Do, 08:11 Uhr
04.12.2014
Gute Worte, gute Gaben, gute Reise
3500 km liegen vor ihnen - in den frühen Morgenstunden startete der traditionelle Spendenfahrt der Diakonie in Richtung Rumänien. Viele Spenden und zahlreiche Geschenke hat man in diesem Jahr sammeln können und die werden sehnlichst erwartet...
In den Morgenstunden machte sich der Diakonietransport in Richtung Rumänien auf den Weg (Foto: Angelo Glashagel)
Michael Görk, Geschäftsführer der Diakonie fährt selbst auch mit und das seit vielen Jahren. "Die Äußerlichkeiten haben sich in den letzten Jahren verbessert, weniger tote Hunde, bessere Straßen. Aber die Notsituationen sind immer noch ähnlich wie damals", so Görk vor der Abfahrt.
Ziel der Reise ist eine Sozialstation der Samariterinnen nahe Hermannsstadt in Siebenbürgen. Über 400 Pakete, darunter viele gute Kleiderspenden, Medizinprodukte, 2 Fahrräder sowie 390kg neue Bettwäsche für das Altenheim, werden hier schon freudig erwartet. Es sind vor allem Kinder und Alte, die es auch heute noch, da Rumänien EU-Mitglied ist, schwer haben im Land. Die "Siebenbürger Sachsen" etwa, erzählt Görk, bekommen eine mickrige Rente von 70 Lei, das sind knapp 15 Euro.
Aber auch diejenigen, die sich um sie kümmern, haben es nicht leicht. Die Arbeit im Ausland ist lukrativer, viele Rumänen und Rumäninnen verlassen Land und Familie, um sie aus der ferne zu unterstützen. "Die Abwanderung ist ein Problem. Irgendwer muss auch vor Ort die Arbeit machen", erzählt der Diakonie Chef, "deswegen übernehmen wir einen Teil der Personalkosten der Samariterinnen und laden sie hin und wieder zu Praktika nach Nordhausen ein".
Görk und seine acht Mitreisenden erhielten vor der Abfahrt den Reisesegen durch Superintendent Andreas Schwarze. Auch das hat Tradition. "Gute Worte, Gute Gaben und eine gute Reise", darum wurde gebeten. Schwarz selber fährt in diesem Jahr noch nicht mit. Der neue Superintendent ist noch frisch im Amt und im Kirchenkreis warte viel Arbeit. Nächstes Jahr wolle er aber dabei sein, versicherte Schwarze.
Gut 1200 Euro an Spendengeldern hatte man sammeln können, fast doppelt so viel wie im vergangenen Jahr. Mit der gestiegenen Spendenbereitschaft hätten wir so nicht gerechnet und sind unglaublich dankbar für alles was gegeben wurde! Wir werden schon sehnlich in Mediasch und Umgebung erwartet! Vielen Dank an alle Bürgerinnen und Bürger die sich beteiligt haben und unsere Aktion mit Interesse und Engagement verfolgen!, sagte Michael Görk.
Nun liegen insgesamt 3500 km Wegstrecke vor ihnen. Am kommenden Dienstag will man wieder in Nordhausen sein. In Rumänien will Görk über die Facebook Präsenz der Nordhäuser Diakonie von den Erlebnissen in Siebenbürgen berichten.
Angelo Glashagel
Autor: red
In den Morgenstunden machte sich der Diakonietransport in Richtung Rumänien auf den Weg (Foto: Angelo Glashagel)
Michael Görk, Geschäftsführer der Diakonie fährt selbst auch mit und das seit vielen Jahren. "Die Äußerlichkeiten haben sich in den letzten Jahren verbessert, weniger tote Hunde, bessere Straßen. Aber die Notsituationen sind immer noch ähnlich wie damals", so Görk vor der Abfahrt.
Ziel der Reise ist eine Sozialstation der Samariterinnen nahe Hermannsstadt in Siebenbürgen. Über 400 Pakete, darunter viele gute Kleiderspenden, Medizinprodukte, 2 Fahrräder sowie 390kg neue Bettwäsche für das Altenheim, werden hier schon freudig erwartet. Es sind vor allem Kinder und Alte, die es auch heute noch, da Rumänien EU-Mitglied ist, schwer haben im Land. Die "Siebenbürger Sachsen" etwa, erzählt Görk, bekommen eine mickrige Rente von 70 Lei, das sind knapp 15 Euro.
Aber auch diejenigen, die sich um sie kümmern, haben es nicht leicht. Die Arbeit im Ausland ist lukrativer, viele Rumänen und Rumäninnen verlassen Land und Familie, um sie aus der ferne zu unterstützen. "Die Abwanderung ist ein Problem. Irgendwer muss auch vor Ort die Arbeit machen", erzählt der Diakonie Chef, "deswegen übernehmen wir einen Teil der Personalkosten der Samariterinnen und laden sie hin und wieder zu Praktika nach Nordhausen ein".
Görk und seine acht Mitreisenden erhielten vor der Abfahrt den Reisesegen durch Superintendent Andreas Schwarze. Auch das hat Tradition. "Gute Worte, Gute Gaben und eine gute Reise", darum wurde gebeten. Schwarz selber fährt in diesem Jahr noch nicht mit. Der neue Superintendent ist noch frisch im Amt und im Kirchenkreis warte viel Arbeit. Nächstes Jahr wolle er aber dabei sein, versicherte Schwarze.
Gut 1200 Euro an Spendengeldern hatte man sammeln können, fast doppelt so viel wie im vergangenen Jahr. Mit der gestiegenen Spendenbereitschaft hätten wir so nicht gerechnet und sind unglaublich dankbar für alles was gegeben wurde! Wir werden schon sehnlich in Mediasch und Umgebung erwartet! Vielen Dank an alle Bürgerinnen und Bürger die sich beteiligt haben und unsere Aktion mit Interesse und Engagement verfolgen!, sagte Michael Görk.
Nun liegen insgesamt 3500 km Wegstrecke vor ihnen. Am kommenden Dienstag will man wieder in Nordhausen sein. In Rumänien will Görk über die Facebook Präsenz der Nordhäuser Diakonie von den Erlebnissen in Siebenbürgen berichten.
Angelo Glashagel









