heißt Halbschwergewicht (82 Kilogramm): Für den zuletzt überragend auftretenden Teziev wird der Pole Mateusz Tryc ins Team zurückkehren. Tryc überzeugte ebenfalls. Nämlich gleich zu Beginn der Saison, als er seinen Gegner klar besiegte. Bisher erwiesen sich gerade die Sportler in den oberen Gewichtsklassen als Punktegaranten. In der vorigen Saison sah das noch ganz anders aus, als nur wenige Einzelsiege eingefahren wurden. Jetzt stehen schon jeweils drei Siege im Halbschwer- und Superschwergewicht für den NSV auf der Habenseite.
Konzentriert lauscht der russische Neuzugang Vladimir Ivanov der Kabinenansprache von Cheftrainer Andreas Dietrich-Scherfling. In seinen bisherigen Einsätzen im Superschwergewicht wusste Ivanov zu überzeugen (Foto: Sandra Arm)
Anteil daran haben ebenso Max Keller und Vladimir Ivanov, die im Superschwergewicht (+91 Kilogramm) für mächtig Furore sorgten. Der russische Neuzugang Ivanov wird nun auch in Straubing seine überragende Form unter Beweis stellen dürfen. Vorbereitet hat er sich auf seinen Kampf in Nordhausen. Gemeinsam mit dem Schweden Clarence Goyeram, der vom Cheftrainer im Halbweltergewicht (65 Kilogramm) erneut das Vertrauen geschenkt bekommt. Wir haben die beiden nach dem Heimkampf gleich hier behalten. Der Reisestress wäre für sie einfach zu groß geworden, sagt Döring.
Veränderungen könnte es im Weltergewicht (70 Kilogramm) geben. Gleich zwei Cutverletzungen zog sich Cihan Calik in seinem Kampf gegen den erfahrenen Straubinger Klemens Ruder zu. Als Alternative steht Angelo Welp bereit. Ebenfalls ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Dias Kuzembaev im Bantamgewicht (57 Kilogramm), der ebenfalls mit einem Cut über dem linken Auge den Ring verließ. Alternativ könnte Erik Sokolov zum Einsatz kommen. Erneut gesetzt ist Tobias Tatai im Leichtgewicht (61 Kilogramm). Im Mittelgewicht (76 Kilogramm) steht womöglich der Pole Tomasz Jablonski vor seinem zweiten Saisonkampf für den NSV. Die Straubinger werden wohl auch auf einigen Positionen rotieren, um die klare Niederlage vergessen zu machen. Viel Zeit, um diese zu verarbeiten, blieb ihnen ebenfalls nicht.
Bereits am Samstag, 6. Dezember, ist das Team von Cheftrainer Andreas Dietrich-Scherfling erneut gefordert. Geboxt wird um 20 Uhr in Straubing.
Autor: redDie Mannschaft des NSV reist mit viel Rückenwind nach Niederbayern. Fuhr sie doch am vergangenen Sonnabend nicht nur zwei ganze wichtige Zähler für die Tabelle ein, sondern auch viele Einzelpunkte, die für das selbst erklärte Ziel Meisterschaft am Ende der Saison wichtig sein können.
In der Tabelle liegt der NSV vor dem BSK Hannover/Seelze, der allerdings einen Saisonkampf mehr auf dem Konto hat, an der Spitze. Selbst bei einer deutlichen Niederlage des NSV in Straubing würde sich an der Situation nichts ändern. Nach Straubing zu fahren, um die Punkte herzuschenken, das ist nicht der Plan der NSV-Equipe. Das Minimalziel ist ein Punkt, lieber natürlich zwei, um den Spitzenplatz zu festigen. Wir fahren nach Straubing, um zu gewinnen, blickt Dietrich-Scherfling voraus.
Drei Kämpfe, zwei Siege: Im Leichtgewicht wird erneut Tobias Tatai (blaues Dress) für den NSV in den Ring steigen (Foto: Sandra Arm)
Es wird ein schwieriges Unterfangen, in Straubing zu bestehen. Ein Blick in die bisherigen Ergebnisse verrät den Grund. In heimischen Gefilden gab sich bisher keine der vier Mannschaften die Blöße und verlor. Gerade auch nach der deutlichen Auswärtsniederlage sinnen die Donaustädter auf Revanche. Daher sind sich die NSV-Verantwortlichen schon vor dem Rückkampf sicher: Einen solch klaren Sieg wie in heimischer Halle wird es Straubing nicht geben. Das wird eine ganz heiße Nummer, macht Dietrich-Scherfling deutlich. Zudem plagen die Nordhäuser erneut Personalsorgen. Bedingt einmal durch den vergangenen Heimkampf, aus dem vier Kämpfer angeschlagen oder verletzt hinausgingen, und zum anderen durch gesperrte Kämpfer, die sich auf das Internationale Round-Robin-Turnier (11. bis 13. Dezember) in Heidelberg, das die teilnehmenden Nationen als interne Olympia-Qualifikation nutzen, vorbereiten.
Der Russe Vladimir Ivanov (Mitte) und Clarence Goyeram aus Schweden (2.v.r.) bereiten sich auf den Rückkampf beim BC Straubing in Nordhausen vor. (Foto: Sandra Arm)
Treffen wird es die Nordhäuser mit fünf Kämpfern, die für das Turnier abgestellt sind. Einige davon drückten bereits am vergangenen Wochenende beim deutsch-polnischen Ländervergleich den Kämpfen ihren Stempel auf. Kastriot Sopa, Slawa Kerber und Denis Radovan zum Beispiel. Sie stehen wie auch Igor Teziev und Robert Harutyunyan für die schwere Auswärtsaufgabe am Samstag nicht zur Verfügung. Die Wunschaufstellung von Mannschaftsleiter Michael Döring und Dietrich-Scherfling bleibt also weiter ein Traum. Erneut müssen sie in einigen Gewichtsklassen umstellen. Dass das nicht unbedingt ein schlechtes Omen bedeutet, bewiesen ihre Schützlinge vor einigen Tagen.
Die erste Baustelle heißt Halbschwergewicht (82 Kilogramm): Für den zuletzt überragend auftretenden Teziev wird der Pole Mateusz Tryc ins Team zurückkehren. Tryc überzeugte ebenfalls. Nämlich gleich zu Beginn der Saison, als er seinen Gegner klar besiegte. Bisher erwiesen sich gerade die Sportler in den oberen Gewichtsklassen als Punktegaranten. In der vorigen Saison sah das noch ganz anders aus, als nur wenige Einzelsiege eingefahren wurden. Jetzt stehen schon jeweils drei Siege im Halbschwer- und Superschwergewicht für den NSV auf der Habenseite.
Konzentriert lauscht der russische Neuzugang Vladimir Ivanov der Kabinenansprache von Cheftrainer Andreas Dietrich-Scherfling. In seinen bisherigen Einsätzen im Superschwergewicht wusste Ivanov zu überzeugen (Foto: Sandra Arm)
Anteil daran haben ebenso Max Keller und Vladimir Ivanov, die im Superschwergewicht (+91 Kilogramm) für mächtig Furore sorgten. Der russische Neuzugang Ivanov wird nun auch in Straubing seine überragende Form unter Beweis stellen dürfen. Vorbereitet hat er sich auf seinen Kampf in Nordhausen. Gemeinsam mit dem Schweden Clarence Goyeram, der vom Cheftrainer im Halbweltergewicht (65 Kilogramm) erneut das Vertrauen geschenkt bekommt. Wir haben die beiden nach dem Heimkampf gleich hier behalten. Der Reisestress wäre für sie einfach zu groß geworden, sagt Döring. Veränderungen könnte es im Weltergewicht (70 Kilogramm) geben. Gleich zwei Cutverletzungen zog sich Cihan Calik in seinem Kampf gegen den erfahrenen Straubinger Klemens Ruder zu. Als Alternative steht Angelo Welp bereit. Ebenfalls ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Dias Kuzembaev im Bantamgewicht (57 Kilogramm), der ebenfalls mit einem Cut über dem linken Auge den Ring verließ. Alternativ könnte Erik Sokolov zum Einsatz kommen. Erneut gesetzt ist Tobias Tatai im Leichtgewicht (61 Kilogramm). Im Mittelgewicht (76 Kilogramm) steht womöglich der Pole Tomasz Jablonski vor seinem zweiten Saisonkampf für den NSV. Die Straubinger werden wohl auch auf einigen Positionen rotieren, um die klare Niederlage vergessen zu machen. Viel Zeit, um diese zu verarbeiten, blieb ihnen ebenfalls nicht.
Bereits am Samstag, 6. Dezember, ist das Team von Cheftrainer Andreas Dietrich-Scherfling erneut gefordert. Geboxt wird um 20 Uhr in Straubing.


