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Mo, 12:09 Uhr
06.10.2014

Hat so etwas noch mit Jagd zu tun?

Es gibt unterschiedliche Meinungen zur Notwendig der Jagd. Das ist gut so. Unstrittig ist, dass sich Jäger zumeist auch um den Wald kümmern. Gestern allerdings verschlug es einer Familie "die Sprache"...

Futterstelle Heringen (Foto: privat) Futterstelle Heringen (Foto: privat)

Wir sind keine Jagdgegner, aber was wir auf unserer gestrigen Wanderung durch die Heringer Flur erleben mußten, macht uns doch sprachlos.

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Wir haben das schöne Wetter für eine größere Wanderung von der Stillen Liebe durch das Sondershäuser Borntal, weiter über das Heringer Eichental und zurück über das Heringer Goldborntal genutzt. Die Gegend dort ist sehr schön und die Wege in gutem Zustand.

Im Heringer Eichental stießen wir allerdings auf eine nach unserem Geschmack sehr unschöne Sache. Direkt neben dem Weg fanden die Kinder eine ungefähr hundert Quadratmeter große Stelle, auf der großflächig Äpfel, Kartoffeln, ganze Maiskolben, Rüben und Maiskörner verstreut wurden.

In der Mitte des Platzes war auf einem Baum noch ein Salzleckstein festgeschraubt. Direkt neben diesem Futterplatz in rund 20 Meter Entfernung stand ein Hochstand von dem dort offensichtlich auf die angefütterten Tiere geschossen wird.

Das Jagen auf den Feldern notwendig ist, sehen die meisten Menschen sicher ein. Das die Tiere aber an solchen Futterstellen geschossen werden, das hat doch nichts mehr mit dem Jagen zu tun. Ob so etwas gesetzlich erlaubt ist wissen wir nicht, aber falls ja sollten hier dringend die Gesetze geändert werden.
L. Halawitschka
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Peppone
06.10.2014, 16:19 Uhr
Heringer Abschußrampe illegal
Da braucht man als Jäger gar nicht diskutieren. Diese "Abschußrampe" schießt weit über das Zulässige gem. Thüringer Jagdgesetz hinaus. Allein auf dem fotografierten Quadratmeter liegen mehr als 5 kg Hackfrüchte. Die anderen 99 qm möchte ich lieber gar nicht erst sehen.

Für das Anlegen solch einer Abschußrampe neben einem öffentlichen Weg sollte es noch einen Sonderpreis für diesen Jagdscheininhaber geben!
Pe_rle
06.10.2014, 21:21 Uhr
Erich Honecker lässt grüßen
das erinnert doch sehr an Honeckers Jagdgewohnheiten. War der jetzige Jäger schon sein Handlanger??? Dann hat er nichts verlernt
Harzer_jung
06.10.2014, 23:23 Uhr
kein Jäger
Ich bin ein Optimist,

Und glaube der Begründung eines echten Jägers mit Jagdschein Revier usw.

Sowas macht kein echter Jäger.
Die Begründung klingt für mich auch logisch.

Es macht keinen Sinn an einer Futterstelle zu jagen.
Denn Wild ist zwar wild aber nicht dumm.
An einer solchen wilden Futterstelle mag man vielleicht einzweimal Jagderfolg haben, aber vielmehr auch nicht.
I.H.
07.10.2014, 10:40 Uhr
Gibts in Heringen Elefanten?
Das Ganze erinnert mich so ein klein wenig an den Erfurter Elefantenjäger. Bei dem ganzen Zeug was da rausgekarrt wurde bekommt man doch bestimmt einen Elefanten von satt.

Da hat aber einer einen Bock geschossen. Geht gar nicht was da abgeht.
waldi
08.10.2014, 21:15 Uhr
Sehr, sehr trauriges Bild - was sind das für "Jäger" !!!
Auch mir verschlug es die Sprache wenn man diese Bilder sieht. Es gibt Menschen die ihre Abfälle in der Natur hinterlassen. Sie bringen jedoch kein Versteck (Hochsitz) in den Wald und schon gar keinen Leckstein mit, um das Wild anzulocken und letztendlich zu erlegen. Es liegt eigentlich auf der Hand wer so etwas tut - ein "Jäger"- der keiner ist und nie wieder eine Erlaubnis erhalten darf!!!
Bleib nur zu hoffen, daß sich die zuständige Behörde mit dem unerhörten Fall beschäftigt.
Peppone
09.10.2014, 07:48 Uhr
Heringer Abschußrampe
Leider interessiert es die Grundeigentümer immer weniger, wer bei ihnen mit einem Gewehr umherläuft. Beim Entenfüttern unter den Helmebrücken erzählt man, dass der Revierinhaber, ein Nprdhäuser, unter Gedächtnisverlust leidet und angeblich überhaupt keine Ahnung von der Abschußrampe hatte. Mir stellt sich da die Frage, warum verpachtet man Jagdreviere an Leute, die keine Ahnung haben? Bin mal gespannt, was die Grundeigentümer hier machen.
Anna Lüst
09.10.2014, 09:29 Uhr
Interview (fiktiv)
Ich habe mich mal umgehört und es ist mir gelungen, mit dem „betroffenen“ Jägersmann ein Gespräch zu führen. Er schildert die Situation folgendermaßen:

Frage: Wo haben Sie nur diese Menge an Futtermitteln her?

Antwort: Ich habe sie mir überall von den Feldern und Anbauflächen zusammengestohlen. Das war viel Arbeit und hat 3 Wochen gedauert, da ich immer nur nachts aktiv sein konnte. In dieser Zeit hatte das Wild natürlich Narrenfreiheit. Da kann es sich glücklich schätzen. Bitte haben Sie etwas Hochachtung vor meiner Leistung.

Frage: Wieso haben Sie das so dicht am Weg angelegt?

Antwort: Sie müssen verstehen, dass ich schon etwas älter bin. Da muss ich in der Lage sein, mit meinem Auto direkt unter meinen Hochsitz zu fahren. Für ein nächtliches Herumstreifen im Wald bin ich ja nun wirklich nicht geeignet.

Frage: Wieso steht Ihr Hochsitz ganz in der Nähe der Kirrung (die angelegte Futterstelle)?

Antwort: Nun ja, ich bin schon ein wenig sehschwach. Die maximale Entfernung, einen Hirsch zu treffen, beträgt in etwa 10 Meter. Ich wollte mal aus 15 Meter einen Fuchs erschießen, da hab ich aus Versehen meinen Jagdhund erschossen. Das war eine große Tragödie. Das soll nie wieder passieren.

Frage: Was machen Sie, wenn Sie das Wild anschießen und es flüchtet?

Antwort: Deshalb steht mein Hochsitz nur 5 Meter von der Kirrung entfernt. Aus dieser Distanz habe ich noch nie vorbei geschossen.

Frage: Sind Sie nicht der Meinung, dass Sie als Jäger ungeeignet sind?

Antwort: Absolut nicht. Ich bin in der 27. Generation Jäger. Diese Tradition verpflichtet. Und außerdem (er beugt sich zu mir und flüstert): Ich bekomme nur noch eine Erektion, wenn ich etwas erschießen kann…

Ich muss gestehen, dass ich da aufgeatmet habe. Dieser Mann hat mein vollstes Mitgefühl. Ich hoffe, ich habe Ihnen das Herz geöffnet und Ihnen geht es genauso…
Opa Hardrock
09.10.2014, 15:04 Uhr
Sehr treffend, Frau Lüst!
Vielleicht können Sie mich ja mal mit diesem Herrn bekannt machen. Ich würde ihm gern einmal meinen Standpunkt verdeutlichen. Hoffentlich findet sich ein Biber, der den Hochsitz mal an der richtigen Stelle etwas annagt.
Josefine
10.10.2014, 09:19 Uhr
Fütterungen, Kirrungen und was der Laie wissen sollte
Grundsätzlich geht so etwas nicht und ist zu Recht zu beanstanden. eine solche Kirrung ist weder gesetzeskonform noch waidmännisch. Aber wie meist verwirren sich hier Begriffe, die viele einfachnicht kennen. Es gibt Fütterungen, an diesen, die nur in Notzeiten (Winter, Schneedecke, gefrorener Boden) eingerichtet werden dürfen, herrscht Jagdruhe. Was dort gefunden wurde, ist eine Kirrung. Sie dient zum Anlocken und Erlegen von Wild, z.B. um Wildschäden in nahegelegenen Feldern zu vermeiden. Deshalb ist der Hochsitz dort schon richtig. Die Kirrverordnungen der Länder regeln die Menge und Art des Lockmittels (meist Mais), das dort ausgebracht werden darf. Diese Mengen sind sehr gering.
Peppone
13.10.2014, 12:31 Uhr
Heringer Abschußrampe soll verschwinden
Unter den Helmebrücken wird erzählt, dass der Nordhäuser, der für die Sache verantwortlich ist Druck von den Grundeigentümern und ortsansässigen Jägern bekommen hat. Er soll das Ding entfernen. Die einheimischen Jäger sind stinksauer auf diesen Jagdscheininhaber.
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